Der letzte Vorhang fällt gegen den SC Verl

Blieb gegen Verl im Abschluss erfolglos: Kevin Schindler.
U23
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Es gibt Geschichten, die schreibt nun mal nur der Fußball. Eine davon kann auch Werders U 23-Trainer Thomas Wolter erzählen, der am Samstag, 31.05.2008, mit seinem Team ab 13.30 Uhr im Stadion "Platz 11" den SV Verl begrüßen darf. Genau den Verein, auf den er in seinem allerersten Regionalliga-Spiel als Trainer vor sechs Jahren traf. "Das ist schon kurios. Das erste Regionalliga-Spiel gegen Verl und nun auch das letzte", so der 44-Jährige, der nach dem Sommer mit Werders Talenten in der neuen 3. Liga an den Start gehen wird.

 

Verl mit sechs Niederlagen in Folge

 

Und wenn es nach Thomas Wolter geht, darf die Partie am Samstag genauso enden wie vor sechs Jahren – mit einem Sieg der Grün-Weißen. "Es gibt drei Gründe, damit wir alles tun, um dieses Spiel zu gewinnen. Erstens können wir noch 62 Punkte erreichen. So viele hatten wir noch nie in den vergangenen sechs Jahren. Zweitens wären wir mit einem Sieg die heimstärkste Mannschaft in dieser Saison und drittens haben wir noch die Chance, Dritter zu werden", verdeutlicht der Bremer Coach.

 

Auf den ersten Blick eine durchaus machbare Aufgabe. Schließlich musste der SC Verl zuletzt sechs Niederlagen in Folge hinnehmen und wartet seit zehn Spieltagen auf einen Sieg in der Fremde. "Es heißt ja so schön, dass man da dann auch mal irgendwann wieder dran ist, zu gewinnen", warnt Wolter vor zu viel Leichtigkeit gegen den Tabellenvorletzten, geht aber optimistisch in die Partie. "Wenn die Mannschaft genauso auftritt wie in Dresden, wo sie ein klasse Spiel gemacht hat, werden wir auch Samstag erfolgreich sein."

 

Wolter hofft auf viele Zuschauer

 

Bestreitet gegen Verl sein letztes Spiel für Werders U 23: Florian Mohr, der im Sommer zum SC Paderborn wechselt.

Die Aufmerksamkeit der Fußballinteressierten wird die Partie im Stadion "Platz 11" jedoch sicherlich nicht auf sich ziehen. Weder für Werder noch für den SC Verl geht es noch um etwas. "Da bin ich aber auch nicht traurig drum. Ich hätte nicht gewollt, dass sich die Augen am letzten Spieltag auf uns richten. Mein persönliches Ziel war es, vor dem Spiel gegen Dresden durch zu sein, das haben wir geschafft", erklärt Thomas Wolter, der dennoch auf eine stimmungsvolle Kulisse hofft: "Es wäre schön, wenn möglichst viele Zuschauer kommen würden und die Mannschaft mit der Anerkennung in die Sommerpause verabschieden, die sie verdient hat. Zudem ist es der letzte Auftritt vieler Leistungsträger, die uns in den vergangenen Jahren mit ihren tollen Leistungen sehr viel Freude gemacht haben."

 

Einige Spieler werden die Werder-Fans jedoch auch im letzten Spiel der Saison nicht mehr auf dem Rasen erleben. Sowohl Frank Löning (Hüftverletzung), der zum SC Paderborn wechselt, als auch Finn Holsing (Innenbandverletzung), Amaury Bischoff (Trainingsrückstand) und Nico Pellatz (Mittelfußbruch) muss Thomas Wolter verzichten. Für Sebastian Mielitz, der sich voll und ganz mit der U 19 auf den Titelkampf in der Junioren-Bundesliga konzentrieren soll, wird der schweizerische U 20-Nationaltorwart Kevin Fickentscher gegen den SC Verl zwischen den Pfosten stehen.

 

Norman Ibenthal