Werders U 23 steht in Stuttgart in der Pflicht

Mussten mit ihrem Team die zwölfte Saisonniederlage hinnehmen: Thomas Wolter und Frank Bender.
U23
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Nach Wacker Burghausen geht es für Werders U 23 am kommenden Wochenende erneut gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf der 3. Liga. Am Sonntag, 07.12.2008, treten die Grün-Weißen um 14 Uhr beim Schlusslicht Stuttgarter Kickers an. Werder-Coach Thomas Wolter hofft darauf, dass sein Team die zuletzt guten Leistungen auch im GAZI-Stadion auf der Waldau fortsetzen kann: "Die Mannschaft hat gestern Abend die Leistung gegen Paderborn bestätigt. Sie ist erneut mutig und kampfstark aufgetreten und hat auch ihre spielerischen Qualitäten durchgesetzt. Nun sind wir in der Pflicht, diese Leistung auch auswärts zu bestätigen."

 

Dass den Bremern eine schwere Hürde bevorsteht, ist sich der DFB-Fußball-Lehrer bewusst: "Stuttgart hat sich langsam gefangen und sich stetig herangearbeitet. Sie sind ein Traditionsverein, der unbedingt in der 3. Liga bleiben will und sicherlich auch noch ganz andere Ziele hat“, weiß Wolter um die Situation bei den Kickers. Nachdem Werder einen Punkt gegen Wacker Burghausen geholt hat, gaben die Grün-Weißen die "Rote Laterne" an die Stuttgarter weiter. Der Vorsprung ist jedoch hauchdünn. Beide Teams holten bislang zehn Punkte und schossen 21 Tore, Werder musste jedoch sechs Gegentreffer weniger hinnehmen. Wie die Grün-Weißen holten auch die Stuttgarter einen Großteil der Zähler vor heimischer Kulisse. So auch den bislang einzigen Sieg. Gegen Dynamo Dresden gewann das Team von Trainer Edgar Schmitt, der im September Stefan Minkwitz an der Seitenlinie ablöste, mit 2:1.

 

Leitet seit September die Geschicke in Stuttgart: Egdar Schmitt.

"Stuttgart hofft sicherlich, dass uns die englische Woche noch in den Knochen stecken wird. Den Gefallen werden wir ihnen jedoch nicht tun. Das Team wird die drei noch ausstehenden Partien mit Volldampf angehen", will Thomas Wolter nun endlich wieder einen "Dreier" einfahren. Personell muss der Bremer Coach jedoch auch gegen den deutschen Vizemeister von 1908 auf zahlreiche Akteure verzichten. Max Kruse (Schienbeinbruch), Julian Grundt (Kreuzbandriss), Toni Gänge sowie Pascal Testroet (beide Rückenprobleme) und auch Martin Harnik (Bänderriss) fallen verletzungsbedingt aus. Hinter den Einsätzen von Dominik Schmidt und Kevin Artmann (Sprunggelenksverletzung), Timo Perthel (Leistenprobleme) und Torsten Oehrl, der am Mittwochabend eine leichte Prellung am Kopf erlitten hat, stehen noch Fragezeichen. Finn Holsing hat zudem gegen Burghausen seine fünfte gelbe Karte gesehen und muss pausieren. Dagegen rückt Marc Heider zurück ins Team. Der 22-Jährige hat seine Achillessehnen-Probleme überstanden.

 

In der dritthöchsten Spielklasse standen sich beide Teams übrigens noch nie gegenüber. Dafür gab es schon einmal ein Aufeinandertreffen im DFB-Pokal. Doch auch das liegt schon etliche Jahre zurück. In der ersten Runde der Saison 1983/84 musste sich Werder gegen den damaligen Zweitligisten mit 1:3 geschlagen geben. Ein Vierteljahrhundert später bietet sich den Grün-Weißen nun also die Möglichkeit zur Revanche.

 

Norman Ibenthal