Wolter erwartet "eine ganz andere Mannschaft"

U 23-Coach Thomas Wolter muss am morgigen Dienstag mit seinen Mannen beim FC St. Pauli II antreten.
U23
Montag, 22.04.2013 // 17:20 Uhr

5 Spiele in 13 Tagen: Wenn Werders U 23 am morgigen Dienstagabend, 18.30 Uhr, beim FC St. Pauli II antritt, werden die Talente ihre bereits fünfte Partie innerhalb kürzester Zeit bestreiten. „Wir sind Fußballer und Fußballer wollen so oft wie möglich spielen. Ich freue mich sehr darüber, dass wir in dieser Phase wenig Verletzte zu beklagen haben. Dadurch habe ich wieder mehr Möglichkeiten. Ich kann dem einen oder anderen Spieler eine Pause gönnen oder auch mal durchtauschen. Das ist ganz wichtig", äußert sich Coach Thomas Wolter vor der Nachholpartie im Stadion an der Hoheluft.

Doch ausgerechnet in der letzten Einheit vor dem Spiel in Hamburg musste Linksverteidiger Florian Hartherz das Training vorzeitig abbrechen. Bei einem Pressschlag knickte der Linksverteidiger mit dem Fuß um. „Wir werden bei Florian kein Risiko eingehen. Ich befürchte daher, dass er in Hamburg nicht dabei sein wird", so Wolter mit Blick auf das morgige Duell beim Tabellensiebten.

Dabei könnte Werders U 23 ein Motivationsproblem bekommen. In der Regionalliga Nord auf Platz fünf stehend, sind die tabellarischen Aussichten sowohl nach oben (acht Zähler auf Wolfsburg II) als auch nach unten (sieben Punkte vor Weiche Flensburg) eher begrenzt. Auch Wolter sieht darin eine gewisse „Problematik", hofft aber gleichzeitig, dass „die Mannschaft weiter Gas gibt".

Mut dürften ihm die letzten beiden Auftritte machen. In Goslar gewann sein Team mit 3:1, am vergangenen Freitag ließ die U 23 ein 1:1 beim Spitzenreiter Holstein Kiel folgen. Doch auch die Braun-Weißen sind derzeit gut in Form. So setzte es gegen den Hamburger SV II (2:1) sowie gegen den SC Victoria (3:1) zwei wichtige Derbyerfolge.

Vielleicht sollten sich die Bremer einfach das 6:0-Hinspielergebnis in Erinnerung rufen? Jedoch wiegelt Wolter da vehement ab: „Es kommt eine ganz andere Mannschaft auf uns zu. Es sind im Laufe der Saison viele Profis hinzugekommen, weil sie gemerkt haben, dass sie was tun müssen, um nicht abzusteigen."

von Timo Volkmann