Werders U 23 reist zum Tabellenführer

Ob Lennart Thy die Reise nach Sandhausen oder nach Köln antritt, entscheidet sich erst am Freitag.
U23
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Mit diesem Thema möchte sich Werders U 23-Trainer Thomas Wolter gar nicht auseinandersetzen: „Davon müssen wir uns doch längst freimachen. In dieser Situation stecken wir schon seit Wochen. Für mich ist es wichtig, wie wir uns in den kommenden Spielen präsentieren. Und so, wie gegen Babelsberg, dürfen wir uns nicht noch einmal präsentieren. Das ist eine Frage des Charakters. Wir müssen jedes Spiel so angehen, als ob wir noch die Chance auf den Klassenerhalt hätten. Das sind wir der Liga schuldig", macht der Bremer Coach deutlich, der mit seinem Team zumindest noch gerne die „Rote Laterne" abgeben möchte.

14 Punkte Rückstand bei noch 18 möglichen Zählern sind eine fast aussichtlose Situation für Werders U 23-Talente in der 3. Liga. Wenn am Osterwochenende alles schlecht für die Grün-Weißen läuft, kann der Abstieg schon besiegelt sein.

Die nächste Partie ist für die Bremer eine Begegnung der Gegensätze. Auf der einen Seite die Grün-Weißen, die das Ende der Tabelle zieren, und auf der anderen Seite der SV Sandhausen, aktueller Tabellenführer der 3. Liga. „Sie sind jetzt da, wo man sie sicherlich schon im vergangenen Jahr erwartet hat. Sandhausen hat sich ein gutes Polster erspielt und steht völlig zu Recht da oben", weiß Thomas Wolter um die Schwere der bevorstehenden Aufgabe im Hardtwaldstadion (Samstag, 07.04.2012, 14 Uhr).

Vier Punkte Vorsprung hat sich das Team von Trainer Gerd Dais auf den Relegationsplatz herausgespielt, sechs Punkte sind es auf den undankbaren vierten Rang. Um den Aufstieg endgültig unter Dach und Fach zu bringen, muss der SV in der Schlussphase der Saison jedoch noch stabiler agieren. Die Bilanz seit dem Jahreswechsel liest sich zwar positiv, doch waren in den vergangenen Wochen immer wieder Ausrutscher dabei wie ein 0:3-Heimniederlage gegen Chemnitz oder ein 0:0 gegen Burghausen.

Erfolgsgarant in dieser Saison ist der herausragend besetzte Kader des SV Sandhausen, der neben spielerischer Qualität auch noch extreme Torgefahr ausstrahlt. Mit 49 Treffern ist Sandhausen hinter Saarbrücken (52 Tore) das offensivstärkste Team der Liga. Und in allen Mannschaftsteilen finden sich die Torjäger wieder. Angreifer und Kapitän Frank Löning zählt mit 13 Toren zu den Top-Torjägern der Liga, Mittelfeldmann David Ulm hat neun Treffer auf dem Konto und Defensivakteur Marco Pischorn brachte den Ball immerhin fünf Mal über die Linie. „Wir wollen sie gerne ein wenig ärgern", will Thomas Wolter die Außenseiterchance nutzen.

Im Hinspiel in Bremen gelang dies nicht. An der Weser musste sich Werder mit 0:2 geschlagen geben. Ohnehin spricht die Statistik zwischen beiden Teams für den SV. Sieben Mal traf man in der 3. Liga bislang aufeinander. Drei Mal siegte Sandhausen, zwei Mal Werder und zwei Mal trennten sich beide Teams mit einem Unentschieden.

Personell wird sich im Kader der Grün-Weißen nur wenig ändern. Die Langezeitverletzten Onur Ayik, Kevin Krisch, Jerome Reisacher, Özkan Yildirim und Predrag Stevanovic fallen weiterhin aus. Hinter dem Einsatz von Leon Balogun (grippaler Infekt) steht noch ein Fragezeichen. „Ansonsten müssen wir abwarten, wer im Bundesliga-Kader dabei sein wird", so Wolter.

Norman Ibenthal

 

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