Werders U 23 unterliegt 3:4 nach turbulentem Spiel

U23
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Werders U 23 musste am Samstagnachmittag die erste Heimniederlage der Saison einstecken. Vor 580 Zuschauern im Stadion "Platz 11" unterlagen die Grün-Weißen dem SV Wacker Burghausen mit 3:4 (2:2). "Ein turbulentes Spiel", wie Wackers Teammanager Jürgen Press fand. Für Nicolas Feldhahn war es hingegen "eine Katastrophe, wenn man auf eigenem Platz mit 3:4 verliert, wir wollten hier heute unbedingt gewinnen."

 

Mit seinem Tor und seiner Vorbereitung konnte er nur zwischenzeitlich das Spiel zu Werders Gunsten drehen: Onur Ayik.

Nach der 0:4-Niederlage am vergangenen Wochenende in Kiel hatten sich die Bremer viel vorgenommen und starteten dementsprechend engagiert. Bereits kurz nach dem Anpfiff hätte Werder in Führung gehen können, doch der Kopfball von Onur Ayik nach einer Hereingabe von Torsten Oehrl landete in den Armen von Torwart Riemann (3.). Auf der gegenüberliegenden Seite wurden die Hausherren dagegen eiskalt erwischt. Nach einem Pass durch die Abwehrreihe kam Christian Cappek aus spitzer Position eher als Werder-Torwart Sebastian Mielitz an den Ball und traf zur Gästeführung (5.).

 

Ayik und Oehrl drehen die Partie

 

Zwar brauchte Bremen ein paar Minuten, um sich von dem frühen Gegentor zu erholen, doch anschließend rissen die Grün-Weißen die Partie wieder an sich. Torsten Oehrl scheiterte zwar noch freistehend an Keeper Riemann (11.), doch nach dem sich daraus ergebenen Einwurf für Werder und der Abwehraktion von Burghausen zog Onur Ayik aus 14 Metern volley ab und glich aus (12.). Zwei Minuten später lag der Ball erneut im Netz. Onur Ayik war von Michael Kokocinski im Strafraum zu Fall gebracht worden und Torsten Oehrl brachte Werder vom Elfmeterpunkt aus in Führung (14.). "Mit der Reaktion der Mannschaft war ich einverstanden. Danach hatten wir eine Phase, in der wir das dritte Tor machen müssen, leider ist es uns nicht gelungen", blickte Werder-Coach Thomas Wolter nach dem Schlusspfiff zurück.

 

Bremen dominierte nun deutlich und drängte auf den dritten Treffer. Einen strammen Schuss von Nicolas Feldhahn aus 22 Metern faustete Riemann aber noch zur Ecke ab (24.) und kurz darauf schlug Timo Perthel in aussichtsreicher Position nach Ayik-Hereingabe über den Ball (27.). Was den Werderanern nicht glückte, gelang dafür den Gästen: Einen Schuss von Andreas Niederquell konnte Sebastian Mielitz zwar noch an den Pfosten lenken, doch bei der anschließenden Ecke stand Björn Hertl völlig frei und glich per Kopf aus (28.). "Das war für mich die entscheidende Szene des Spiels. Wir hatten uns so gut in die Partie zurückgekämpft, doch da hat man gemerkt, dass die Köpfe nach unten gingen", sagte Thomas Wolter später.

 

Doppelpack von Burghausen sorgt für die Entscheidung

 

Pascal Testroet konnte im zweiten Durchgang nur noch auf 3:4 verkürzen.

Hinzu kam, dass Burghausen einen optimalen Start in den zweiten Durchgang erwischte. Dominik Schmidt brachte kurz nach Wiederanpfiff El Haj Ali im Bremer 16er zu Fall und Sven Kresin schoss Wacker per Strafstoß erneut in Front (50.). Wenig später legte Burghausen sogar nach. Nach einem Freistoß köpfte Christian Cappek zum 2:4 aus Bremer Sicht ein (58.).

 

Damit war die Torflut der Partie jedoch noch nicht zu Ende. Nach etwas mehr als einer Stunde kam Werder noch einmal heran. Nach einem Freistoß von Tobias Kempe verkürzte Pascal Testroet noch einmal auf 3:4 (66.). Und in der Folgezeit hätte durchaus noch der eine oder andere Treffer fallen können. Ein weiterer Kopfball von Pascal Testroet (73.) verfehlte jedoch das Tor und ein Schuss von Tobias Kempe wurde von Riemann noch aus dem Winkel geholt (81.). Für die Gäste hatte Sascha Traut die Chance, frühzeitig alles klar zu machen, scheiterte jedoch freistehend von Torwart Mielitz (75.).

 

"Das waren jetzt acht Gegentore in zwei Spielen, wir machen einfach zu viele Fehler und befinden uns nun wieder dort, wo wir eigentlich nicht hinwollten", so Trainer Thomas Wolter, dessen Team nach der Niederlage auf Platz 17 rangiert. "Es darf bei keinem der Eindruck entstehen, dass diese Saison einfacher wird als die letzte", warnt Nachwuchsmanager Uwe Harttgen, der jedoch schon wieder nach vorne schaut: "Das Beste ist jetzt ein Erfolgserlebnis. Das müssen wir uns aber auch hart erarbeiten. Es gilt jetzt nicht die Köpfe in den Sand zu stecken, sondern erhobenen Hauptes und mit Selbstvertrauen zu agieren, um dieses Erfolgserlebnis auch einzufahren!" Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich den Grün-Weißen am kommenden Wochenende. Am Sonntag, 30.08.2009, sind die Bremer um 14 Uhr bei Eintracht Braunschweig zu Gast.

 

Norman Ibenthal