Yasuhiko Okudera

Yasuhiko Okudera bestritt in den 80er Jahren 159 Bundesliga-Spiele für Werder Bremen.

Er war einst der erste Japaner überhaupt, der seine Fußballschuhe in der 1. Fußball-Bundesliga schnürte. Yasuhiko Okudera fand 1981 den Weg an die Weser nach Bremen. Seit dem Wiederaufstieg der Bremer in die Bundesliga war Okudera einer der Leistungsträger der von Trainer Rehhagel aufgebauten Elf, die in den 80ern wieder den Weg, und zwar einen sehr rasanten, an die Spitze der Bundesliga schaffte. 159 seiner insgesamt 234 Einsätze bestritt der Japaner, der bei Furukawa Electric seine Karriere begann und 1988 beendete, für Werder Bremen. 

Heute ist Yasuhiko Okudera Präsident des FC Yokohama Athletic

"Von dem Vertragsangebot aus Bremen war ich begeistert", blickt Okudera auf seine Bremer Zeit zurück, wo er vor allem zum Defensivmann umgeschult wurde. "Ich selbst habe mich als Mittelfeldspieler gesehen, aber Rehhagel eröffnete mir, dass er mit mir als rechter Verteidiger plane." Eine neue Position zu spielen, das war nicht das Einzige, was der Japaner unter "König Otto" an der Weser lernen sollte. "Rehhagel erklärte mir, dass wir Raumdeckung spielen würden. Ich hätte nie im Leben damit gerechnet, das noch mal lernen zu müssen, denn damals spielten alle nur mit Manndeckung."

An der Weser erlebte Okudera nach eigener Aussage seine konstanteste Zeit. Das lag vor allem auch daran, dass sich Okudera bei seinen vorherigen Stationen in Köln und Berlin bereits an die für ihn fremde Kultur gewöhnt hatte. "Ich hatte in Bremen keinerlei Probleme mehr mit der Sprache, dem Umfeld oder sonstigen Dingen." Nach seinem Karriereende 1988 in Japan war er vorübergehend im Vorstand des englischen Klubs Plymouth Argyle. Mittlerweile ist Okudera Fernsehkommentator und Präsident vom FC Yokohama Athletic.

Von Timo Sczuplinski

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