SV Werder will fußballerisch gutes Niveau in Tore umsetzen

Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Der SV Werder Bremen muss am 21. Spieltag der Fußball-Bundesliga zum 1. FC Nürnberg reisen. Im Frankenstadion erwartet die Bremer keine leichte Aufgabe, denn die Nürnberger stecken mitten im Abstiegskampf und benötigen jeden Zähler. In drei Spielen nach der Winterpause gab es drei Niederlagen. Auch für die Bremer ist ein Sieg ernorm wichtig, um weiterhin in der Spitzengruppe der Liga zu bleiben. Die bisherige Punkteausbeute aus den drei Rückrundenspielen spiegelt nicht die gezeigten Leistungen wieder.

 

Gute Bilanz gegen den "Klub" keine Erfolgsgarantie

 

"Wir haben bis jetzt sehr gut gespielt, gut kombiniert und uns sehr viele Torchancen erarbeitet. Fußballerisch befinden wir uns auf einem sehr guten Niveau und bieten dem Zuschauer einiges an. Das müssen wir so fortsetzen und die negativen Dinge verbessern", erklärt Werders Cheftrainer Thomas Schaaf. Dennoch sprang nur ein Zähler dabei heraus. "Unser Manko war es, dass wir unsere vielen, klaren Möglichkeiten nicht genutzt haben. Das ist dann bestraft worden", so Schaaf und ergänzt: "Wir haben unsere Lehren aus den bisherigen Spielen gezogen. Im Abschluss müssen wir uns erheblich verbessern und bei Standardsituationen müssen wir mehr dagegen gehen und enger am Gegenspieler stehen. Daran haben wir die Woche über auch gearbeitet." Die Vorzeichen für einen Sieg der Hanseaten im Frankenstadion stehen sehr gut. Die vergangenen drei Partien gegen den 1. FC Nürnberg konnten die Grün-Weißen für sich entscheiden und erzielten dabei elf Treffer, während die Nürnberger nur ein Mal jubeln konnten. Diese Tatsachen lassen Werders Trainer aber kalt. "Für solche Dinge können wir uns nichts kaufen. Wir dürfen nicht zurückblicken und uns auf der Vergangenheit ausruhen, sondern müssen nach vorne schauen. Dazu gehört, dass wir uns wieder voll auf den Gegner konzentrieren. Auch wenn wir die letzten Spiele gegen Nürnberg gewonnen haben und dort in der vergangenen Saison eine Siegesserie gestartet haben. Aber das ist keine Garantie für einen erneuten Erfolg und deshalb müssen und wollen wir unsere Aufgaben wieder erfüllen um erfolgreich zu sein", macht Schaaf klar.

Gegen den 1. FC Nürnberg muss Thomas Schaaf auf seinen Kapitän Frank Baumann verzichten. Werders Abwehrspieler weilte neben sechs weiteren Werderanern in der Woche bei der Nationalmannschaft. Als einziger Kicker kehrte Baumann verletzt zurück. Die Diagnose lautet Muskelfaserriss. "Er ist ein sehr wichtiger Spieler, auf den wir jetzt verzichten und ihn ersetzten müssen. Das ist sicher eine unbefriedigende Situation, aber wir werden eine gute Lösung in der Abwehr finden", gibt sich Schaaf enttäuscht aber kämpferisch. Und auch auf Ivan Klasnic und Ludovic Magnin muss Schaaf verzichten. Klasnic fällt nach einem außergewöhnlichen Kreuzbandriss für rund zwölf Wochen aus, während Magnin nach seiner Außenbanddehnung im Knie immer noch nicht wieder fit ist.

 

Gegner unter Druck setzen und zu Fehlern zwingen

 

Obwohl die Nürnberger bisher nicht so erfolgreich waren, bereitet sich Schaaf genauso intensiv auf die Franken vor, wie auf jeden anderen Gegner auch. "Wir haben sie beobachtet und uns Gedanken darüber gemacht, wie man gegen sie spielen kann", so Schaaf. "Auf jeden Fall wird es keine einfache Aufgabe. In den letzten Tagen hat in Nürnberg der Baum richtig gebrannt und es gab viel Unruhe. Dadurch werden sie besonders gefährlich, denn die Kritik will die Mannschaft nicht so stehen lassen und alles dafür geben, um das Gegenteil zu beweisen." Wie die Grün-Weißen im Frankenstadion gegen den angeschlagenen Gegner agieren werden erklärt Schaaf auch: "Man muss erst mal abwarten, wie die Nürnberger auflaufen werden, was personell möglich ist und vor allem was wir zulassen. Ich erwarte sie sehr engagiert und kämpferisch. Ihre Stärken liegen im Kombinationsspiel. Das dürfen wir nicht zulassen, müssen sie frühzeitig stören, unter Druck setzen und zu Fehlern zwingen."

Beim 1. FC Nürnberg wir auf jede Fall Torjäger Sasa Ciric ausfallen, der am vergangenen Spieltag in Hannover die gelb-rote Karte sah. Das ist sicher ein Vorteil für die gebeutelte Abwehr des SV Werder, da Ciric mit elf Treffern drittbester Torschütze der Bundesliga ist.