Regionalliga: Ein Spitzenspiel, das keines ist!

Werder und Düsseldorf (Im Bild Max Kruse) lieferten sich ein kampfbetontes Spiel.
U23
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Der Tabellendritte trifft auf den Tabellenzweiten, eigentlich sind das die besten Voraussetzungen für ein Spitzenspiel. Doch wenn Werders U 23 am kommenden Samstag, 23.02.2008, ab 14 Uhr Fortuna Düsseldorf im Stadion "Platz 11" begrüßt, möchte Werder-Coach Thomas Wolter nicht von einem Spitzenduell sprechen: "Die Tabelle ist trügerisch. Der Tabellenelfte ist nur sieben Punkte vom Spitzenreiter entfernt. Da ist noch viel möglich. Bis zur Qualifikation für die 3. Liga ist es noch ein langer Weg", verdeutlicht der Bremer Trainer, der sein Team auch noch nicht als Spitzenmannschaft sieht: "Das wird sich erst zeigen, wenn wir auch Ausfälle kompensieren können."

 

Werder drohen Personalsorgen

 

Neuer Mann an der Seitenlinie: Norbert Meier übernahm das Traineramt bei den Fortunen.

Bereits am Samstag haben seine Jungs vielleicht die Möglichkeit, ihren Coach davon zu überzeugen. Denn Dominic Peitz (Innenbandanriss), Amaury Bischoff und Francis Banecki (beide Reha) sowie Thomas Johrden (Trainingsrückstand) werden gegen die Rheinländer definitiv nicht mitmischen können. Und zu den Ausfällen könnten sich noch Kevin Artmann (Leistenprobleme) sowie Kevin Schindler, Martin Harnik und Max Kruse (alle bei den Profis) hinzugesellen, hinter deren Einsätzen große Fragezeichen stehen.

 

Dennoch geht Thomas Wolter optimistisch in die Partie und zieht vor allem aus der Begegnung in Oberhausen (2:1) Kraft: "Das war zwar kein gutes Spiel von uns, aber früher hätten wir solch eine Partie noch verloren. Außerdem waren wir wieder die einzige Regionalliga-Mannschaft, die nach dem DFB-Pokal das darauf folgende Punktspiel gewonnen hat. Das zeigt, dass die Jungs topfit sind und wissen, worauf es in dieser Saison ankommt."

 

Das weiß auch Fortuna Düsseldorf. Die Ziele, die sich die Rheinländer gesteckt haben, sind hoch: Die Qualifikation für die 3. Liga ist Pflicht, der Aufstieg in die zweithöchste deutsche Spielklasse durchaus realistische Kür. Daher wurde der Kader in der Winterpause noch einmal gezielt verstärkt, der Feinschliff für den Spielbetrieb 2008 im Trainingslager in Andalusien geholt. Die Fortuna scheint gewappnet, um den hohen Ansprüchen des Vereins gerecht zu werden. "Düsseldorf hat neben Wuppertal sicherlich das Topteam der Liga. Aber entscheidend ist, wie sie ihre Stärken auf dem Platz umsetzen", so die Einschätzung von Thomas Wolter.

 

Starker Jahresbeginn der Fortuna

 

Im Januar traf Düsseldorf beim Winter-Cup auf Werders Profis. Fortuna gewann 3:1.

Eine erste "Duftmarke" setzten die Rheinländer, die seit Jahreswechsel vom Ex-Werderaner Nobert Meier trainiert werden, bereits im Januar beim Wintercup in der LTU-Arena. Beim "Mini-Turnier" setzte sich der Gastgeber gegen die Bundesligisten Werder Bremen, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen durch, sorgte damit für eine faustdicke Überraschung und verbuchte mit dem ersten Titel des jungen Jahres mehr als einen Achtungserfolg. Der Punktspielstart glückte ebenfalls. Gegen Spitzenreiter Wuppertaler SV siegte die Fortuna mit 2:0. Düsseldorf hat folglich eine ordentliche Portion Selbstvertrauen getankt und reist mit breiter Brust an die Weser.

 

Mit nur zwölf Gegentreffern stellt Düsseldorf die stärkste Defensive der Regionalliga Nord. Dem gegenüber stehen allerdings nur 19 erzielte Tore. Im Klartext: Bei der Fortuna drückt der Schuh im Angriff. Mit Mittelfeldspieler Olivier Caillas (SV Wehen Wiesbaden) und Stürmer Kenan Sahin (TuS Koblenz) verpflichtete Manager Wolf Werner daher zwei Neue in der Winterpause. Sie sollen für die nötige Durchschlagskraft in der Offensive sorgen.

 

Ergebnis des Hinspiels ist belanglos

 

Bei der letzten Begegnung mit Werders U 23 zeigten sich die Rheinländer dagegen treffsicher. Im Hinspiel bezwang die Fortuna die Grün-Weißen in der LTU-Arena mit 2:0. Für die Düsseldorfer ein denkwürdiger Nachmittag, schließlich war es der erste Sieg gegen Werders U 23 in der Vereinsgeschichte – der Beginn einer Trendwende? Werders Nachwuchstrainer Thomas Wolter will davon nichts wissen: "Ich mache mir keine Gedanken darüber, was war. Wichtiger ist das, was ist. Damals hatten wir Probleme im Offensivbereich, trotzdem war das Spiel lange ausgeglichen und hart umkämpft. Auch wir hatten unsere Chancen. Diesmal wollen wir sie nutzen", so Wolter.

 

Norman Ibenthal und Timo Strömer

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