Was für ein Ausrufezeichen! Werder gewinnt 2:0 auf Schalke

Jaaaaaaa... Mittelfeldspieler Mesut Özil hat soeben die Werder-Führung erzielt und lässt seiner Freude freien Lauf.
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Was für ein dickes, was für ein wichtiges, was für ein überzeugendes Ausrufezeichen. Werder Bremen hat am vorletzten Spieltag der Bundesliga-Saison 2009/10 zum ersten Mal seit achteinhalb Jahren wieder ein Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 gewonnen und steht ganz dicht vor dem Erreichen des dritten Platzes, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt. Beim verdienten 2:0 (0:0)-Erfolg vor 61.673 Zuschauern in der ausverkauften VELTINS-Arena erzielten der ehemalige Schalker Mesut Özil (55.) und Hugo Almeida die beiden Bremer Tore (64.). Durch die gleichzeitige Punkteteilung des direkten Verfolgers Bayer Leverkusen gegen Absteiger Hertha BSC gehen die Grün-Weißen am kommenden Wochenende mit zwei Punkten Vorsprung und dem um vier Treffer besseren Torverhältnis ins Fern-Duell.

 

War bei Per Mertesacker und Co. stets gut aufgehoben: Schalkes Toptorjäger Kevin Kuranyi.

Nachdem Werder zuletzt dreimal in Folge mit der gleichen Startformation spielte, veränderte Cheftrainer Thomas Schaaf die Aufstellung der Grün-Weißen für das wichtige Spiel gegen den FC Schalke 04 auf zwei Positionen. Für die beiden Nationalspieler Marko Marin und Aaron Hunt spielten Tim Borowski und Hugo Almeida in der VELTINS-Arena von Beginn an.

 

Konzentrierter Auftritt beider Mannschaften

 

Für beide Mannschaften stand bei dieser Begegnung sehr viel auf dem Spiel. Während Schalke noch um die Meisterschaft spielte, ging es für Werder um die Qualifikation für die Champions League. Entsprechend konzentriert agierten die Teams zu Beginn des Spiels. Trotzdem ließ die erste gute Aktion der Werderaner nicht lange auf sich warten. Schon in der zweiten Spielminute flankte Mesut Özil auf Hugo Almeida, doch der Portugiese verpasste die scharfe Hereingabe des Nationalspielers knapp und ein Schuss von Philipp Bargfrede von der Strafraumgrenze landete sechs Minuten später deutlich über dem Tor von Manuel Neuer. Auf der Gegenseite keimte in der sechsten Minute erstmals Gefahr auf, als Jefferson Farfan nach einem Schmitz-Freistoß mit dem Kopf das Außennetz (6.) traf. Die beste Gelegenheit des ersten Durchgangs hatte allerdings Kevin Kuranyi in der 23. Minute, als der Ex-Nationalspieler nach einer Flanke von Rafinha aus unmöglichem Winkel an die Latte köpfte. Kuranyi war es auch, der die nächste gute Gelegenheit der Schalker hatte. Mit dem neuerlichen Kopfballversuch verpasste der Schalker-Toptorjäger das Gehäuse von Tim Wiese jedoch deutlich. Bei Werder sorgte Claudio Pizarro zwei Minuten vor dem Seitenwechsel noch einmal für Gefahr, als sich der Peruaner auf der Außenbahn energisch durchsetzte, anschließend jedoch auf sich alleine gestellt war und Manuel Neuer deshalb die Situation bereinigen konnte.

 

Özil trifft zur Führung – Almeida erhöht auf 2:0

 

Kapitän Torsten Frings zeigte erneut eine starke Leistung und hielt die Werder-Defensive zusammen.

Den zweiten Durchgang begannen die Grün-Weißen schwungvoller und hatten folgerichtig auch die erste Möglichkeit nach dem Seitenwechsel. Nach einem Stellungsfehler von Lukas Schmitz kam Özil an den Ball, zog von rechts in den Strafraum, doch der Schuss ging letztlich knapp am kurzen Pfosten vorbei (54.). Doch nur eine Minute später machte es der Nationalspieler besser und traf aus einer ähnlichen Position in die lange Ecke zur 1:0-Führung. Und wiederum nur neun Minuten nach dem 1:0 bauten die Grün-Weißen die Führung weiter aus. Der eifrige Özil kam in Rechtsaußenposition an den Ball, bediente den am Elfmeterpunkt freistehenden Almeida, der Manuel Neuer mit einem Direktschuss aus kurzer Distanz zum 2:0 überwand. Obwohl sich die Schalker auch in der Folge noch nicht aufgaben, kam mehr als ein Schussversuch von Ivan Rakitic eine knappe Viertelstunde vor dem Ende, der das Gehäuse knapp verfehlte, sowie ein Freistoß des Kroaten (82.) kamen dabei allerdings nicht herum. Werder spielte die Partie in der Schlussphase geschickt herunter, konnte die sich bietenden Kontergelegenheiten allerdings nicht nutzen.

 

aus der VELTINS-Arena berichtet: Dominik Kupilas