Umkämpftes Remis in Köln

Markus Rosenberg brachte die Grün-Weißen in Führung, doch sein Treffer reichte nicht für drei Punkte.
1. FC Köln
Samstag, 07.04.2012 // 17:23 Uhr

Werder Bremen kehrt mit einem Punkt aus Köln zurück. In einer zerfahrenen Partie mit außergewöhnlich vielen Unterbrechungen gingen die Grün-Weißen nach einem Konter durch Rosenberg in Führung (24.), bevor Jemal einen Eckball noch vor der Pause zum 1:1-Ausgleich ins Netz köpfte (39.). In der zweiten Halbzeit einer mäßigen Bundesligapartie fielen keine weiteren Tore.

Zwei Wechsel in der Startelf: Anders als vor einer Woche gegen Mainz erhielt diesmal Lukas Schmitz den Vorzug vor Florian Hartherz auf der linken Abwehrseite. Zudem rutschte Marko Marin für den verletzten Philipp Bargfrede in die Anfangsformation. Werders Zehner begann auf der Spielmacherposition, während Aleksandar Ignjovski auf die Sechs und Clemens Fritz auf die defensive rechte Außenbahn rückte.

Werder Bremen kehrt mit einem Punkt aus Köln zurück. In einer zerfahrenen Partie mit außergewöhnlich vielen Unterbrechungen gingen die Grün-Weißen nach einem Konter durch Rosenberg in Führung (24.), bevor Jemal einen Eckball noch vor der Pause zum 1:1-Ausgleich ins Netz köpfte (39.). In der zweiten Halbzeit einer mäßigen Bundesligapartie fielen keine weiteren Tore.

Zwei Wechsel in der Startelf: Anders als vor einer Woche gegen Mainz erhielt diesmal Lukas Schmitz den Vorzug vor Florian Hartherz auf der linken Abwehrseite. Zudem rutschte Marko Marin für den verletzten Philipp Bargfrede in die Anfangsformation. Werders Zehner begann auf der Spielmacherposition, während Aleksandar Ignjovski auf die Sechs und Clemens Fritz auf die defensive rechte Außenbahn rückte.

Rosenberg verwertet starke Marin-Vorlage zum 1:0

Markus Rosenberg unmittelbar vor seinem 7. Saisontor.

Die Partie begann recht zerfahren. Während die Kölner sich von Anfang an sehr bissig präsentierten, zog Werder Bremen sich etwas zurück und hielt kompakt dagegen. So blieben Torszenen in der Anfangsphase eine Ausnahmeerscheinung. Die erste halbwegs gefährliche Gelegenheit hatte der FC, doch Lanigs Versuch aus zwölf Metern flog einige Meter übers Tor (18.). Werder holte zwar einige Standardsituationen heraus, strahlte aber nur nach eigenen Kontern wirklich Torgefahr aus. So wie in der 21. Minute, als Marin in aussichtsreicher Position an einer Hereingabe von Rosenberg vorbeisäbelte.

Den nächsten Konter spielten die Grün-Weißen dagegen mustergültig aus: Marin legte den Ball aus der Mitte perfekt in den Lauf von Rosenberg, der über rechts in den Sechzehner eindrang, die Ruhe behielt und den Ball zum 1:0 in die lange Ecke schob (24.). Die Antwort des FC ließ keine zwei Minuten auf sich warten. Podolski schnappte sich die Kugel, drehte sich blitzschnell um Affolter herum und zog von der Strafraumkante knallhart ab (26.). Doch Werders Keeper Wiese hatte aufgepasst und parierte stark.

Bitteres Gegentor vor der Pause

Kölns Tunesier Ammar Jemal (links) traf nach umstrittenem Eckball zum Ausgleich.

Die Kölner machten das Spiel jetzt schneller und kamen kurz darauf zur nächsten dicken Chance. Nach einer Flanke von links stand Lanig am langen Pfosten blank, köpfte sich den Ball aber gegen das eigene Knie und versuchte dann den Abpraller mit gestrecktem Fuß über die Linie zu drücken. Werders Nummer eins hielt ebenfalls mit ausgestrecktem Bein dagegen und rettete in klassischer Wiese-Manier spektakulär (33.).

Sechs Minuten später war es dann aber so weit. Nachdem Jemal den Ball über die Torauslinie bugsiert hatte, aber trotzdem einen Eckball zugesprochen bekam, köpfte er Podolskis Ecke unter die Latte (39.). Ignjovski versuchte noch auf der Linie zu klären, konnte den Ausgleichstreffer aber nicht mehr verhindern. Mit dem zwar in der Entstehung glücklichen, aber nicht gänzlich unverdienten 1:1 ging es in die Kabine.

Wenig Fußball in der zweiten Hälfte

Nach dem Seitenwechsel war es wieder der FC, der das erste Ausrufezeichen setzte. Podolski kam aus 16 Metern kaum bedrängt zum Abschluss, hämmerte das Leder aber weit übers Tor (48). Die Präzision fehlte kurz darauf auch Jemal, der aus 30 Metern mit gut zehn Metern Anlauf abzog, doch Wiese musste nicht eingreifen (54.).

Abgesehen vom Anfangshoch der Kölner hatte die zweite Halbzeit außer einer Vielzahl von Zweikampfsituationen und Unterbrechungen wenig zu bieten. Werder kam kurz nach der Einwechslung von Boenisch (61. für den angeschlagenen Junuzovic) erst in der 66. Minute zur ersten Gelegenheit in der zweiten Hälfte, als Marin einen Freistoß vom linken Strafraumeck einige Zentimeter über das Tor zirkelte.

Podolski machte es nicht besser, als er einen Freistoß aus 22 Metern halbrechter Position in die Mauer schoss (72.). Wenig später hatten die Gastgeber dann aber doch noch eine richtig gute Torchance, als Brecko am Fünfer auf Clemens spielte. Bevor der Kölner abziehen konnte, war jedoch abermals Wiese zur Stelle, der entschlossen herauskam und das 1:2 verhinderte (75.).

Viele Fouls, wie dieses von Peszko gegen Sokratis, prägten die Partie.

In der Schlussphase wurden die Grün-Weißen noch einmal aktiver, verpassten es aber durch zu ungenaue Abspiele, sich Torgelegenheiten zu erspielen. Erst in der zweiten Minute der Nachspielzeit konnten die 3.500 mitgereisten Werder-Fans noch einmal hoffen, als Marin einen Freistoß in den Fünfmeterraum flankte und Rensing sich verschätzte. Doch die Bremer konnten den kleinen Fehler nicht nutzen und es blieb beim 1:1-Unentschieden.

von Christoph Muxfeldt

Stimmen zum Spiel folgen im Laufe des Abends auf WERDER.DE