Gute Stimmung vor Duell mit Vorjahres-Lieblingsgegner

Claudio Pizarro schirmt den Ball erfolgreich vor Freiburgs Abwehrmann Oliver Barth ab: Auch im Rückspiel wollen die Bremer 3 Punkte gegen die Breisgauer einfahren, nachdem man im Oktober im Weser-Stadion mit 2:1 gewann.
Freitag, 04.03.2011 // 15:34 Uhr

Ein Blick auf die Statistik zwischen Werder Bremen und dem SC Freiburg tut gut und macht Hoffnung auf den zweiten Sieg der Rückrunde. Die letzten fünf Vergleiche wurden gewonnen, die letzten beiden Gastspiele gar jeweils mit 6:0 und als die Breisgauer den Grün-Weißen die letzte von insgesamt nur fünf Bundesliga-Niederlagen (16 Siege, zwei Unentschieden) zugefügt hatten, standen noch Legenden wie Marco Bode, Dieter Eilts oder Andreas Herzog auf dem Platz.

Ein Blick auf die Statistik zwischen Werder Bremen und dem SC Freiburg tut gut und macht Hoffnung auf den zweiten Sieg der Rückrunde. Die letzten fünf Vergleiche wurden gewonnen, die letzten beiden Gastspiele gar jeweils mit 6:0 und als die Breisgauer den Grün-Weißen die letzte von insgesamt nur fünf Bundesliga-Niederlagen (16 Siege, zwei Unentschieden) zugefügt hatten, standen noch Legenden wie Marco Bode, Dieter Eilts oder Andreas Herzog auf dem Platz.

Gute Spielkultur und viel Selbstvertrauen

In der letzten Saison setzte es für den SC gegen Werder eine 0:6 Heim- und eine 0:4 Auswärtsniederlage.

Doch aus diesem erfreulichen Zahlenwerk Schlüsse auf das am Sonntag, 06.03.2011, 15.30 Uhr anstehende Spiel im Freiburger badenova-Stadion zu ziehen, wäre natürlich gewagt. Denn wie schon vor der Hinrundenpartie sind die Rollen zwischen Werder und seinem Vorjahres-Prügelknaben von der Dreisam in diesem Jahr vertauscht: Freiburg schnuppert weiterhin an den internationalen Plätzen, während die Grün-Weißen der Abstiegszone immer noch bedrohlich nah sind.

Entsprechend fällt die Wertschätzung des nächsten Gegners bei Cheftrainer Thomas Schaaf aus: „Die Freiburger haben eine gute Spielkultur, mein Kollege macht dort hervorragende Arbeit. Man hat schon in der Vorbereitung gesehen, dass sie ein gutes Team zusammengebaut haben und gut harmonieren. Das hat sich über die Saison fortgesetzt, so dass sie nun großes Selbstvertrauen haben."

Der Last-Minute-Ausgleich "hat etwas bewirkt"

Ob Wesley auch im Rückspiel gegen Freiburg dabei ist, ist noch offen.

Doch trotz des bislang wenig zufriedenstellenden Saisonverlaufs, haben auch die Werder-Profis neues Selbstvertrauen getankt, Sebastian Prödls spätem 2:2-Ausgleichstreffer gegen Bayer Leverkusen sei Dank. „Das hat natürlich etwas bewirkt. Dieses Tor hat gezeigt, dass man wieder aufgestanden ist. Die Mannschaft hat sich gewehrt und dass das belohnt worden ist, war wichtig und hat für positive Stimmung gesorgt", konstatiert Schaaf nach der bisherigen Trainingswoche. Der Wille, konstant gute Leistungen abzurufen, sei erkennbar und „das macht Hoffnung für Sonntag."

Wie den rund 2.000 Werder-Fans, die die 700 Kilometer lange Reise ins Breisgau antreten werden, bleibt Clemens Fritz am Sonntag nur die Zuschauerrolle. Der 30-Jährige fehlt wegen einer Gelb-Sperre. Neben den Langzeitverletzten fällt vermutlich auch Aaron Hunt aus, hinter einem Einsatz von Dominik Schmidt und Wesley stehen ebenfalls noch Fragezeichen. Doch auch die Breisgauer können nicht aus dem Vollen schöpfen. Verteidiger Mensur Mujdza muss genau wie Fritz wegen der fünften Gelben Karte zuschauen, während Julian Schuster, der beim 2:1-Sieg im Hinspiel das Freiburger Tor erzielte, wegen einer Erkrankung passen muss.

Dutt: "Eine ganz schwierige Aufgabe"

Hinspieltorschütze Julian Schuster, hier im Bodenkampf mit Marko Marin, fehlt am Sonntag.

Wie im Hinspiel fehlt weiterhin auch Keeper Simon Pouplin, der seither bravourös von U 21-Nationaltorwart Oliver Baumann vertreten wird. Und der 20-Jährige gibt sich vor dem 25. Spieltag selbstbewusst. „Einfach wird es sicher nicht, wir haben jetzt ja gegen Bremen nicht die ganz tolle Bilanz. Wobei man sagen muss, dass wir in der Hinrunde beim 1:2 nur ganz knapp am Unentschieden vorbeigeschrammt sind. Und am Samstag ist auf jeden Fall ein Sieg für uns drin, Werder ist angeschlagen, und wir wollen mit dem Publikum im Rücken eine gute Leistung zeigen", wurde Baumann unter der Woche auf der Website der Breisgauer zitiert.

Ähnlich selbstbewusst äußert sich Freiburgs Coach Robin Dutt, der noch keinen Punkt gegen Werder holen konnte, aber hofft, „dass sich diese Statistik am Sonntag ändert. Für uns wird es gegen diese Bremer Mannschaft eine ganz schwierige Aufgabe. Aber wir wollen die drei Punkte holen."

Christoph Muxfeldt