Wieder 4:2! Frauen in Topform!

Rackerte, kämpfte - und traf zum 4:2. Maren Wallenhorst (r.). (Foto: Gloth).
Frauen
Sonntag, 07.09.2014 // 15:09 Uhr

Am 2. Spieltag der Saison 2014/2015 mussten Werder Bremens Frauenfußballerinnen beim FSV Gütersloh antreten - und meisterten diese Aufgabe mehr als souverän. Denn obwohl das Freyhat-Team zur Pause zurücklag, konnten die Grün-Weißen den Spielstand noch drehen und die Partie letztlich mit 4:2 (1:2) für sich entscheiden.

Aufstellung und Formation: Lediglich eine Änderung im Vergleich zum Spiel gegen Lübars nahm Werder-Trainerin Chadia Freyhat in ihrer Startelf vor. Verena Volkmer nahm im Defensivverbund den Platz von Pia-Sophie Wolter ein. Ansonsten liefen exakt jene Spielerinnen auf, die in der Vorwoche bereits beim 4:2 erfolgreich waren.

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Höhepunkte des Spiels:

16. Minute: Nach einer anfänglichen Sturm- und Drangphase der Gastgeberinnen reißen die Werder-Frauen das Spiel immer mehr an sich und belohnen sich prompt: Nach einer Eckballhereingabe trifft Lisa-Marie Scholz per Kopf zur 1:0-Führung!

24. Minute: Tor für Gütersloh. Das ging schnell. Nach Vorarbeit von Schmücker und Giard trifft Nina Ehegötz zum Ausgleich.

35. Minute: Werder erarbeitet sich viele Chancen, aber Wallenhorst, Goddard und Co. scheitern jeweils knapp.

37. Minute: Giard, eben noch Vorlagengeberin, trifft nun selbst und dreht das Spiel. Jetzt führt hier der FSV Gütersloh.

47. Minute: Direkt nach dem Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit gibt es die Rote Karte für Wiebke Tepe, nachdem sie Maren Wallenhorst im Strafraum ein wenig robust zu Fall gebracht hat. Eine vertretbare Entscheidung. Elfmeter für Werder.

48. Minute: TOOOR! Stephanie Goddard trifft an und trifft vom Punkt. 2:2.

56. Minute: Gütersloh spielt in Unterzahl, doch dies merkt man nicht. Plötzlich sind die Frauen des Tabellenführers aktiver als vorher. Werder hat das Spiel dennoch im Griff und viele gute Chancen.

63. Minute: Die eingewechselte Pia-Sophie Wolter trifft zum 3:2 und der damit verbundenen verdienten Führung.

86. Minute: Werder macht den Sack zu. Genauer gesagt: Maren Wallenhorst. Und mit diesem Tor belohnt sich die Stürmerin selbst für einen ganz starken Auftritt. 4:2.

90. Minute: Abpfiff.

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Analyse

Aufälligkeiten: Nach einer kurzen Anfangsphase, in der der FSV Gütersloh dominanter war, nahmen die Werder-Frauen das Spiel schnell an sich und erspielten sich zahlreiche gute Möglichkeiten. Einzig an der Chancenverwertung haperte es - sonst hätte der Spielstand am Ende durchaus höher ausfallen können.

Szene des Spiels: Ganz klar: der Elfmeter und damit verbundene Rote Karte nach dem Wiederanpfiff war der Knackpunkt des Spiels. Für Werder war es wichtig, im zweiten Durchgang schnell zum Ausgleich zu kommen. Und das gelang und war der Grundstein für eine erfolgreiche 2. Halbzeit.

Werder-Spieler des Spiels: Maren Wallenhorst. Trotz diverser ausgelassener Chancen hat sich Wallenhorst diesen „Titel" absolut verdient. Warum? Großes Laufpensum, große Kämpfermentalität, viele Chancen erarbeitet, ein Tor selbst erzielt. Muss man noch mehr sagen?

Das sagt Trainerin Chadia Freyhat: „Wir haben hier heute absolut verdient gewonnen und sind sehr glücklich darüber. Das einzige, was wir uns ankreiden müssen - wenn wir kritisch sein wollen - ist, dass wir den Sack viel eher hätten zumachen müssen. Die zweite Halbzeit spielt Gütersloh in Unterzahl und wird trotzdem wieder stärker, das ist dann dieses psychologische Ding, wo keiner weiß, warum das so ist. Wir haben das aber gut gemacht heute und zum 3:2 und 4:2 getroffen."

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Fazit: Man könnte sagen, Werder hat einen Lauf. Auch wenn dieser Begriff nach nur zwei Spieltag vielleicht noch ein paar Wochen zu früh kommt. In jedem Fall aber zeigt der Formpfeil der Werder-Frauen stark nach oben. Mit dem zweiten Saisonsieg beißen sich die Grün-Weißen in der Spitzengruppe der Tabelle fest und haben bewiesen, dass man auch nach einem Rückstand noch mit ihnen rechnen muss. Mit dieser Mentalität könnte in dieser Saison einiges drin sein...

Von Cord Sauer

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Statistik:

FSV Gütersloh: Brandt - Tepe, Lückel, Kempe, Boedecker (Liedmeier, 67.) - Ott, Giard (Aradini, 58.), Hermes, Pollmann - Ehegötz, Schmücker (Posdorfer, 82.)

Werder Bremen: Bockhorst, Volkmer (Wolter, 55.), Ulbrich, Eta, Schiechtl - Scholz, Schröder, Schacher, Goddard - Wallenhorst, König (Hausberger, 77.)

Tore: 0:1 Scholz (16.), 1:1 Ehegötz (24.), 2:1 Giard (37.), 2:2 Goddard (48., FE), 2:3 Wolter (63.), 2:4 Wallenhorst (86.)

Gelb: Tepe, Pollmann (beide FSV) / Goddard (SVW)
Rot: Tepe (FSV, Notbremse)

Schiedsrichterin: Hanna Schlemmer