3:1-Sieg über Tabellenschlusslicht Viktoria Berlin

Kann so weitergehen: Nach dem 3:1-Sieg gegen Viktoria Berlin wartet in der kommenden Woche der Herforder SV.
Frauen
Sonntag, 04.05.2014 // 14:35 Uhr

Letztendlich wurde es der erwartete Pflichtsieg. Doch der 3:1 (2:1)-Erfolg über den Tabellenletzten Viktoria Berlin war nicht die Folge einer über 90 Minuten konsequenten Leistung der Werder-Frauen, was vor allem SVW-Trainerin Chadia Freyhat wurmte.

Letztendlich war es der erwartete Pflichtsieg. Doch der 3:1 (2:1)-Erfolg über den Tabellenletzten Viktoria Berlin war nicht die Folge einer über 90 Minuten konsequenten Leistung der Werder-Frauen, was vor allem SVW-Trainerin Chadia Freyhat wurmte. Vielmehr hatte es auch mit Glück zu tun, dass die Gäste zwischenzeitlich nicht den 2:2-Ausgleich markieren konnte. Unterm Strich steht dennoch ein verdienter Sieg, bei dem König, Wallenhorst und Ulbrich die Bremer Tore erzielten.

Gegen Viktoria Berlin wollten die Werder-Frauen im vorletzten Heimspiel dringend einen Sieg einfahren. Und obwohl die Gäste von Beginn an konzentriert auftraten und in der Defensive gut standen, schafften es die Grün-Weißen schnell, das Spiel an sich zu reißen. Nach 20 Minuten stand es dann 1:0, doch der Kopfballtreffer von Katharina Schiechtl wurde vom Schiedsrichtergespann aufgrund von Abseits aberkannt.

Das Team von Trainerin Chadia Freyhat aber zeigte sich vom nicht gegebenen Treffer unbeeindruckt und ließ wenig später ein weiteres Tor folgen. Nach einem gut durchgesteckten Pass fand sich Cindy König freistehend vor der gegnerischen Torhüterin Busack wieder und schob eiskalt zur verdienten Führung ein (26.). In der Folgezeit spielte nur noch ein Team und das trug grün-weiß. Die bärenstarke Pia-Sophie Wolter überlief auf der rechten Außenseite eine Gegenspielerin, zog in den Strafraum und legte die Kugel gekonnt quer. Maren Wallenhorst lauerte freistehend und vollendete zum 2:0 (38.). Mit diesem komfortablen 2:0 wollten Goddard, Scholz und Co. in die Pause gehen, doch ein Moment der Unachtsamkeit unmittelbar vor dem Abpfiff brachte die Gäste wieder ins Spiel - Susan Hornung traf zum 2:1 (43.)

Hornungs Pfostentreffer als Weckruf
Im zweiten Durchgang ergriff Viktoria Berlin vermehrt die Initiative. Werder geriet auch deshalb öfter in Bedrängnis und musste zunehmend eine passive Rolle einnehmen. Ein Pfostenschuss der Berliner Torschützin Hornung (65.) war dann aber ein Weckruf für das Freyhat-Team. Nach mustergültiger Wolter-Flanke köpfte König nur knapp über das Gehäuse (75.). Michelle Ulbrich sorgte dann in der 82. Minute dafür, dass Werder in der Schlussphase nicht mehr zittern musste. Einen Freistoß aus halbrechter Position verwandelte sie direkt, indem sie die Mauer mit einem Flachschuss überwand.

Trainerin Chadia Freyhat freute sich über eine gute erste Halbzeit und die drei Punkte, fand aber auch kritische Worte: „Die erste Halbzeit war super, aber auch da haben wir mal wieder unsere Chancen nicht genutzt, um den Sack frühzeitig zuzumachen. Mit der zweiten Halbzeit können wir nicht zufrieden sein. Geht der Pfostenschuss rein, steht es 2:2. Das müssen wir insgesamt besser machen."

Von Cord Sauer

Werder Bremen: De Haan - Schiechtl (58. William), Ulbrich, Scholz, Schacher - Meggie Schröder (56. Wilde), Kedenburg, Wolter (77. Hausberger) - Wallenhorst, Cindy König, Goddard

Viktoria Berlin: Busack - Purps, Käpernick, Stosno, Nowak - Hornung, Gerken, Rießler, Sänger - Kähler, Heupel

Tore: 1:0 Cindy König (26.), 2:0 Wallenhorst (38.), 2:1 Hornung (43.), 3:1 Ulbrich (82.)

Schiedsrichterin: Irina Strempel (Barten)
Zuschauer: 127