Erst die Frauen, dann die Profis

Werders Trainerin Chadia Freyhat verlangt von ihrer Mannschaft am Sonntag die volle Konzentration (Foto: Gloth).
Frauen
Donnerstag, 21.11.2013 // 14:03 Uhr

„Der Einzug in das Viertelfinale und das Los mit dem Spiel gegen Frankfurt haben natürlich schon für ein wenig Euphorie in den letzten Tagen gesorgt. Doch die haben wir jetzt erst einmal beiseite gelegt. Mit dem Kopf sind wir ganz bei der 2. Bundesliga und werden mit voller Konzentration in das Match gegen Herford gehen", so Chadia Freyhat im Vorfeld der Begegnung.

Der kommende Sonntag, 24.11.2013, ist fest in grün-weißer Hand. Denn nicht nur Werders Profis sind am Abend gegen Mainz im Einsatz, sondern auch die Fußballerinnen kämpfen bereits am Nachmittag um wichtige Punkte. Nach dem Einzug in das DFB-Pokal-Viertelfinale geht es für die Grün-Weißen in der 2. Bundesliga weiter. Das Team von Trainerin Chadia Freyhat empfängt um 14 Uhr den Tabellenzweiten Herforder SV im Stadion „Platz 12". Mit einem Sieg könnte Werder (aktuell Platz 6) auf drei Punkte an den Aufstiegsaspiranten heranrücken. Es lohnt sich also, ein wenig eher in Richtung Stadion aufzubrechen und auch die grün-weißen Mädels zu unterstützen!

Herford will in die 1. Bundesliga zurück

Der Herforder SV zählt zu den ganz heißen Kandidaten auf den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Erfahrungen hat das Team von Trainer Jürgen Prüfer in der höchsten deutschen Spielklasse bereits gesammelt. So gelang im Jahr 2008 und 2010 bereits der Aufstieg in das Oberhaus. Jedoch mit mäßigem Erfolg, es folgte jeweils der direkte Abstieg. Somit basteln die Herforderinnen seit 2001 an der dritten Rückkehr in die 1. Liga. In den vergangenen beiden Spielzeiten war der HSV oben mit dabei. 2012 schloss man die Saison als Vierter ab und im vergangenen Sommer belegte man hinter dem BV Cloppenburg Platz 2.

Auch in der aktuellen Saison sind die Herforderinnen wieder ganz vorne dabei. So ist der HSV nach acht Spieltagen die einzige Mannschaft der Liga, die noch keine Niederlage einstecken musste. Den einen oder anderen Punktverlust konnte man dagegen nicht vermeiden. Gegen den 1. FC Lübars (1:1), Viktoria Berlin (2:2) und den Magdeburger FFC (0:0) reichte es jeweils nur zu einem Unentschieden. Die Ausrufezeichen setzte der Herforder SV vor allem in den Partien gegen den FFV Leipzig, den man auf eigenem Platz mit 4:0 besiegte, und beim 2:1-Erfolg gegen Potsdam - der ersten Niederlage für die „Turbinen" in dieser Saison.

Das Prunkstück der Mannschaft ist vor allem die Abwehr, mit gerade mal vier Gegentoren stellt der HSV die beste Defensive der Liga. Dazu wurde das ohnehin schon gute Team punktuell verstärkt. Unter anderem wechselte Romina Burgheim vom SV Meppen zum Herforder SV und avancierte gemeinsam mit Lena Wermelt und Kirsten Nesse zu den erfolgreichsten Torschützen im Team.

Zweite muss beim Tabellenführer ran

In der vergangenen Saison gelang es Werder erstmals den Herforder SV zu besiegen. 2:0 hieß es an der Weser. Das Hinspiel in Herford hatte man noch mit 2:4 verloren. Die Statistik spricht dennoch klar für die Gäste, die mit drei weiteren Siegen und einem Unentschieden die Bilanz für sich entscheiden. Für Werder wird es also Zeit, in diesem Vergleich weiter aufzuholen.

Gegen den Titelanwärter Nummer 1 geht es in der Regionalliga Nord auch für Werders zweite Frauenmannschaft. Die Grün-Weißen müssen am Sonntag um 14 Uhr bei Holstein Kiel antreten. Die „Holstein-Women" holten aus den ersten acht Spielen acht Siege und sind somit auf dem besten Wege zurück in die 2. Liga.

Norman Ibenthal