Die Punkte blieben auf dem Bökelberg

Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Der SV Werder wartet im Jahr 2002 weiterhin auf den ersten Auswärtssieg und befindet sich damit weiter auf der Suche nach der Erfolgsformel aus der Hinrunde. Mit einer 0:1-Niederlage auf dem Gladbacher Bökelberg verlieren die Werderaner zudem weiteren Boden im Kampf um die UEFA-Cup-Plätze.

 

Die Partie auf dem Bökelberg begann mit einer Überraschung in der Bremer Startelf: Für Ailton durfte Ivan Klasnic stürmen. Der Kroate kam damit zu seinem vierten Einsatz von Beginn an. Nach ausgeglichenen ersten zehn Minuten geriet der SV Werder stark unter Druck. Die Gastgeber vom Niederrhein, bei denen der Ex-Bremer Arie van Lent im Sturmzentrum agierte, erspielten sich durch Ulich (14.) und Aidoo (17.) zwei gute Chancen zur Führung. Die größte Gelegenheit vergab van Houdt, der in der 19. Minute den linken Pfosten des Bremer Gehäuses traf. Die Grün-Weißen hingegen boten im weiteren Verlauf einen schwachen ersten Durchgang. Zuviele Fehlpässe im Spielaufbau und schlechtes Zweikampfverhalten ließen die Borussen immer besser ins Spiel kommen. Dennoch boten sich den Bremern einige Ausgleichschancen. Die beste vergab Marco Bode. Nachdem sich Razundara Tjikuzu auf der rechten Seite durchgesetzt hatte, klärte Korell vor dem Bremer Angreifer zur Ecke (34.). Als es den Anschein hatte, dass sich die Werderaner in der eigenen Hälfte etwas Luft verschaffen können, schlugen die Gladbacher zu.

 

Van Houdt sorgte mit unhaltbaren Kopfball für die Führung

 

Van Houdt tauchte am 5 m-Raum ab und köpfte den Ball unhaltbar in den linken Winkel zur Führung ein (36.). Nach dem Gegentor kam der SV Werder durch Tim Borowski vor der Halbzeit noch zur Ausgleichsmöglichkeit. Nachdem sich der Mittelfeldspieler gegen Eberl durchgesetzt hatte, zog er von der Strafraumgrenze ab. Den Torschuss parierte Fohlen-Keeper Stiel allerdings in höchster Not.

 

In die zweiten 45 Minuten starteten die Grün-Weißen rasant. Gleich im ersten Angriff herrschte höchste Alarmstufe im Gladbacher Strafraum. Zunächst kam Marco Bode einen Schritt zu spät und Stiel klärte. Im direkten Nachschuss scheiterte dann der für Tim Borowski eingewechselte Ailton. Die nächsten beiden Möglichkeiten von Ivan Klasnic vereitelten Korell und Nielsen auf der Torlinie. Werder konnte sich nun steigern und seinen Anteil zu einem spannenden Bundesligaspiel beisteuern. Sowohl die Gladbacher als auch die Bremer hatten einige gute Torchancen. Die Werder-Abwehrspieler schalteten sich mehr und mehr in den Angriff ein. Aus aussichtsreicher Freistoßposition zog Mladen Krstajic ab. Doch Stiel konnte den strammen Schuss des Jugoslawen im Nachfassen sichern (51.). Kurz darauf prüfte Frank Verlaat mit einem Weitschuss die Fähigkeiten von Stiel. Der Gladbacher Schlussmann bekam die Finger noch an den Ball und klärte zur Ecke (54.). Auf der Gegenseite setzte Demo einen Schuss knapp am Kasten vorbei (55.). Werder Bremen drückte weiter auf den Ausgleich. Abermals Frank Verlaat verlangte Gladbach-Keeper Stiel mit seinem Kopfball alles ab (63.). Nach der Einwechselung von Roberto Silva (78.) drängten die Werderaner die Gladbacher in die eigene Hälfte zurück. Die Hausherren blieben jedoch durch einige Konter immer gefährlich.

 

Rost verhinderte die endgültige Entscheidung

 

So hatte van Lent bei einem dieser Tempogegenstöße die Chance, das Match endgültig zu entscheiden (83.). Der Stürmer scheiterte am herausgelaufenen Werder-Keeper Frank Rost. Hausweiler setzte den letzten Gladbacher Konter über das Bremer Gehäuse (86.). Die letzte Chance zum Ausgleich bot sich Victor Skripnik. Ailton hatte dem Ukrainer aufgelegt. Doch in Rücklage schoss er am Kasten vorbei (88.).

 

Andreas Einbock