Lobende Worte: "Gratulation, das war ein begeisterndes Spiel"

Nach den 90 spektakulären Minuten im Bremer Weser-Stadion äußerten sich die Grün-Weißen zur Partie:
Profis
Samstag, 28.01.2012 // 19:45 Uhr

Zweites Rückrunden-Spiel, zweites Unentschieden. Nach einer intensiven Partie kam der SV Werder nicht über ein 1:1-Remis gegen Bayer Leverkusen hinaus. Dennoch zeigte sich das Lager der Grün-Weißen insgesamt zufrieden. „Wir haben toll gespielt und eine Begeisterung und Euphorie durch das Spiel getragen. Das wollen wir ja auch vorleben, um den Fans eine Identifikation zu schaffen. Es war ein unterhaltsames und spannendes Spiel mit unheimlich viel Tempo. Vielleicht gab es ein paar Tore zu wenig und wir hätten gerne zwei Punkte mehr geholt, aber dennoch möchte ich der Mannschaft sagen: Gratulation, das war ein begeisterndes Spiel", lobte Cheftrainer Thomas Schaaf, der die jüngste Formation seit 33 Jahren und zwei Bundesliga-Debütanten auf das Feld schickte.

Nach den 90 spektakulären Minuten gegen die Werkself äußerten sich die Werderaner in der Mixed-Zone des Weser-Stadions zu den verschiedenen Themen. WERDER.DE hat die wichtigsten Aussagen notiert:

Die spektakuläre Partie:

Kapitän Clemens Fritz, der heute sein 200. Bundesliga-Spiel bestritt: „Es war ein sehr intensives Spiel, es ging hoch und runter und beide Teams haben auf Sieg gespielt, den wir uns heute alle gewünscht haben. Leider ist uns am Ende der Siegtreffer nicht gelungen, als der Ball von Rosi an den Pfosten sprang. Da hat das Quäntchen Glück gefehlt."

Geschäftsführer Klaus Allofs: „Das war heute gefühlt ein knapper Punktsieg für uns. Wir haben gezeigt, dass wir zu Recht diesen einen Tabellenplatz vor Leverkusen inne haben. Wir haben mit unglaublich großem Engagement gespielt. Schade, dass wir uns für diese Leistung nicht komplett belohnt haben. Aber wir können darauf aufbauen. Wir gewinnen lieber, aber mit dieser Leistung können wir absolut zufrieden sein."

Sokratis: „Wir sind gut gestartet, haben aber leider einige Chancen liegen gelassen. Es war aber gut, wie alle zusammen gearbeitet haben. Sicher hätten wir gewinnen können, aber es war auch wichtig, diese Partie nicht zu verlieren."

Leverkusen-Trainer Robin Dutt: „Das war ein sehr, sehr gutes Bundesliga-Spiel. Die Bremer waren aus dem Spiel heraus torgefährlicher, dafür hatten wir viel Ballbesitz. Im Laufe der Partie hat sich die Intensität immer weiter gesteigert. Beide Teams hatten am Ende die Chance zum Sieg. Unterm Strich geht deswegen die Punkteteilung in Ordnung."

Gäste-Kapitän und Ex-Werderaner Simon Rolfes: „Das war Kampf pur. Ein großes Kompliment an das Publikum, die jungen Bremer waren am Ende stehend K.O., aber die Zuschauer haben sie unheimlich nach vorn gepusht, das habe ich so hier noch nicht erlebt, da bewirkt das neue Stadion einiges."

Dass es am Ende nicht geklappt hat mit dem achten Heimsieg im neunten Heimspiel, lag daran, dass der SVW nach der Halbzeitpause nicht mehr an die Vorstellung der ersten 45 Minuten anknüpfen konnte.

Die beiden Halbzeiten:

Thomas Schaaf: „Nach 45 Minuten mussten wir erst einmal durchpusten. Jeder Einzelne von uns hat gedacht: ‚Boah, du gehst ganz schön viel Tempo hier'. Danach sind wir leider nicht mehr richtig ins Spiel gekommen. Es hat dann einen Moment gebraucht, um zur Überzeugung zurückzugelangen", so der Bremer Coach."

Clemens Fritz: „In der 1. Halbzeit haben wir das sehr, sehr ordentlich gemacht. Da waren wir aggressiv in den Zweikämpfen. Im zweiten Durchgang haben wir den Ball zu schnell verloren und deshalb wurde der Druck der Leverkusener größer. Da hat uns hinten raus leider etwas die Luft gefehlt. Insgesamt können wir aber auf den Leistungen der letzten beiden Spiele aufbauen und müssen in den nächsten Wochen so weitermachen."

Der Konkurrenzkampf:

Klaus Allofs: „Heute ging es für uns als Mannschaft ein richtiges Stück vorwärts. Wir haben Leute im Kader, die nicht so weit hinten dran sind. Mit diesem Spiel ist unser Konkurrenzkampf wieder entfacht. Am Montag kommt auch noch Junuzovic dazu, der ebenfalls ein Kandidat für die erste Elf ist. Er kommt direkt aus dem Trainingslager, er hat schon Testspiele absolviert und ist körperlich auf dem gleichen Stand wie unsere Jungs. Darauf freuen wir uns."

Der Transfermarkt:

Klaus Allofs: "Wir haben noch drei volle Tage Zeit und es gibt keinen Grund zu sagen, dass wir nichts mehr machen werden."

Thomas Schaaf: "Ich sehe vor allem Handlunsgbedarf in der Gesundung unserer Spieler. Wenn alle wieder zurückkommen, dann sind wir gut für die Saison aufgestellt."

Der starke Sokratis:

Klaus Allofs: „Wenn man ihn fragen würde, würde er sich immer für die Position des Innenverteidigers entscheiden. Heute hat er wieder gezeigt, was er auch dort draufhat. Für diese Position haben wir ihn auch ursprünglich geholt."

Sokratis, der von den Journalisten erstmals zum TARGOBANK „Man of the Match" gewählt wurde: „Ich hätte lieber das Spiel gewonnen, als „Man of the Match" zu werden. Wenn wir das nächste Mal gewinnen, gebe ich diese Ehre gerne wieder an Piza oder die anderen ab."

Die Tabellensituation:

Klaus Allofs: „Ich hatte vor dem Rückrundenstart von sieben Punkten aus drei Spiele geträumt, das können wir nicht mehr erreichen, dennoch lässt mich dieses Spiel optimistisch zurück. Wir waren dicht an drei Punkten dran, das war in Ordnung, aber natürlich müssen wir jetzt bald einen richtigen Dreier landen. Wir haben in dieser Woche klar gemacht, dass wir nach vorne mit Hoffnung schauen, aber dass wir vor allem nach hinten aufpassen müssen, was alles passiert."

Clemens Fritz: „Für uns war es aber wichtig, dass wir den Abstand auf Leverkusen halten konnten, auch wenn wir uns mit einem Sieg ein kleines Polster hätten erspielen können."

aus dem Weser-Stadion berichten Dominik Kupilas, Michael Rudolph und Timo Volkmann

 

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