Schwache Bremer unterliegen Mainz zu Hause mit 0:2

Mikael Silvestre konnte den Gegentreffer durch Marcel Risse nicht verhindern.
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Werder Bremen musste am 4. Spieltag die erste Heimniederlage der aktuellen Saison hinnehmen. In einer über weite Strecken ereignisarmen Partie unterlagen die Grün-Weißen dem neuen Tabellenführer 1. FSV Mainz 05 mit 0:2 (0:0). Gegen defensiv gut stehende Gäste gelang es dem Team von Cheftrainer Thomas Schaaf viel zu selten sich gute Torgelegenheiten herauszuspielen. In der zweiten Hälfte drehten die ohnehin aktiveren Mainzer auf und kamen durch Treffer von Risse (55.) und Schürrle (61.) zum verdienten Auswärtssieg.

 

Clemens Fritz im Zweikampf mit dem später ausgewechselten Adam Szalai.

Gegenüber der Champions-League-Partie gegen Tottenham Hotspur am Dienstag baute Cheftrainer Thomas Schaaf die Werder-Startelf auf zwei Positionen um. Für Philipp Bargfrede und Wesley begannen im Mittelfeld Tim Borowski und Aaron Hunt.

 

Große Impulse gingen von der Umstellung jedoch zunächst nicht aus, die Anfangsphase einer insgesamt schwachen ersten Hälfte gehörte den Gästen aus Mainz. Zum ersten Mal gefährlich wurde es vor dem Tor von Tim Wiese nach vier Minuten, als ein flacher Eckball von Lewis Holtby quer durch den Strafraum rutschte, bevor die Bremer Abwehr klären konnte. Kurz darauf versuchte es der Mainzer Youngster aus der Zentrale mit einem Distanzschuss aus knapp 30 Metern, doch der Ball flog knapp am linken Pfosten vorbei (7.). Zwei Minuten später probierte es Marcel Risse ebenfalls aus der Distanz, doch Wiese hatte keinerlei Probleme und konnte den Ball festhalten.

 

Viele Fehlpässe und keine Torgefahr in der ersten Hälfte

 

Erst nach zehn Minuten tauchten die Werderaner erstmals vor dem Gäste-Tor auf, doch Marko Marin konnte einen langen Ball von Clemens Fritz nicht kontrollieren und die erste potentielle Möglichkeit für die Grün-Weißen verpuffte. Im weitern Verlauf der ersten Halbzeit gelang es dem bemühten Marin, den ein oder anderen Freistoß in der gegnerischen Hälfte herauszuholen (14./26.), echte Torchancen sprangen aber nicht dabei heraus. Die einzige nennenswerte Gelegenheit in Halbzeit eins für Grün-Weiß hatte Tim Borowski, nachdem Almeida eine Silvestre-Flanke aus dem Halbfeld nach hinten abgelegt hatte. Der Schuss von der Strafraumkante verfehlte Wetklos Tor jedoch deutlich. Die Bremer hatten Probleme Druck aufzubauen und scheiterten mit ungenauen Bällen immer wieder früh im Spiel nach vorne an der eng gestaffelten Mainzer Hintermannschaft.

 

Die Gäste kamen bis zum Pausenpfiff allerdings auch nicht mehr gefährlich vor das Werder-Tor, die größte Chance war noch ein Distanzsschuss von Holtby, den Wiese jedoch problemlos festhalten konnte (36.).

 

Mehr Tempo in Halbzeit zwei

 

Beide Teams kamen personell unverändert aus der Kabine, wobei das Spiel nun etwas an Fahrt gewann. Nachdem sich Marcel Risse gegen Sebastian Prödl im Strafraum durchsetzen konnte, schoss der Mainzer Mittelfeldspieler nur knapp am langen Pfosten vorbei – auch weil Wiese den Winkel gut verkürzt hatte (49.). Im direkten Gegenzug klärte Bungert nach einer Marin-Flanke von rechts in höchster Not vor dem einköpfbereiten Marko Arnautovic (49.).

 

Nur selten konnte sich Marko Arnautovic gegen die Mainzer in Szene setzen.

Nur drei Minuten später hatte Tim Borowski die beste Werder-Chance der Partie, nachdem ihn Arnautovic mit einem Klassepass bedient hatte. Der Mittelfeldspieler lief allein auf Keeper Wetklo zu, schoss den Schlussmann jedoch an. Auch den Nachschuss von Arnautovic konnte der Torwart parieren (52). Als wäre die vergebene „Hundertprozentige“ nicht ärgerlich genug, fiel im Gegenzug auch noch das 0:1 für die Mainzer. Karhan schickt Risse mit einem guten Pass über rechts in den Werder-Strafraum, von wo der Mittelfeldmann den Ball aus vollem Lauf hoch in die lange Ecke drosch (53.).

 

Nun drehten die Mainzer auf, Caligiuri zog nach einer Finte über Rechtsaußen an Silvestre vorbei und versuchte es per Distanzschuss. Wiese konnte das Leder nicht festhalten, behauptete den Ball im Nachfassen jedoch gegen den eingewechselten André Schürrle (57.). Vier Minuten später gelang dem zukünftigen Leverkusener dann aber doch sein Tor. Holtby schickte den in abseitsverdächtiger Position lauernden Risse auf die Reise, der im Strafraum auf Schürrle querlegte, der wiederum aus 14 Metern freistehend vor Wiese kein Problem hatte, den Ball ins Eck zu schieben (61.).

 

Dreier-Wechsel bringt nicht die Wende

 

Thomas Schaaf reagierte und wechselte mit Wesley, Philipp Bargfrede und Sandro Wagner für Petri Pasanen, Tim Borowski und Marko Arnautovic gleich drei neue Spieler ein (62.). Doch der Dreier-Wechsel brachte nicht die erhoffte Wende im Spiel. Im Gegenteil, beinahe hätte Holtby sogar auf 0:3 erhöht, doch Wiese verhinderte im Eins-gegen-Eins das dritte Gegentor (68.).

 

In der Schlussphase kamen die Bremer noch zu ein paar Torgelegenheiten, blieben aber in ihnen Aktionen meist glücklos. So wurde Almeidas vermeintlicher Anschlusstreffer zu recht wegen einer knappen Abseitsposition abgepfiffen (69.), Marins Distanzschüsse geblockt (71.) oder gefangen (86.) und auch Prödls und Wagners Kopfbälle fanden nicht den Weg über die Linie. Während der Österreicher nach einem Eckball Radoslav Zabavnik anköpfte (76.), traf der eingewechselte Angreifer per Aufsetzer nur die Latte (78.), so dass die Mainzer den vierten Sieg in Serie feiern konnten.

 

Christoph Muxfeldt

 

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