Naldo endgültig wieder mittendrin

Herzlich willkommen zurück, Naldo! Auch Sebastian Boenisch freute sich am Mittwoch über die Rückkehr des brasilianischen Innenverteidigers.
Profis
Mittwoch, 21.03.2012 // 14:32 Uhr

„Schön, dass du wieder da bist", „Herzlich willkommen zurück", „Wir haben dich vermisst" - als Naldo am Mittwochvormittag das Trainingsgelände verließ, bekam Werders brasilianischer Innenverteidiger von allen ...

„Schön, dass du wieder da bist", „Herzlich willkommen zurück", „Wir haben dich vermisst" - als Naldo am Mittwochvormittag das Trainingsgelände verließ, bekam Werders brasilianischer Innenverteidiger von allen Seiten ausschließlich nette Worte mit auf den Weg Richtung Kabine. Er hatte soeben seine erste vollständige Einheit im Kreise der Teamkollegen durchlaufen und erfolgreich bestanden. „Es war super. Ich hatte keine Schmerzen und freue mich einfach nur, wieder im Training zu sein. Das war ein Riesenschritt für mich", teilte Naldo freudig mit.

Nach seiner Knieverletzung, die er sich im Trainingslager in Belek Anfang dieses Jahres zuzog, stand der Brasilianer nach einem ersten „Antasten" am letzten Sonntag am Mittwochvormittag demnach wieder auf dem Trainingsgelände am Weser-Stadion. Zuletzt arbeitete sich der 29-Jährige Stück für Stück zurück zur Mannschaft, angefangen von Übungen im Fitnessraum über Lauftraining hin zu individuellen Einheiten auf dem Feld.

Naldo dazu: „Ich danke ‚Wolle' und Benni, aber auch dem gesamten Physio-Team, dass sie in den letzten Wochen so intensiv mit mir gearbeitet haben. Ich kann mich noch an den ersten Tag mit Benni erinnern. Das war furchtbar anstrengend. Jetzt fühle ich mich wieder richtig gut." Das Spiel gegen Augsburg ist für den Abwehrspezialisten jedoch noch kein Thema: „Ich werde mir keinen Stress machen. In der nächsten Woche bin ich vielleicht wieder bei 100 Prozent."

"Er war heute das erste Mal wieder dabei. Wir sind froh, dass er an allen Dingen teilnehmen konnte, müssen aber geduldig mit ihm sein und ihm Zeit geben, konstant am Mannschaftstraining teilzunehmen. Von mir wird man nicht hören, dass ich ihm einen Zeitrahmen vorgebe", freute sich Cheftrainer Thomas Schaaf über die Rückkehr seines brasilianischen Schützlings, bremste aber gleichzeitig vor zu großen Erwartungen.

Auf Sokratis musste Bremens Übungsleiter hingegen 15 Minuten vor Ende verzichten. „Er hat ein bisschen was in der Muskulatur gespürt", bezog Schaaf zum vorzeitigen Abgang des Griechen Stellung. Noch gar nicht mitwirken konnte Mehmet Ekici. „Memo hat Probleme mit der Beckenstellung. Er wurde behandelt, wird behandelt, wir hoffen natürlich, dass es besser wird. Im Moment sieht es jedenfalls ganz gut aus", sagte der Werder-Coach weiter.

Neben Naldo kehrten auch Tom Trybull (Oberschenkelprobleme) sowie Aleksandar Stevanovic am Mittwoch zurück ins Teamtraining. Fast vier Monate fehlte der Serbe aufgrund eines Kreuzbandanrisses. „Es ist gut, dass ich nach dieser Zeit wieder mittrainieren kann. Höchstwahrscheinlich werde ich mir demnächst die Spielpraxis über die U 23 verschaffen", äußerte sich der 20-Jährige.

Eine individuelle Einheit mit Ball durchlief auf dem Abschlusstrainingsplatz Marko Marin. „Mein Ziel ist es, morgen wieder einzusteigen", so der 23-Jährige. Den Untergrund für eine weitere Laufeinheit wechselte hingegen Predrag Stevanovic, der am Vortag noch mit Marin und Aaron Hunt auf der Tartanbahn bei „Platz 11" unterwegs war. Platz 10 war der neue Schauplatz, zu Stevanovic gesellte sich Florian Trinks. „Meiner Wade geht es wesentlich besser. Die Flüssigkeit ist fast komplett raus. Ich denke, dass ich morgen oder Donnerstag wieder dabei sein kann", zeigte sich der 20-Jährige positiv gestimmt.

Den Fitnessraum verlassen konnte indes nach langer Zeit mal wieder Tim Borowski. Der Mittelfeldmann, der seit mehreren Monaten an Sprunggelenksproblemen laboriert und deshalb nach wie vor ein Reha-Programm durchläuft, stieg am Mittwoch für eine kleine „Tour" aufs Fahrrad. „Das war ein weiterer Fortschritt. Ich habe die Belastung gut verkraftet. Ich versuche, am Ende dieser Woche wieder ins Lauftraining einzusteigen", gab „Boro" nach einer gemeinsamen Fahrt mit Tim Wiese Auskunft.

Viele Spieler sind zurzeit nicht einsatzfähig, einige kehren hingegen nach und nach zurück. Keine befriedigende Situation für Thomas Schaaf: "Wir müssen uns von Tag zu Tag gedulden. Im Moment lässt es sich etwas positiver an. Dennoch müssen wir schauen, warum so viele Spieler verletzt sind. Dabei wird jeder einzeln betrachtet. Es ist sehr wichtig, dass jeder Einzelne dafür sorgt, dass auch Kleinigkeiten vernünftig behandelt werden. Wir schauen da natürlich nicht lapidar drüber hinweg."

von Timo Volkmann und Adrian Rehling