Wahnsinn! Werders U17 steht nach 9:8 i.E. im Finale

Grenzenloser Jubel bei Werders Nachwuchstalenten. Torhüter Yannick Viol avancierte mit einem gehaltenen Elfmeter zum Matchwinner.
Junioren
Mittwoch, 01.06.2011 // 21:39 Uhr

Finale, oho! Werders U17-Junioren haben das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft erreicht. Am Mittwochabend setzten sich die Schützlinge von Trainer Victor Skripnik mit 9:8 nach Elfmeterschießen gegen den VfB Stuttgart durch, die ...

Finale, oho! Werders U17-Junioren haben das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft erreicht. Am Mittwochabend setzten sich die Schützlinge von Trainer Victor Skripnik mit 9:8 nach Elfmeterschießen gegen den VfB Stuttgart durch, der sich zuvor die Meisterschaft in der Süd/Südwest Staffel sichern konnte. Nach regulärer Spielzeit hatte es durch die Treffer von Lukas Fröde (37.) und Erich Berko (56.) 1:1-Unentschieden geheißen. Auch die zwei Mal zehnminütige Verlängerung brachte keine Vorentscheidung (2:2). Den erneuten Führungstreffer durch Patrick Lizius in der 93. Minute konnten die Schwaben wiederum durch Erich Berko quasi mit dem Schlusspfiff egalisieren (96.). Im Elfmeterschießen bewiesen die Werderaner dann Nervenstärke. Torhüter Yannick Viol avancierte mit einem gehaltenen Strafstoß letztlich zum Matchwinner.

Der Spielverlauf:

Werder begann hellwach und hatte die erste Möglichkeit. Eine schöne Hereingabe von Linksaußen Cimo Röcker in den Fünfmeterraum der Gäste fand Alex-Christian Ruf. Der Stürmer leitete die Kugel zu Teamkollege Florian Schmidt weiter, der zum 1:0 für Werder vollendete, das Tor jedoch aufgrund einer Abseitsstellung keine Anerkennung erhielt. In der Folgezeit erhöhten die Schwaben die Schlagzahl. Angriff um Angriff rollte auf das Tor von Werder Schlussmann Yannick Viol, der sich Mitte der ersten Hälfte nicht über einen Rückstand hätte beschweren können. Doch trotz zahlreicher Großchancen und deutlich optischer Überlegenheit, konnte Stuttgart kein Kapital daraus schlagen. Im Gegenteil. Werder schlug eiskalt zurück. Nach 37 Minuten nutzte Lukas Fröde nach einem Eckball eine Unachtsamkeit in der VfB Hintermannschaft zum doch etwas überraschenden 1:0-Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel drängten die Gastgeber mehr und mehr auf den Ausgleich. Werder sah sich zunehmend mit Defensivaufgaben beschäftigt und kassierte nach 56 Minuten das 1:1. Der gerade zuvor eingewechselte Erich Berko war es, der nach einer Ecke mit dem Kopf zur Stelle war. Doch Werder hielt dagegen und versuchte mit Entlastungsangriffen das Spiel in die Hälfte der Schwaben zu verlagern - mit Erfolg. Die Süddeutschen zollten ihrem enorm laufintensiven Spiel zunehmend Tribut und ließen nach. Die Mannschaft von Coach Viktor Skripnik kam nun zu Torgelegenheiten und hätte durch den eingewechselten Christos Almpanis das Spiel fast noch in der regulären Spielzeit entscheiden können. Doch Werders griechischer Angreifer kam bei einer etwas zu lang getimten Flanke einen Schritt zu spät. So blieb es beim 1:1-Unentschieden.

In der Verlängerung bestimmten die Werderaner das Geschehen. Stuttgart hatte Kräfte gelassen und konnte nur noch wenige Akzente setzen. Somit nicht ganz unverdient, gingen die Grün-Weißen durch einen tollen Schlenzer von Patrick Lizius in der 93. Minute in Führung. Im Sechzehnmeterraum der Gastgeber hatte sich der Angreifer die Kugel erobert, einen Gegenspieler aussteigen lassen und überlegt ins rechte obere Toreck gezirkelt. Doch geschlagen war die Mannschaft von Trainer Marc Kienle damit noch nicht. Nur drei Minuten später markierte Erich Berko mit seinem zweiten Treffer den 2:2-Ausgleich (96.). Werder hatte den Ball zuvor nach einem Eckball nicht entscheidend klären können, so dass der VfB-Angreifer aus dem Gewühl heraus einschieben konnte.

Im anschließenden Elfmeterschießen gaben sich beide Teams zunächst keine Blöße. Die ersten sechs Schützen verwandelten allesamt sicher. Den siebten Strafstoß der Schwaben entschärfte Werder-Keeper Viol, der Rest war nur noch grenzenloser Jubel. Doch lange Zeit zum Feiern bleibt nicht. Das Halbfinale war nur der erste Schritt auf dem Weg zum Deutschen Meistertitel. Am Sonntag, 05.06.2011, 11 Uhr, treffen die Werderaner dann auf heimischem Terrain im „Stadion Platz 11" auf den Sieger des zweiten Halbfinales, den 1. FC Köln. Die Rheinländer setzten sich gegen den Nachwuchs von 1899 Hoffenheim mit 3:2 (2:0) durch.

 

Stuttgart: O. Vlachodimos, Mwene, Markovic, Saglam, Sälzle, Gnabry (66. Lohkemper), Khedira (79. Mamba), Mende, Yalcin, Nonnweiler (54. Berko), Werner (91. Maggio)

Werder: Viol , Busch, Fröde, Röcker, von Haacke, Plendiskis, Zwerschke, Aycicek, Ruf (59. Almpanis), Hilßner (63. Robrecht), Schmidt (75. Lizius)

Tore: 0:1 Fröde (37.), 1:1 Berko (56.), 1:2 Lizius (93.), 2:2 Berko (96.)

Elfmeterschießen:
3:2 Yalcin, 3:3 Lizius, 4:3 Mende, 4:4 von Haacke, 5:4 Mwene, 5:5 Röcker, 6:5 Lohkemper, 6:6 Busch, 7:6 Mamba, 7:7 Aycicek, 8:7 Maggio, 8:8 Zwerschke, 8:9 Fröde

Rote Karte: Robrecht (99.)

Schiedsrichter: Weickenmeier (Mühlheim)

Robert-Schlienz-Stadion: 600 Zuschauer

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