Man trifft sich immer zweimal

Bekannter Zimmernachbar: Marc Pfitzner wohnt mit Justin Eilers in einem Hotel (Foto: nordphoto).
Marc Pfitzner
Donnerstag, 07.07.2016 // 17:03 Uhr

von Marcel Kuhnt

Manchmal ist die Welt doch kleiner als man denkt. Anders

lässt sich das, was Marc Pfitzner und Justin Eilers erlebt haben, kaum beschreiben.

Unter den zahlreichen Bremer Hotels haben sich die Beiden, ohne es selbst zu

wissen, die gleiche Unterkunft ausgesucht. Die Überraschung folgte am

Frühstückstisch. „Ich wollte gerade anfangen zu essen, da kommt auf einmal

Justin rein“, sagt Pfitzner über das Treffen mit Eilers, der ergänzt: „Das war

sehr witzig und schon ein reiner Zufall.“

Es ist jedoch nicht nur die Begegnung zweier grün-weißer Neuverpflichtungen im gleichen Hotel. Ganz im Gegenteil. Das morgendliche Treffen ist auch das Wiedersehen zweier Freunde und ehemaliger Teamkollegen. Bereits bei Eintracht Braunschweig standen Pfitzner und Eilers zusammen auf dem Platz. „Damals haben wir gemeinsam bei den Profis der Eintracht gekickt. Justin wurde zu der Zeit sechs, sieben Mal eingesetzt. Danach hat er dann den Verein verlassen“, erzählt Pfitzner.

Fast acht Jahre liegt diese Zeit zurück. Am 21.11.2008 in Düsseldorf liefen die gebürtigen Braunschweiger zuletzt für den BTSV auf. Den Kontakt haben sie trotz unterschiedlicher Klubs nicht verloren. „Wir kennen uns sehr gut und haben, nachdem die Transfers fix waren, auch schon telefoniert. Wir werden auch privat das ein oder andere unternehmen“, sagt Eilers, der bereits jetzt über Marc Pfitzner einiges zu erzählen hat: „Marc ist ein absoluter Führungsspieler, eine echte Persönlichkeit und sehr zweikampfstark im defensiven Mittelfeld. Er wird die U 23 mit seiner Erfahrung und seinem gewissen Alter leiten. Es ist seine erste Station außerhalb von Braunschweig und ihm ist die Entscheidung als heimatverbundener Mensch bestimmt nicht leicht gefallen. Ich bin mir aber sicher, dass der Schritt für ihn persönlich richtig war und er hier schnell Fuß fassen wird."

Marc ist ein absoluter Führungsspieler.
Justin Eilers

Gleiches wünscht sich auch Pfitzner für seinen alten, neuen Vereinskollegen. „Er hat es sich verdient in der Bundesliga zu spielen. Ich hoffe, dass er bei den Profis richtig Gas gibt, während ich die U 23 unterstütze. Dafür drücke ich ihm die Daumen“, sagt der 31-jährige Defensivspieler. Und wenn es die Zeit zulässt, können sich Pfitzner und Eilers mal wieder zum Frühstück treffen. Dann aber in ihren eigenen vier Wänden.