7:1-Kantersieg bei Pizarro-Abschied in Cuxhaven

Ein historischer Moment: Claudio Pizarro wurde in der 51. Minute ausgewechselt.
Profis
Mittwoch, 16.05.2012 // 20:57 Uhr

Der SV Werder Bremen hat auch das dritte Spiel der „Nachspielzeit" gewonnen. Beim letzten Auftritt von Claudio Pizarro gewannen die Grün-Weißen mit 7:1 (5:1) gegen den FC Eintracht Cuxhaven 01. Der Peruaner steuerte noch einmal zwei Treffer zu dem Erfolg bei. Außerdem trafen Denni Avdic (2 Treffer), Marko Arnautovic...

Der SV Werder Bremen hat auch das dritte Spiel der „Nachspielzeit" gewonnen. Beim letzten Auftritt von Claudio Pizarro gewannen die Grün-Weißen mit 7:1 (5:1) gegen den FC Eintracht Cuxhaven 01. Der Peruaner steuerte noch einmal zwei Treffer zu dem Erfolg bei. Außerdem trafen Denni Avdic (2 Treffer), Marko Arnautovic, Hunt und Thy für den SVW. Den Ehrentreffer zum zwischenzeitlichen 4:1 markierte Gonzales-Montes.

„Der Platz hat zwar nicht viele Kombinationen zugelassen, aber wir haben das insgesamt trotzdem ganz gut gemacht. Für die Zuschauer war es auch eine schöne Partie, die haben viele Tore zu sehen bekommen", resümierte Thomas Schaaf. Klaus Allofs zum letzten Spiel der Saison 2011/12: „Wir sind immer froh, wenn wir hier im Werder-Land auflaufen können und den Leuten hier so eine Freude machen. Ich denke, das ist mit dem heutigen Spiel gelungen, es war eine interessante Partie."

Absolvierten in Cuxhaven beide ihr letztes Spiel für Werder: Claudio Pizarro und Tim Borowski - hier beim Aufwärmen.

 

Dabei hätte das Spiel durchaus auch anders beginnen können, denn bereits in der zweiten Minute hatten die Gastgeber eine große Chance. Nach einem langen Ball in die Spitze eilte Sebastian Mielitz aus seinem Tor, konnte den Ball aber nur unkontrolliert klären, sodass Garcia-Parracho die Chance hatte, das verwaiste Tor zu treffen, jedoch knapp neben das Gehäuse zielte. In der Folge übernahm dann aber der SV Werder die Kontrolle. Der erste gefährliche Angriff führte auch prompt zur Führung. Lukas Schmitz war auf der linken Seite duchgebrochen, flankte präzise auf Denni Avdic, der per Kopf zum 1:0 traf (7.). Nur sieben Minuten später klingelte es erneut im Kasten des Gastgebers. Eine Flanke von Schmitz fand in Marko Arnautovic einen dankbaren Abnehmer. Der Österreicher nahm den Ball direkt und traf genau in den rechten Winkel.

Nach einer guten halben Stunde erzielte dann Claudio Pizarro in seinem letzten Spiel für Werder einen Treffer. Der Peruaner wurde dabei mustergültig von Tim Borowski bedient, der ebenfalls das letzte Mal im Werder-Dress auflief (31.). Nur eine Minute später machte Denni Avdic den Doppelpack perfekt und baute das Ergebnis auf 4:0 aus. Den größten Jubel während der ersten 45 Minuten erlebten die 4.078 Zuschauer in der 41. Spielminute. Da nämlich markierte Gonzales-Montes den 1:4-Ehrentreffer für den Landesliga-Aufsteiger. Doch auch dieses Tor war noch nicht der Schlusspunkt des ersten Durchgangs, denn Aaron Hunt traf eine Minute vor dem Pausenpfiff zum 5:1 (44.).

 

Nach dem Halbzeit war es erneut Pizarro, der mit seinem letzten Tor für Werder Bremen auf 6:1 erhöhte (46.). Kurz danach folgte der emotionalste Moment des Spiels: Der beste ausländische Torjäger verließ unter tosendem Applaus der Zuschauer den Platz und schloss mit dieser Auswechslung das Kapitel Werder Bremen. „Das sind sehr traurige Augenblicke für mich", verriet Pizarro auf dem Weg zum Mannschaftsbus kurz und knapp. „Claudio hat uns mitgeteilt, dass er den Verein verlassen wird und da war es klar, dass irgendwann der letzte Augenblick kommt. Es war ein emotionaler Moment", so Cheftrainer Thomas Schaaf. „Wir haben uns im Vorfeld schon verabschiedet, aber das war trotzdem nochmal eine traurige Situation", verriet Klaus Allofs.

Marko Arnautovic traf mit einem sehenswerten Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0.

Für den 33-Jährigen kam Lennart Thy in die Partie und fügte sich gleich gut ein. Aus spitzem Winkel traf der 19-Jährige mit einem gefühlvollen Lupfer zum 7:1 (53.). In der 59. Minute kommt der auffällige da Silva Oliveira zu einer guten Torchance, als er mit Marcus Richter auf das Tor von Christian Vander zurennt. Glück für Werder, dass da Silva nur ganz knapp über den Kasten köpft. Danach gab es keine zwingenden Torchancen mehr, aber noch einige unterhaltsame Momente. Zwar hatte Werder auch im Anschluss durch Thy, Avdic, Trinks und Co. noch einige Möglichkeiten, das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten, ein Treffer wollte aber nicht mehr gelingen.

Aus Cuxhaven berichten Dominik Kupilas und Ronja Bomhoff

FC Eintracht Cuxhaven 01: Glüsing (78. Ihlemann)- Gilmut, da Silva (88. Dombrowski), Szybora, Garcia-Parracho (46. Amador), Milakovic (77. Conesa-Gomez), Helgason, Meyer, Wöhlkens (63. Alimovic), Richter (83. Blanco), Gonzales-Montes (89. Subasic); auf der Bank: Ihlemann - Subasic, Canesa-Gomez, Dombrowski, Amador, Alimovic, Blanco

SV Werder Bremen: Mielitz (46. Vander)- Affolter, Naldo (46. Prödl), Borowski (46. Ignjovski), Arnautovic , Fritz (46. A. Stevanovic), Avdic, Schmitz (46. Trinks), Hunt (60. P.Stevanovic), Pizarro (49. Thy), Trybull

Tore: 0:1 (7.) Avdic, 0:2 (14.) Arnautovic, 0:3 (31.) Pizarro, 0:4 (33.) Avdic, 1:4 (41.) Gonzales-Montes, 1:5 (44.) Hunt, 1:6 (46.) Pizarro, 1:7 (53.) Thy

Schiedsrichter: Bastian Mertel (Bramstedt)


Jahnplatz an der Beethovenallee: 4.078 Zuschauer