Werder klarer Außenseiter

Michel Mazingu-Dinzey erzielte am Abend zwei Treffer (hier im Zweikampf mit Viktor Pekrul)..
U23
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Die Rollen sind am Freitagabend, 02.12.2005, klar verteilt, wenn Werders U 23 um 19.30 Uhr am Millerntor auf den Aufstiegskandidaten FC St. Pauli trifft. "St. Pauli ist haushoher Favorit. Alle Zahlen sprechen gegen uns", so Werders Trainer Thomas Wolter, der jedoch gerade bei dieser Konstellation eine Chance für seine Mannschaft sieht. "Wir haben nichts zu verlieren und können befreit aufspielen." Wie es in der letzten Saison bereits der Fall war. Im April diesen Jahres stand Werder ebenfalls tief im Abstiegskampf und startete mit einem 1:0-Überraschungserfolg auf St. Pauli eine fulminante Aufholjagd, die mit dem Klassenerhalt belohnt wurde. Das Tor erzielte der ehemalige St. Paulianer Marco Stier, der auch dieses mal wieder dabei sein wird.

 

Jedoch fallen dem Bremer Coach dagegen gleich zahlreiche andere Akteure aus. Björn Schierenbeck zog sich einen Knöchelbruch zu, Patrick Bärje befindet sich nach seinem Kreuzbandriss im Reha-Training, Florian Mohr sitzt seine Rot-Sperre ab und hinter dem Einsatz von Thiago Rockenbach da Silva und Benjamin Venekamp stehen große Fragezeichen. Benjamin Venekamp kuriert eine Adduktorenzerrung aus, die er sich am vergangenen Wochenende im Spiel gegen den 1. FC Köln zugezogen hat und dem Brasilianer Rockenbach machen Probleme am Sprunggelenk zu schaffen. Auf Unterstützung aus der Profimannschaft besteht nach der Verletztensituation bei dem Team von Thomas Schaaf ebenfalls wenig Hoffnung.

 

Zudem hat der FC St. Pauli die letzten fünf Spiele in der Regionalliga alle gewonnen. Zuletzt unterlag die Mannschaft von Trainer Andreas Bergmann im Oktober Holstein Kiel mit 1:4. Auch das Hinspiel zum Saisonauftakt im Weser-Stadion ging an die Hamburger. Trotz einer starken Vorstellung der Bremer unterlagen die Hausherren durch ein Tor von Hvicha Shubitidse mit 0:1. "Das war der Beginn einer durchwachsenden Hinrunde. Ich bin mir sicher, das St. Pauli jetzt noch stärker auftreten wird", so Wolter.

 

Norman Ibenthal