Noch ein Schritt bis Berlin – Osako schießt Werder ins Pokal-Halbfinale

SVW gewinnt 1:0 in Regensburg
Spielbericht
Mittwoch, 07.04.2021 / 20:33 Uhr

von Maximilian Hendel

Nur noch ein Schritt bis Berlin! Werder Bremen hat dank eines 1:0 (1:0)-Auswärtssieges bei Jahn Regensburg das Halbfinale im DFB-Pokal erreicht. Mann des Abends war Yuya Osako, der mit einem Bilderbuchtor wenige Minuten nach der Pause den Weg ebnete (52.). Es war das erste Saisontor des japanischen Nationalspielers überhaupt. Das Team von Cheftrainer Florian Kohfeldt, das auch im vierten Spiel des laufenden Wettbewerbs ohne Gegentor blieb, empfängt in der Runde der letzten Vier am 30. April den Bundesliga-Zweiten RB Leipzig.

Aufstellung und Formation: Drei personelle Wechsel vollzog Cheftrainer Florian Kohfeldt im Vergleich zur bitteren Auswärtsniederlage vor drei Tagen in Stuttgart. Kapitän Niklas Moisander rückte für den am Rücken angeschlagenen Ömer Toprak in die Viererkette. In der Offensive ersetzte Josh Sargent den mit gebrochener Zehe ausgefallenen Niclas Füllkrug, während Yuya Osako anstelle von Romano Schmid die Chance von Beginn an erhielt.

Die Startelf: Pavlenka – Gebre Selassie, Friedl. Moisander, Augustinsson – Groß – Eggestein, Möhwald – Sargent, Rashica – Osako

Die Ersatzbank: Zetterer – Agu, Erras, Mbom, Bittencourt, Schmid, Dinkci, Selke

Sargent verpasst knapp, Rashica prüft Meyer

Wenig Raum, viele Zweikämpfe: Kevin Möhwald wird von Benedikt Saller gefällt (Foto: Nordphoto).

Die Highlights:

17. Min.: Eggesteins Pass durch die Gasse leitet Augustinsson von der Grundlinie aus direkt ins Zentrum, aber Josh Sargent kommt im Fünfmeterraum um ein Haar zu spät.

26. Min.: Werder löst eine Jahn-Pressingsituation in der eigenen Hälfte – über Umwege kommt Eggesteins Ball dann zu Rashica, der Tempo aufnimmt, einen Gegenspieler stehen lässt und SSV-Keeper Meyer aus 18 Metern per Flachschuss prüft.

41. Min.: Sallers Flanke von rechts erreicht Albers im Zentrum, der zum Seitfallzieher ansetzt, den Ball aber nur mit der Fußspitze trifft und dadurch rechts vorbeizielt.

45. Min.: Direkter Freistoß aus gut 20 Metern halbrechter Position – Möhwald nimmt Maß, zirkelt den Ball rechts um die Mauer, verpasst den kurzen Pfosten aber um einen knappen Meter.

45.+1 Min.: Kurz darauf pfeift Schiri Winkmann zur Pause.

Friedl findet Osako

Yuya Osako zieht ab und trifft bilderbuchmäßig zur Führung (Foto: Nordphoto).

46. Min.: Sargents Kopfballverlängerung bringt Rashica in Position – der Kosovare schließt umgehend flach aus 18 Metern ab und verfehlt den langen Pfosten um Zentimeter.

48. Min.: Werder lässt sich von einem Einwurf überrumpeln, der Albers im Strafraum den Raum zur Direktabnahme gibt, die der Regensburger hauchzart über den Querbalken zieht.

50. Min.: PFOSTEN! Moisander steigt nach Augustinssons Ecke mustergültig hoch, köpft dann aus elf Metern aber ans linke Aluminium – bevor Gebre Selassie den Abstauber aus sechs Metern über den Kasten schaufelt.

52. Min.: TOOOOOOOOR, 1:0 für den SVW, Yuya Osako. Werder führt – dank eines wunderbaren Treffers von Yuya Osako, der sich nach Friedls punktgenauem Flugball zwischen die Innenverteidiger an den Elfmeterpunkt schleicht, um die Kugel erst mit der Brust zu verarbeiten und sie dann aus der Luft flach links zu vollenden.

58. Min.: Möhwald legt auf Sargent in den Strafraum, der von halbrechts flach abzieht, doch Meyer ist schnell unten.

67. Min.: Osako verpasst sein zweites Tor – Sargent leitet einen langen Ball mit der Brust weiter auf Osako, der aus elf Metern freie Bahn hat, aber dann an Meyers Glanzparade scheitert.

89. Min: Regensburgs Albers hat im Fünfmeterraumgetümmel zweimal aus Nahdistanz den Abschluss, bekommt den Ball aber nicht an Pavlenka vorbei. Durchatmen!

90.+5 Min.: Schluss in Regensburg! Werder hat auch die letzten verzweifelten Versuche des SSV Jahn abgewehrt und steht im Halbfinale des DFB-Pokals 2020/21!

Fazit: Werder erarbeitete sich im Verlauf der ersten Halbzeit mehr und mehr Spielvorteile, fand gegen die punktuell scharf pressenden Gastgeber jedoch zunächst kein Mittel, um sich wirkliche Chancen herauszuspielen  – auch weil die zuhauf herausgeholten Ecken keinen Abnehmer im Zentrum fanden. So blieb Rashicas Flachschuss der einzige Torabschluss vor der Pause (26.). Das sollte sich mit Wiederanpfiff ändern: Zwar hatten die Gäste etwas Glück, das Albers zu hoch zielte (48.), doch Osako belohnte den nun offensiv konsequenteren SVW mit einer technisch piekfeinen Aktion (52.). Unmittelbar zuvor war Moisanders Kopfball schon an den Pfosten geklatscht (50.). Nachdem Werders Torschütze seinen Doppelpack knapp verpasste (67.), witterte der SSV mit der Schlussphasenbrechstange Morgenluft, aber Jiri Pavlenka hielt seinen Kasten einmal mehr in dieser DFB-Pokalsaison sauber.

 
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