"Eine schöne Ausgangsposition"

U23
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Der Gegner zählt zu den besseren Teams der zweiten Liga, die Chancen auf die zweite DFB-Pokalhauptrunde sind nicht besonders gut und doch sagt Thomas Wolter vor dem Spiel gegen den MSV Duisburg: „Es gibt keine schönere Ausgangsposition für uns.“ Endlich mal in ein Pokalspiel gehen und nicht den großen Favoriten stellen. Was die Werder Amateure im Bremer Rolandpokal am Dienstag beim 2:0 über den FC Oberneuland noch vermissten wollen sie am Freitag endlich mal auskosten: Den Außenseiter geben und Spaß mit dieser Rolle haben. Schließlich kann sich Wolter noch gut an seine Pokalspiele als Profi erinnern: „Als klassenhöhere Mannschaft kannst du nur verlieren, das ist wirklich eine unangenehme Situation.“ Die leistungsfördernde Außenseiterrolle sorgt also für Optimismus, die Spielstärke des Gegners dagegen weniger. Frank Bender, der den MSV in der zweiten Liga beobachtete, hält das Team für „eine Spitzenmannschaft, die das Zeug zum Aufstieg hat.“ Besonders die Neuverpflichtungen des MSV haben es in sich. Dirk Lottner (1. FC Köln), derzeit mit Bänderriss außer Gefecht, Georg Koch (Cottbus), Ivica Grlic (Aachen) und Holger Wehlage (Werder Bremen) sorgten bereits an anderer Stelle für Furore. Als Holger Wehlage im Sommer von der Weser an die Wedau wechselte, war er übrigens nicht der erste Ex-Bremer beim MSV. Das Trainergespann mit Norbert Meier (81-90) und seinem Assistenten Heiko Scholz (95-98) trug ebenfalls einige Jahre das Trikot von Werder Bremen. „Mit Norbert habe ich im Sommer noch in der Rudi Völler-Fußballschule auf Mallorca gearbeitet, mit Heiko telefoniere ich gelegentlich“, deutet Wolter an, dass der Kontakt zu den alten Kollegen Bestand hat. „Unsere Freundschaften werden nicht zerbrechen, aber sie ruhen am Freitag“, betont der Trainer. In personeller Hinsicht kann er beinahe aus dem Vollen schöpfen: Bis auf die langzeitverletzten Michael Jürgen, Marco Stier und Jarle Birkeland stehen alle Spieler zur Verfügung.