Möhlmann: Schwer gegen Werder zu gewinnen

Spielte 10 Jahre für Werder Bremen in der 1. und 2. Bundesliga: Eintracht-Coach Benno Möhlmann.
U23
Donnerstag, 13.09.2007 // 16:53 Uhr

Am Freitagabend, 14.09.2007, kehrt der ehemalige Werder-Profi Benno Möhlmann als Coach von Eintracht Braunschweig an seine alte Wirkungsstätte zurück und trifft um 19.30 Uhr im Weser-Stadion auf Werders U 23. Im Kurzinterview spricht der 53-Jährige über seine Rückkehr.

 

WERDER.de: Der Saisonstart der Eintracht lief nicht nach Maß. Wie erklären Sie sich die anfänglichen Schwierigkeiten?

BENNO MÖHLMANN: Wir sind mit einem neu zusammengestellten Team in die Saison gegangen. Dass wir mit dieser neuen Truppe nicht vorne weg marschieren war uns klar. Dennoch haben wir einige Spiele überlegen gestaltet und konnten sie trotzdem nicht in Siege umsetzen. Das hat sicherlich mit der neuen Mannschaft und auch mit individuellen Fehlern zu tun, aber hundertprozentig erklären können wir das nicht. Wir hatten uns erhofft, dass wir schneller Erfolg haben.

 

Mit Braunschweig kehren Sie an Ihre alte Wirkungsstätte zurück. Mit welchen Gedanken kommen Sie nach Bremen?

Natürlich habe ich noch eine Beziehung zu Bremen. Ich wohne dort. Aber mein letztes Spiel für Werder habe ich vor 20 Jahren gemacht. Danach habe ich schon einige Spiele gegen Bremen bestritten, insofern geht es auf der emotionalen Seite sehr ruhig zu.

 

Ihr Team hat in dieser Saison im DFB-Pokal gegen Werders Profis gespielt und musste sich knapp geschlagen geben. Was rechnen Sie sich gegen die U 23 aus?

Die Profis sind aus der Favoritenposition gegen uns ins Spiel gegangen. Die U 23 ist ein Team mit vielen talentierten Spielern, sie werden gegen eine Traditionsmannschaft wie unsere motivierter sein als die Profis. Wir müssen eine sehr gute Leistung bringen, wenn wir gewinnen wollen.

 

Gegen Magdeburg haben Sie Werder beobachtet. Was hat Ihnen imponiert, welche Angriffspunkte haben Sie entdeckt?

Das einzige Manko, das die U 23 hat, ist, dass sie nicht ganz so konstant spielt. Wenn die Mannschaft aber einen guten Tag hat, ist es für jeden Verein in der Regionalliga schwer, gegen Werder zu gewinnen. Gegen Magdeburg haben sie aus einer kompakten Abwehr heraus sehr schwungvoll und beweglich nach vorne agiert. Es steckt sehr viel Potenzial in jedem Einzelnen.

 

Bei Werder sind ihre Töchter, Britta und Lara, in Ihre Fußstapfen getreten und streifen das grün-weiße Trikot über. Haben Sie sich schon ein Spiel angeschaut?

Ich habe die erste halbe Stunde des Spiels gegen den SC Vahr gesehen. Werder war einfach zu überlegen. Da hab ich gedacht, dass sie auch ohne mich gewinnen (lacht). Generell schaue ich mir lieber Frauenfußballspiele auf hohem Niveau an als eine unterklassige Begegnung der Herren.