Meisterprüfung: Werder startet hochkonzentriert

Der Trainingsauftakt am Montagnachmittag läutete die intensive Vorbereitung auf das Dortmund-Spiel am Wochenende ein.
Profis
Montag, 02.05.2011 // 18:00 Uhr

Sicherlich ging den Werderanern das enttäuschende 0:1 vom Freitagabend am Wochenende noch durch den Kopf. Cheftrainer Thomas Schaaf hatte ihnen zwei trainingsfreie Tage zugestanden, um ...

Sicherlich ging den Werderanern das enttäuschende 0:1 vom Freitagabend am Wochenende noch durch den Kopf. Cheftrainer Thomas Schaaf hatte ihnen zwei trainingsfreie Tage zugestanden, um noch einmal Kraft im Abstiegskampf zu sammeln. „Wir haben intensiv gearbeitet, waren lange zusammen und haben die Situation, jetzt mal ein Freitagsspiel gehabt zu haben", begründete der Coach seine Maßnahme. „Das ist keine Belohung für die Partie. In unserer personellen Situation müssen wir sehr sensibel sein", fügte Geschäftsführer Klaus Allofs hinzu.

Spätestens seit dem Nachmittag blicken die Grün-Weißen jedoch wieder nach vorne. Mit der ersten Trainingseinheit der Woche starteten die Mannen von Cheftrainer Thomas Schaaf in den absoluten Saisonendspurt. Und das bedeutet: Vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz bei noch zwei ausstehenden Spielen. Ausgerechnet jetzt kommt der frisch gebackene Deutsche Meister Borussia Dortmund am Samstag ins Weser-Stadion, könnte man denken. Ein Vor- oder eher ein Nachteil für Werder? „Sie sind Meister und können befreit aufspielen", meint Marko Marin. „Sie haben keinen Druck mehr." Der 22-Jährige betont jedoch auch, „dass die Situation der Borussia für uns keine Bedeutung haben sollte. Wir dürfen uns nicht darauf einlassen, was Dortmund macht." Ähnlich bewertet Cheftrainer Thomas Schaaf die Ausgangslage vor dem Duell mit den Schwarz-Gelben. „Ich mache mir keine Gedanken und den BVB", so Schaaf, vielmehr müssen „wir unsere eigenen Sachen auf die Reihe bekommen". Denn abgesehen von bereits gewonnen Titeln ist sich auch Aaron Hunt sicher, „dass sie auf jedes Spiel Lust haben und auch jedes unbedingt gewinnen wollen".

Um drei Punkte gegen die Westfalen einfahren zu können, muss sich dann aber einiges ändern. „Wir hatten viel mehr Ballbesitz und haben mehr Zweikämpfe gewonnen", sagt Marko Marin rückblickend auf die Partie gegen Wolfsburg, „das Zwingende hat aber einfach gefehlt. Wir haben die Tore nicht gemacht." Auch deshalb hoffen die Grün-Weißen auf eine baldige Rückkehr von Sandro Wagner. Werders Top-Torschütze der letzten Wochen konnte am Montag zwar noch nicht wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren, stellte aber in den vergangenen Tagen eine Besserung seiner Sprunggelenksprobleme fest. „Es fühlt sich schon wieder ganz gut an, ich fühle mich sicherer in meinen Bewegungen und arbeite intensiv an meiner Rückkehr auf den Platz", erklärte der Angreifer nach einer weiteren individuellen Einheit im Kraftraum am Nachmittag. „Ich hoffe, dass ich rechtzeitig zum letzten Heimspiel in dieser Saison wieder fit bin", so der 23-Jährige, der optimistisch ist, die Mannschaft am Samstag wieder unterstützen zu können. Wann Denni Avdic und Tim Borowski wieder zur Verfügung stehen, bleibt indes abzuwarten. Beide absolvieren derzeit nur individuelle Einheiten.