Lehrreich auf allen Ebenen

Frank Bender im Viererketten-Gespräch

Frank Bender und Werders U 16 gehen motiviert ins neue Jahr (Foto: WERDER.DE).
U16
Mittwoch, 27.12.2017 // 12:08 Uhr

Von Marcel Kuhnt

Der Jahreswechsel steht vor der Tür, die Hinrunde der Saison 2017/18 ist Geschichte. Zeit, um ein erstes sportliches Fazit zur bisherigen Spielzeit der Werder-Teams zu ziehen. WERDER.DE hat sich für das Interview-Format Viererkette mit den Trainern der Frauen-Teams und des WERDER Leistungszentrums getroffen, um deren Resümees zur ersten Saisonhälfte zu lauschen. Viererkette heißt: Drei allgemeine Fragen plus eine speziell auf ihr Team zugeschnittene. So auch bei Trainer Frank Bender, der auf die letzten Monate seiner U 16 zurückblickt.

Als Vierter in der Regionalliga Nord steht Werders U 16 auch in dieser Saison wieder gut dar. Nach sieben Siegen, zwei Unentschieden und vier Niederlagen stehen den Grün-Weißen 23 Punkte zu Buche. Damit ist das Team von Frank Bender die zweitstärkste U 16 der Liga, in der zehn U 17-Mannschaften antreten. Einzig der VfL Wolfsburg, der noch in Schlagdistanz ist, kann auf eine erfolgreichere Hinserie blicken.

So wie sie als Team auftreten, haben wir uns das vorgestellt.
Frank Bender, Trainer der U 16

Was für ein Fazit kann man nach der Hinserie ziehen?

Frank Bender: "Die Hinrunde mit den Jungs war sehr abwechslungsreich und hat viel Spaß gemacht. Wir hatten viele gute Spiele dabei, hatten aber auch Partien, die wir überlegen gestaltet jedoch nicht gewonnen haben. Aufgrund des Auftretens und der Spielverläufe haben wir nicht die Anzahl an Punkten eingefahren, die wir hätten holen können. Durch mehr Ruhe und Effizienz in der Offensive sowie höhere Aggressivität und Cleverness in der Defensive, hätte sich die Mannschaft öfter belohnen können."

Was war die positive Überraschung der Hinserie?

Frank Bender: "Ich finde es schwierig eine Halbserie an Einzelnen festzumachen. Was uns mit Sicherheit gut gelungen ist, war die Integration unserer Internatsneuzugänge. Lasse Rosenboom, Tim-Justin Dietrich und Adrian Jusufi haben sich alle drei zu Stammspielern entwickelt. Lasse und Tim sind zu Lehrgängen der U 16 Nationalmannschaft eingeladen worden und Adrian hat zur Zeit die meisten Tore geschossen. Da haben wir ein gutes Auge bewiesen. Ansonsten glänzt die Mannschaft durch ihre Geschlossenheit. So wie sie als Team auftreten, haben wir uns das vorgestellt."

Wie sehen eure Ziele für die Rückrunde aus?

Frank Bender: "Wie angesprochen haben wir Partien gehabt, die wir aufgrund unserer spielerischen Überlegenheit hätten gewinnen müssen. Solche Spiele sind sehr ärgerlich, wenn du sie nicht erfolgreich abschließt. Wenn so etwas vorkommt, muss man die Situation analysieren und daran arbeiten. Das machen wir permanent und sind guter Dinge, dass wir auf dem richtigen Weg sind, um es in der Rückrunde besser zu machen."

Das Team tritt sehr oft gegen Ältere an. Ist das schwer?

Frank Bender: "Es ist sehr schwer, da es in jeglicher Hinsicht ein Unterschied zur U 15 ist. Zuvor traten sie nur gegen Gleichaltrige an. In der U 16 dreht sich das völlig. Neben den vereinzelten U 16-Teams der übrigen Nachwuchsleistungszentren, spielst du nur gegen Ältere. Es ist daher nicht selbstverständlich, dass du in der Regionalliga Nord so viele Spiele gewinnst. Das Jahr ist daher unfassbar lehrreich. Die Jungs profitieren durch die Situation und müssen in jedem Spiel an ihre Grenzen gehen. Dabei treten sie oftmals gegen Teams an, die als Spielgemeinschaft die Talente einer ganzen Region repräsentieren, was eine große Herausforderung ist. Wenn es dann so gut klappt wie zuletzt gegen Nettelnburg, ist es umso schöner."