Werder-Cup und Young Coach Ausbildung in Bremen

Die Young Coaches und ihre Ausbilder lernten viel mit- und voneinander.
WERDER BEWEGT
Mittwoch, 29.05.2013 // 16:16 Uhr

Ein bisschen Champions League Atmosphäre kam letzten Samstag beim 100% Werder-Cup auf als die zwei Handicap-Mannschaften unter dem tosenden Applaus der Zuschauer zum Finale einliefen ...

Ein bisschen Champions League Atmosphäre kam letzten Samstag beim 100% Werder-Cup auf als die zwei Handicap-Mannschaften unter dem tosenden Applaus der Zuschauer zum Finale einliefen und sich neben dem Schiedsrichter für das Spiel feierlich aufreihten.

"Ich glaube das war der beste Werder-Cup für Handicap-Mannschaften, den wir bisher durchgeführt haben", fasste Tim Juraschek, Leiter der CSR-Abteilung des SV Werder Bremen, zusammen. "Ich bin überwältigt von dem reibungslosen Ablauf und der Organisation des Cups für Förderschulen und Fördervereine durch die Young Coaches".

Die Organisation des Cups - die Turnierleitung, Schiedsrichterarbeit und das Catering - lag in den Händen der 11 Young Coaches, die vom 22. - 26. Mai 2013 im Weser-Stadion ihr 2. Ausbildungsmodul zum Trainer im Behindertenfußball absolvierten. Die Ausbildung ist ein gemeinsames Projekt des SV Werder Bremen, des FC Basel und Bayer 04 Leverkusen und wird im Rahmen der Mitgliedschaft zur Football Club Social Alliance durchgeführt. Ziel ist es, junge Menschen sowohl mit als auch ohne körperliche oder geistige Behinderung gemeinsam zu Young Coaches im Behindertenfußball auszubilden und sie zu befähigen, selbstständig oder in Tandems Trainingseinheiten von Handicap-Mannschaften zu leiten.

Diese Trainingsleitung ist auch für Teilnehmer ohne Behinderung eine Herausforderung. Micha aus Bremen, Sportstudent, stellte nach dem Training eines Handicap-Teams fest, dass "der Schritt rückwärts oft schwieriger ist als der Schritt vorwärts", d. h. die Übungen einfacher zu gestalten, als einen Schwierigkeitsgrad hinzuzufügen. Durch die Zusammenarbeit mit Jannik, seinem Tandem-Partner, und den anderen Young Coaches mit Behinderung fällt ihm der Lernprozess aber leichter.

Nach dem 1. Ausbildungsmodul im April in Leverkusen wurden die Lerninhalte im Trainerbereich in Bremen nun vertieft. Dabei erhielten die Young Coaches unerwartet prominente Unterstützung durch Tim Borowski, der die Gruppe zwei Tage begleitete. Das war für viele ein absolutes Highlight. "Er ist einer meiner Lieblingsspieler. Dass so ein Fußballer, so ein Profi dasitzt, ist schon cool. Und er hat auch viel geholfen, als wir nicht weiterwussten", berichtete Young Coach Jannik und strahlte über das ganze Gesicht. "Auch ich hab mich sehr gefreut", sagte Borowski, der bei Werder derzeit eine Management-Trainee Ausbildung absolviert. "Ich konnte viel lernen und aufsaugen. Wir hatten hier im Weser-Stadion zwei wundervolle Tage mit den Ausbildern und den Young Coaches und ich freue mich, dass ich dabei sein konnte."

Mit vielen tollen Erinnerungen und neuem Trainer Know-how im Gepäck werden die Young Coaches aus Bremen und Leverkusen im Juli zu ihren Kollegen nach Basel zum Special Youth Camp fahren. "In Basel können wir zeigen, was wir in Bremen und Leverkusen gelernt haben", freut sich Claas schon heute. Die Young Coaches werden ein Training sowie das Abschlussturnier des Fußball- und Sommercamps für Jugendliche mit einer körperlichen und/oder geistigen Behinderung leiten und die deutschen, englischen und Schweizer Instruktoren während der Woche unterstützen.

Die fest zusammengewachsene Gruppe der Young Coaches und Ausbilder freut sich auf das Special Youth Camp, das ihrer Meinung nach nur "ein großer Erfolg" werden kann. Und sicherlich wird auch in Basel wieder ein bißchen Champions League Stimmung aufkommen. Man darf gespannt sein!