U 23: Geglücktes Niemeyer-Comeback bei souveränem Sieg

Gutes Spiel: Peter Niemeyer absolvierte nach sechsmonatiger Verletzungspause am Donnerstagabend erstmals wieder eine Partie für die Grün-Weißen.
U23
Donnerstag, 20.03.2008 // 23:48 Uhr

Gegen die Profis des VfL Wolfsburg stand Peter Niemeyer am vergangenen Sonntag erstmals wieder im Bundesliga-Kader von Werder Bremen, am Donnerstagabend durfte er dann mit Werders U 23 gegen die zweite Mannschaft der Wolfsburger auch das erste Mal wieder auf dem Platz ran. Ein erfolgreiches Comeback. Der 24-Jährige machte ein starkes Spiel, verlieh der Bremer Defensive die nötige Stabilität und setzte auch Akzente im Spiel nach vorne. "Ich bin glücklich, dass ich nach sechs Monaten Pause nun endlich wieder spielen durfte. Es fehlte zwar noch ein wenig die Spritzigkeit und auch die Feinabstimmung aber ich bin ganz zufrieden", freute sich Peter Niemeyer. Auch Werders U 23-Coach Thomas Wolter bescheinigte dem Rückkehrer einen guten Einstand: "Peter hat exzellent gespielt. Er hat seine Qualitäten heute gut eingebracht."

 

Zugleich fand der Bremer Coach jedoch auch lobende Worte für die Spieler, die aufgrund von den Einsätzen von Peter Niemeyer und Christian Vander auf der Bank Platz nehmen mussten. "Das Verhalten von Finn Holsing und Sandro Stallbaum ist vorbildlich. Sie haben die Entscheidung sofort mitgetragen und nur an den Erfolg der Mannschaft gedacht."

 

Die Unterstützung der Profis hatte einige Umstellungen im Team von Trainer Thomas Wolter zur Folge. Auf unverhoffter Position fand sich dabei Stefan Ronneburg wieder. Der 19-Jährige, der bei der U 19 bislang nur in der Offensive zum Einsatz kam und bei Werders U 23 in einigen Spielen schon im defensiven Mittelfeld wirbelte, nahm erstmals die Position auf der rechten Abwehrseite ein. "Da habe ich noch nie gespielt", zeigte sich Ronneburg schon ein wenig von der Maßnahme überrascht. "Mit dem Ergebnis bin ich aber zufrieden. Es hat ganz gut geklappt und wir haben zu null gespielt. Ich freue mich, dass ich zum Erfolg der Mannschaft beitragen konnte." Auch Thomas Wolter war mit der Leistung des A-Jugendlichen zufrieden: "Stefan ist ein enorm schlauer Fußballer, der die ungewohnte Rolle gut aufgenommen hat."

 

Eine gute Rolle spielt in den letzten Spielen auch immer mehr Angreifer Kevin Schindler. Der 19-Jährige erzielte nun schon im dritten Spiel in Folge ein Tor. "Sicher freue ich mich immer, wenn ich ein Tor schieße. Aber ganz zufrieden bin ich mit meiner Leistung heute nicht. Ich habe nicht richtig ins Spiel gefunden und mich gegen die Wolfsburger Abwehr schwer getan. Daran muss ich arbeiten", gibt sich der Angreifer selbstkritisch.

 

Sein Treffer zum 3:0 war der Schlusspunkt in einem souverän geführten Spiel der Grün-Weißen. "Das war ein verdienter Sieg. Wir haben gegen die Wolfsburger kaum eine Chance zugelassen", so das Fazit von Kevin Schindler, der von Mitspieler Stefan Ronneburg bestätigt wurde: "Wir haben die Partie überlegen geführt. Vielleicht hätten wir diese Überlegenheit aber noch konsequenter nutzen müssen."

 

Angesichts des Dauerregens, der 90 Minuten auf die Spieler, Trainer und Zuschauer einwirkte, fiel das Fazit von Werder-Coach Thomas Wolter dementsprechend knapp aus: "Da ich aus den nassen Klamotten raus will, mache ich es kurz: Wir haben 3:0 gewonnen, drei Punkte geholt, ich wünsche allen frohe Ostern!"

 

Norman Ibenthal