Erneut vorne

Alexander Kluge im Viererketten-Gespräch

Trainer Alexander Kluge will auch 2018 mit Werder II angreifen (Foto: Haß).
2. Frauen
Mittwoch, 27.12.2017 // 11:52 Uhr

Von Marcel Kuhnt und David Steinkuhl

Der Jahreswechsel steht vor der Tür, die Hinrunde der Saison 2017/18 ist Geschichte. Zeit, um ein erstes sportliches Fazit zur bisherigen Spielzeit der Werder-Teams zu ziehen. WERDER.DE hat sich für das Interview-Format Viererkette mit den Trainern der Frauen-Teams und des Werder-Leistungszentrums getroffen, um deren Resümees zur ersten Saisonhälfte zu lauschen. Viererkette heißt: Drei allgemeine Fragen plus eine speziell auf ihr Team zugeschnittene. Diesmal spricht Alexander Kluge über Werders 2.Frauenmannschaft.

Im letzten Jahr feierte die 2. Frauen der Grün-Weißen die Meisterschaft in der Regionalliga Nord. Zum Jahreswechsel steht die Elf von Alexander Kluge erneut an der Spitze. Nach einem holprigen Start kam der Titelverteidiger immer besser in die Spur. Im neuen Jahr will der SVW an die Entwicklung anknüpfen und weitere Punkte einfahren.

Wir sind auf jeden Fall im Meisterschaftrennen.
Alexander Kluge, Trainer der 2. Frauen

Was für ein Fazit kann man nach der Hinserie ziehen?

Alexander Kluge: "Wir haben im letzten Jahr eine richtig starke Saison gespielt und mussten in der Folge Abgänge von einigen Leistungsträgerinnen verkraften. Unser Team ist dadurch noch jünger geworden. Man merkt schon, dass sich die Jüngeren an die Spielweise im Frauenbereich gewöhnen mussten. Unser Start mag deswegen etwas durchwachsen gewesen sein. Nach einer gewissen Zeit sind wir richtig gut reingekommen und haben unsere Punkte eingefahren. Zwischendurch gab es zwar immer mal wieder Spiele, die uns einiges gelehrt haben. Aber insbesondere aus Niederlagen wie gegen Meppen oder St. Pauli konnten wir lernen und uns anhand der neuen Erkenntnisse verbessern."

Was war die positive Überraschung der Hinrunde?

Alexander Kluge: "In dieser Saison ist vor allem das gefestigte Mannschaftsgefüge etwas, was mich vielleicht nicht unbedingt überrascht, aber doch sehr freut. Wenn Spielerinnen aus der 1. Mannschaft für ein Spiel zu uns kommen und Mädels aus der Zweiten auf die Bank verdrängen, meckert niemand, sondern unterstützt die anderen Kolleginnen so gut es geht von außen. Das ist sehr bemerkenswert. Da gibt es in dieser Saison gar nicht die herausragende Einzelspielerin, die jetzt zum Beispiel mit besonders vielen Toren glänzt. Vielmehr macht die Balance in der Mannschaft unseren Erfolg in dieser Saison aus."

Wie sehen eure Ziele für die Rückrunde aus?

Alexander Kluge: "Wir wollen so lange wie möglich oben mitspielen und am Ende so gut wie möglich abschneiden. Wir wissen, dass wir mit unserer jungen Mannschaft sicherlich auch in der Rückrunde noch den ein oder anderen Rückschlag verkraften müssen, aber oben dranzubleiben, ist dennoch unser Ziel. Ebenso wollen wir jede einzelne Spielerin weiterbringen."

Habt ihr nach dem Titelgewinn in der letzten Saison einen besonderen Ansporn, diesen zu verteidigen?

Alexander Kluge: "Unsere Ausgangsposition ist nicht die allerschlechteste. Wir sind auf jeden Fall im Meisterschaftrennen, was sehr positiv ist. Unser Ansporn für die Rückrunde ist es, noch mehr Stabilität in unser Spiel zu bringen. Sollten wir das schaffen, wäre eine Titelverteidigung nicht unmöglich. Die Konkurrenz ist mit Bramfeld, Limmer, Meppen und St.Pauli jedoch extrem stark."