Gegen Lübars wieder in die Erfolgsspur zurückfinden

Werder-Coach Holger Stemmann erwartet einen starken Gegner am Sonntag.
Frauen
Mittwoch, 27.10.2010 // 16:58 Uhr

Nach zwei Niederlagen in Folge wollen Werders Fußballerinnen am kommenden Wochenende wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Zum Abschluss der Hinrunde in der 2. Frauen-Bundesliga empfangen die Grün-Weißen am Sonntag, 31.10.2010, um 14 Uhr den 1. FC Lübars im Stadion „Platz 12“.

 

„Wir sind davon überzeugt, nach den Niederlagen die richtigen Hebel gefunden zu haben. Wir haben das spielfreie Wochenende genutzt, die Belastungen zunächst zu drosseln, um uns in dieser Woche mit neuen Kräften intensiv auf das Spiel vorzubereiten“, blickt Werder-Coach Holger Stemmann auf die Partie.

 

Das Duell gegen den 1. FC Lübars ist wohl eines der interessantesten Duelle, das in dieser Saison auf Werders Fußballerinnen in der 2. Bundesliga wartet. Denn der Aufsteiger aus Berlin war lange Zeit der große Unbekannte in dieser Spielzeit. „Besonders zum Auftakt war nicht abzusehen, welche Rolle Lübars in dieser Saison spielen wird“, so Trainer Holger Stemmann.

 

Wenige Wochen nach dem Saisonbeginn war jedoch klar: Lübars zählt zu den stärksten Teams der Liga. Zwar musste die Mannschaft von Trainer Jürgen Franz zum Saisonstart eine deutliche 1:6-Niederlage gegen den aktuellen Tabellenführer Hamburger SV II hinnehmen, doch seitdem hat sich die Mannschaft bis in die Spitze der Liga gespielt und mischt vorne mit (Platz 4). Zuletzt besiegte der 1. FC die zweite Mannschaft des 1. FFC Turbine Potsdam eindrucksvoll mit 5:2. „Das wird ein schweres Spiel. Nach leichten Startschwierigkeiten ist Lübars jetzt voll in der Liga angekommen und steht zu Recht mit oben in der Tabelle“, so die Einschätzung von Werder-Trainer Stemmann.

 

Nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga verzeichnete der 1. FC Lübars, der seit 2008 eng mit Kooperationspartner Hertha BSC zusammenarbeitet, kaum Abgänge im Team. Die Regionalliga-Mannschaft wurde jedoch deutlich verstärkt. Allein sieben Spielerinnen wechselten von Erstligaabsteiger Tennis Borussia Berlin zum Nachbarbverein – darunter auch die Torjägerinnen Aylin Yaren (8 Tore) und Anna-Sophie Fechner (5 Tore).

 

Werders Defensive ist also gewarnt. Und die könnte am Sonntag zusätzliche Unterstützung erhalten, denn sowohl Mira William als auch Stephanie Schröder könnten dann wieder dabei sein. „Hinter den Einsätzen sind noch leichte Fragezeichen, da muss man noch abwarten“, erklärt Stemmann. Die Liste mit den Ausfällen ist dennoch weiterhin lang: Liva Zunker hat zwar das Lauftraining wieder aufgenommen und Fiona Rolfs und Saskia Mauckisch befinden sich im Aufbautraining, doch die Rückkehr des Trios auf den grünen Rasen ist wie auch bei den Langzeitverletzten Sarah Schneider (Reha nach Kreuzbandriss) und Alexandra De Nuzzo (Reha nach Kniespiegelung) noch nicht abzusehen.

 

Zum Spitzenspiel in der Verbandsliga Bremen kommt es wenige Stunden zuvor auf dem Kunstrasenplatz 17 am Weser-Stadion. Um 11 Uhr empfängt Tabellenführer Werder Bremen II dann den ebenfalls noch ungeschlagenen Verfolger ATS Buntentor. Mit dem Spitzenreiter bekommt es Werders U 17 am Samstag zu tun. Um 12 Uhr treffen die B-Juniorinnen auf die vereinseigene 4. C-Jugend der Grün-Weißen. Ein Heimspiel wartet zwei Stunden später auch auf Werders C-Juniorinnen, die um 14 Uhr die SG Findorff empfangen.

 

Die Ansetzungen der Werder-Frauen im Überblick:

 

Samstag, 30.10.2010:

Werder U 17 – Werder IV um 12 Uhr auf Platz 17.

Werder U 15 – SG Findorff um 14 Uhr auf Platz 17.

 

Sonntag, 31.10.2010:

Werder Bremen – 1. FC Lübars um 14 Uhr im Stadion „Platz 12“.

Werder Bremen II – ATS Buntentor um 11 Uhr auf Platz 17.

 

Norman Ibenthal