Keine Tore beim Wiedersehen mit Diego in Wolfsburg

Weder Marko Arnautovic noch Diego konnten sich in die Torschützenliste eintragen.
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Werder Bremen und der VfL Wolfsburg trennten sich am 15. Spieltag 0:0-Unentschieden. In einer ersten Halbzeit mit wenigen Höhepunkten waren die Gastgeber mit Ex-Bremer Diego die leicht dominierende Mannschaft, Torchancen blieben aber auf beiden Seiten Mangelware. Auch nach der Pause bot sich den Fans kein Fußballfest, doch die Grün-Weißen kamen besser in die Partie. Zwei Aufreger gab es in der Schlussphase. Zunächst vergab Werder-Kapitän Torsten Frings die Chance zur Führung vom Elfmeterpunkt, ehe es sein Pendant Edin Dzeko auf Wolfsburger Seite nicht besser machte und ebenfalls einen Strafstoß verschoss. Da die Bremer in den Schlussminuten weitere Großchancen liegen ließen, endete die Partie torlos.

 

Gegenüber dem 3:0-Heimsieg gegen St. Pauli nahm Cheftrainer Thomas Schaaf zwei Änderungen in der Anfangsformation vor. Philipp Bargfrede kehrte nach seiner Gelb-Rot-Sperre in die Startelf zurück. Dafür musste Felix Kroos auf der Bank Platz nehmen. Im Angriff durfte der wiedergenesene Marko Arnautovic von Beginn an ran. Der Österreicher ersetzte den Rot-gesperrten Hugo Almeida.

 

Guter Start für Diego

 

Diego spielte zu Beginn sehr auffällig. Mit zunehmender Spieldauer gelang es den Bremern jedoch dem Ex-Mitspieler die Lust am Spiel zu nehmen.

Nach dem Anpfiff dauerte es einige Minuten bis beide Mannschaften auf dem Platz in der Wolfsburger Volkswagen-Arena angekommen waren. Nach einem beiderseitigen Abtasten war es der Ex-Bremer Diego, der erstmals für Torgefahr sorgte. Nachdem der Brasilianer an der linken Strafraumkante zu Fall gebracht wurde, zog er den anschließenden Freistoß selbst direkt aufs Tor, doch Werder-Keeper Tim Wiese faustete den Ball aus der Gefahrenzone (8.).

 

Zwei Minuten später machte Werder erstmals in der Offensive auf sich aufmerksam. Nach einem von Arnautovic eingeleiteten Konter spielte Aaron Hunt das Leder von rechts zurück auf Bargfrede, der sofort abzog. Die 20-Meter-Direktabnahme flog jedoch knapp am langen Pfosten vorbei (10.).

 

Auch in der Folge galt: Wenn Wolfsburg gefährlich wurde, dann war Diego stets involviert. So auch in der 15. Minute, als Mandzukic den Ball auf den Ex-Werderaner zurückgab, der es direkt von links aus dem Strafraum versuchte. Doch auch diesmal war Wiese auf dem Posten und faustete den Ball auf der Linie weg. Die Gastgeber hatten bis zur 30. Minute etwas mehr vom Spiel, kamen aber nicht zu weiteren nennenswerten Torgelegenheiten.

 

Viel Leerlauf in der ersten Hälfte

 

Aaron Hunt setzte in der Offensive einige Akzente. In der Schlussminute hätte er das Siegtor markieren können.

Die Grün-Weißen präsentierten sich in der Defensive gut geordnet und kamen nach einer halben Stunde auch wieder gefährlich vors Tor der Gastgeber. Zunächst überlupfte und umlief Arnautovic seinen Gegenspieler im Strafraum, um dann aus spitzem Winkel direkt abzuziehen, doch Benaglio klärte zur Ecke (29.). Kurz darauf vergab Marin die Chance zur Führung, Werders Nummer zehn brachte nach guter Hereingabe von Bargfrede nicht genügend Kraft hinter den Ball, so dass der Schweizer Nationalkeeper erneut klären konnte (31.).

 

Bis zur 45. Minute passierte nicht mehr viel, doch unmittelbar vor der Pause schickte Hunt Arnautovic noch einmal mit einem Traumpass allein vors Tor. Der Österreicher vergab, allerdings hatte der Schiedsrichter zuvor auf Abseits entschieden. Auch direkt nach der Pause waren es nur die Bremer, die gefährlich wurden. Zunächst blieb Arnautovic bei zwei aufeinanderfolgenden Freistößen jeweils in der Wolfsburger Mauer hängen (49.), ehe sich Hunt aus gut 28 Metern ein Herz fasste und abzog, der Ball flog jedoch über den Kasten (54.).

 

Bevor die turbulente Schlussphase einsetzte, setzten die Gastgeber noch einmal ein Ausrufezeichen. Zunächst vergab Mandzukic nach Querpass von Riether (55.), bevor Per Mertesacker die hundertprozentige Gelegenheit für den VfL in letzter Sekunde zunichte machte. Der starke Bremer Abwehrchef rutschte in eine Hereingabe von Riehter hinein und klärte, so dass die einschussbereiten Josue und Mandzukic nicht an den Ball kamen (62.).

 

Zwei Elfmeter - keine Tore

 

Diego Benaglio hielt den Elfmeter von Torsten Frings mit etwas Glück.

Dann folgte der erste Strafstoß. Hunt hatte Bargfrede mit einem Klasse-Pass im Strafraum bedient und jener war beim Versuch den Ball zu kontrollieren von Josue gefoult worden. Frings trat an und versuchte den Ball in der Tormitte unterzubringen, doch traf der Werder-Kapitän das Bein von Benaglio, von wo der Ball unglücklich gegen die Latte sprang (74.) – kein Tor! Fast im direkten Gegenzug dann plötzlich Elfmeter auf der anderen Seite. Mandzukic fiel im Sechzehner wie vom Blitz getroffen um, da Prödl ihn mit dem Arm im Gesicht erwischt hatte, woraufhin Aytekin erneut auf den Punkt zeigte. Doch auch Wolfsburgs Schütze zeigte Nerven: Edin Dzeko verlud zwar Wiese, zielte dafür rechts über den Kasten (77.).

 

Am Ende blieb es beim 0:0, da das Team von Thomas Schaaf zwei weitere Großchancen vergab. Zunächst verpasste Arnautovic - der nach Klasse-Pass von Marin frei vor Benaglio stand - das 1:0 (83.), bevor Hunt aus ähnlich guter Position am Schweizer Schlussmann scheiterte (90.).

 

Christoph Muxfeldt