Selassie und De Bruyne mit Tordebüts

"Theo" Gebre Selassie erzeilte gegen Malta per Kopf sein erstes Tor für Tschechien.
Profis
Freitag, 12.10.2012 // 23:00 Uhr

Werders Nationalspieler „Theo" Gebre Selassie und Kevin De Bruyne konnten am Freitagabend kräftig jubeln. Beide siegten mit ihrem Nationalteam und erzielten ihr jeweils allererstes Tor im Dress ihrer Länderauswahlen ...

Werders Nationalspieler „Theo" Gebre Selassie und Kevin De Bruyne konnten am Freitagabend kräftig jubeln. Beide siegten mit ihren Nationalteams und erzielten ihr jeweils allererstes Tor im Dress der Länderauswahlen. Und auch für fast alle weiteren Nationalspieler von der Weser war der dritte Spieltag der WM-Qualifikation ein voller Erfolg.

Werders Rechtsverteidiger Theodor Gebre Selassie gelang beim Spiel gegen „Fußballzwerg" Malta ein ganz besonderes Debüt: Der Tscheche erzielte in der 34. Spielminute per Kopf sein erstes Länderspieltor überhaupt und konnte sich am Ende zusätzlich über einen verdienten 3:1-Erfolg seiner Auswahl gegen den Inselstaat freuen. Als Rechtsverteidiger zeigte Selassie - unabhängig vom ersten Nationalmannschaftstreffer - eine sehr ansprechende Leistung, die mit 90-minütiger Einsatzzeit honoriert wurde.

Und nicht nur „Theo" feierte am Abend sein Tordebüt in den Farben des Landes: Kevin De Bruyne netzte beim 3:0-Erfolg der Belgier gegen Werder-Kollege Aleksandar Ignjovski und Serbien zum zwischenzeitlichen 2:0 (68.) ein. Darüber hinaus lieferte De Bruyne die Vorlage zum 1:0 von Christian Benteke und konnte sich so bei seiner Auswechselung in der 87. Minute von den mitgereisten belgischen Fans feiern lassen. Der Benelux-Staat steht vor dem Duell mit Schottland am Dienstag an der Spitze der Gruppe A. Einziger Trost für „Iggy": Im defensiven Mittelfeld Serbiens durfte er die volle Spielzeit auf dem Platz stehen.

Werders „Ösi-Trio" musste sich trotz der klaren Favoritenrolle im Spiel gegen Kasachstan mit einem torlosen Remis zufrieden geben. Zlatko Junuzovic, Marko Arnautovic und Sebastian Prödl spielten zwar allesamt über die komplette Distanz, konnten am Ende aber dennoch mit nur einem Punkt die lange Rückreise aus der kasachischen Hauptstadt Astana antreten. Am Dienstag können es die drei Werder-Profis mitsamt ihrer Nationalmannschaftskollegen dann besser machen: In Wien trifft die Austria erneut auf Kasachstan.

Ebenfalls ein torloses Unentschieden erspielte die griechische Auswahl mit SVW-Abwehrchef Sokratis. Gegen den noch immer ungeschlagenen Gruppenersten aus Bosnien-Herzegowina absolvierte Werders Grieche über die gesamte Spielzeit eine erneut sehr solide Leistung im Abwehrzentrum. In vier Tagen geht es für die Hellenen gegen die Slowakei, die wie auch Griechenland selbst noch keine Niederlage hinnehmen musste.

Für Mehmet Ekici verlief die Begegnung mit Rumänien dagegen nicht wie erhofft. Bei der 0:1-Pleite saß Werders Nummer zehn nur auf der Bank und musste die Niederlage tatenlos hinnehmen.

Doch während die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien erst am Freitag startete, spielten schon Mitte der Woche Johannes Wurtz und Florian Hartherz mit der deutschen U 20-Auswahl. Sie kamen am Mittwoch beim 4:1-Sieg gegen Italien beide zum Einsatz. Wurtz spielte die kompletten ersten 45 Minuten, Werder-Kollege Hartherz wurde indessen erst vier Minuten vor Ende eingewechselt. Die beiden Junioren werden beim Testspiel des SVW am Samstag, 13.10.2012, um 15.30 Uhr gegen Dynamo Kiew schon wieder im Aufgebot der Grün-Weißen stehen. Niclas Füllkrug hatte die Länderspielreise mit der U 20 aufgrund von Fußproblemen frühzeitig abgebrochen, Tom Trybull war in Anbetracht seiner Verletzung nicht nominiert worden.

Francois Affolter erkämpfte mit den Schweizer U 21-Junioren ein 1:1 gegen die deutsche Nationalelf in Leverkusen. Affolter kam als Innenverteidiger auf volle 90 Minuten Einsatzzeit. In vier Tagen in Luzern treffen die beiden Teams in den Playoffs zur Europameisterschaft 2013 in Israel erneut aufeinander. Mit dem Remis sicherten sich Affolter & Co. eine gute Ausgangslage für das Rückspiel am Dienstag.

Von Yannik Cischinsky