Werders U 23 empfängt den Wuppertaler SV

Werders U 23 (Onur Ayik beim Schussversuch) musste am gegen Wuppertal eine 0:1-Niederlage hinnehmen.
U23
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Erfreulich fällt derzeit für Werders U 23 der Blick auf die Tabelle der 3. Liga aus. Mit 17 Punkten belegen die Grün-Weißen mit fünf Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze den 14. Rang. Werders Talente haben bereits jetzt schon vier Punkte mehr geholt als in der gesamten Hinrunde der vergangenen Saison. Sollte man auch am kommenden Samstag, 24.10.2009, im Heimspiel gegen den Wuppertaler SV (Anstoß 14 Uhr) punkten, würde man einen weiteren „Riesenschritt in die richtige Richtung machen“, so Werder-Coach Thomas Wolter.

 

Für den Bremer Trainer ist es nun wichtig, dass sein Team die aktuelle Situation richtig einschätzt. „Bislang waren wir nur so erfolgreich, weil wir jedes Spiel konzentriert angegangen sind, dem Gegner unser Spiel aufgezwungen haben und eine hohe Laufbereitschaft, eine positive Aggressivität und einen guten Charakter gezeigt haben. Diesen Weg müssen wir nun fortführen, egal, ob der Gegner Wuppertal oder Wiesbaden heißt!“

 

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Der Gegner: Die Gründung des Wuppertaler SV geht bis ins Jahr 1954 zurück und entstand aus einer Fusion des SSV 04 Wuppertal und der TSG Vohwinkel 80. Im März 2004 wurde die Fusion der beiden führenden Wuppertaler Fußballvereine, dem Wuppertaler SV und der SV Borussia Wuppertal 1907/1912 effektiv zum 1. Juli 2004 beschlossen. Seitdem heißt der Verein Wuppertaler SV Borussia. Borussia selbst ging 1976 aus einem Zusammenschluss von SV Germania 1907 Wuppertal und VfL 1912 Wuppertal hervor. An die Glanzzeiten in der Bundesliga erinnern sich sicherlich viele Fans des WSV schmachtvoll zurück. 1972 stieg die Borussia in die höchste deutsche Spielklasse auf und qualifizierte sich 1973 sogar für den UEFA-Pokal. 1975 folgte jedoch der Gang in die 2. Bundesliga, aus der man 1980 und 1994 nach zweijähriger Zugehörigkeit abstieg. Seitdem ist der Wuppertaler SV, mit Ausnahme der Oberliga-Jahre von 1999 bis 2003, fester Bestandteil der dritthöchsten deutschen Spielklasse.

 

Die aktuelle Situation: Wie Werders U 23 steht auch der Wuppertaler SV vor einer schweren Saison in der 3. Liga. Nach 13 Spieltagen belegen die Borussen den letzten Tabellenplatz, der Abstand zum rettenden Ufer beträgt jedoch nur drei Punkte. "Man kann ihre Situation mit der von uns im vergangenen Jahr vergleichen. Sie haben einige Spiele sehr knapp verloren. Ich selbst habe Wuppertal beim 5:3-Sieg gegen Kiel gesehen und kann mein Team nur warnen. Sie haben sich noch lange nicht aufgegeben“, so Werder-Coach Thomas Wolter.

 

Der Kader: Eine Ursache für das bislang eher bescheidene Abschneiden in Liga 3, liegt sicherlich im personellen Umbruch, der im Sommer beim WSV stattgefunden hat. Stammkräfte wie Tim Jerat, Michael Stuckmann, Marcel Reichwein und Dirk Heinzmann haben den Verein verlassen, insgesamt 15 neue Spieler mussten dagegen erst einmal von Coach Uwe Fuchs eingebaut werden – darunter auch der ehemalige Werderaner Mario Neunaber (FC Ingolstadt) und der noch von vielen aus der Bundesliga bekannte Fatmir Vata (TuS Koblenz). Eine Verstärkung könnte in den kommenden Tagen hinzukommen. Stefan Lorenz (Wolfsburg/Essen) versucht sich gerade im Probetraining für den WSV zu empfehlen.

 

Nicolas Feldhahn muss gegen Wuppertal eine Gelbsperre absitzen.

Die Bilanz: 12 Mal standen sich beide Teams in der Vergangenheit gegenüber. Acht Siege fuhr dabei der WSV ein, drei Werder, im letzten Duell an der Weser gab es das einzige Unentschieden (1:1).

 

Die personelle Situation: Werder muss auf den gelbgesperrten Nicolas Feldhahn verzichten, dafür steht Felix Schiller nach abgesessener Rotsperre wieder zur Verfügung. Verletzungsbedingt müssen Kevin Artmann, Joe Ikeng und Julian Grundt, (alle Reha nach Kreuzbandrissen), Timo Perthel (Sprunggelenksverletzung) und Dominik Schmidt (Patellasehnenreizung) weiterhin passen. Bei den Gästen aus Wuppertal steht hinter dem Einsatz von Torwart Maly (Finger ausgekugelt) ein Fragezeichen. Altin (Prellung) und Braun (Bandscheibe) werden fehlen.

 

Tickets: Aus Wuppertal werden rund 300 Zuschauer erwartet, so dass sowohl für den Gäste- als auch für den Heimbereich noch ausreichend Karten am Spieltag erhältlich sein werden. Für die Mitglieder von Werder Bremen stehen am Samstag noch rund 260 Freikarten zur Verfügung.

 

Norman Ibenthal