2:2 - Werder teilt die Punkte mit dem VfB Stuttgart

Per Mertesacker und Co. erkämpften ein 2:2-Unentschieden gegen den VfB Stuttgart.
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Werder Bremen hat sich im Heimspiel des 25. Spieltags 2:2-Unentschieden vom VfB Stuttgart getrennt. Zur Halbzeit lagen die Grün-Weißen durch Treffer von Pogrebnyak (15.) und Khedira (42.) zunächst mit 0:2 in Rückstand, ehe der eingewechselte Hugo Almeida eine Viertelstunde vor dem Ende den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielte und Torsten Frings neun Minuten vor dem Ende per Foulelfmeter sogar noch zum vielumjubelten 2:2-Ausgleich traf.

 

Cheftrainer Thomas Schaaf musste die Startformation der Grün-Weißen aufgrund von Erkrankungen und Verletzungen gegen die Schwaben auf drei Positionen verändern. Für die grippeerkrankten Petri Pasanen und Philipp Bargfrede sowie den am Sprunggelenk verletzten Peter Niemeyer rückten Sebastian Prödl, der gegen Mainz 05 gelb-gesperrte Torsten Frings sowie Marko Marin in die erste Elf zurück. Torhüter Tim Wiese meldete sich hingegen vor dem Anpfiff fit und konnte ebenfalls auflaufen.

 

Aymen Abdennour hatte mit den wendigen VfB-Spitzen zeitweise große Probleme.

Progrebnyak trifft mit erster Chance

 

Nach anfänglichem Abtasten beider Mannschaften erzielte Pavel Progrebnyak nach einer Viertelstunde mit der ersten Chance des Spiels die 1:0-Führung für die Gäste. Spielmacher Aliaksandr Hleb setzte sich vermeintlich regelwidrig gegen Frings durch, passte in die Mitte, wo Progrebnyak den Ball aus elf Metern an Wiese vorbei ins Tor schoss. Werder zeigte jedoch die richtige Reaktion auf den Rückstand und erspielte sich in der Folge einige Chancen. Zunächst flankte Hunt aus dem Halbfeld auf Marko Marin, dessen Kopfball Lehmann problemlos entschärfen konnte (19.) und nur zwei Minuten später vereitelte der VfB-Keeper erst einen Freistoß von Naldo und war auch beim Nachschuss von Per Mertesacker aus spitzem Winkel zur Stelle.

 

Die größte Chance für die Grün-Weißen vergab jedoch Claudio Pizarro nach einer halben Stunde. Nach einer Flanke von Aaron Hunt legte Marko Marin dem Peruaner den Ball per Kopf präzise auf, der Top-Torjäger scheiterte aus kürzester Distanz allerdings am guten Lehmann. Und auch Mesut Özil vergab eine sich bietende Chance, als er nach einer Flanke von Hunt neben das VfB-Gehäuse zielte. Doch auch die Schwaben erspielten sich weiterhin gute Gelegenheiten. In der 38. Minute spielte Hleb quer auf Cacau, der den Ball jedoch weit über das Gehäuse von Tim Wiese setzte. Und auch ein Schuss von Molinaro landete über dem Tor. Drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff bauten die Stuttgarter ihre Führung dann aber doch noch aus. Nach einer Flanke von Timo Gebhart war Sami Khedira einen Schritt schneller als Sebastian Prödl und traf per Kopf zum 2:0. Die letzte Chance des ersten Durchgangs hatte erneut Progrebnyak, der nach Vorarbeit von Molinaro am Tor vorbei schoss.

 

Zur zweiten Halbzeit wechselte Thomas Schaaf Hugo Almeida für Tim Borowski ein, um die Offensive mit einem zweiten nominellen Stürmer zu Stärken. Die ersten Gelegenheiten hatten aber wie zum Ende des ersten Durchgangs die Stuttgarter. Zunächst versuchte Cacau Wiese mit einem Schuss aus 18 Metern zu überwinden (49.) und wenig später klärte der Nationalkeeper aufmerksam gegen Progrebnyak (52.). Und Wiese war auch zur Stelle, als sich Cacau gegen Mertesacker durchsetzte und im Strafraum zum Abschluss kam. Auf der Gegenseite wurde es erstmals durch eine Einzelaktion von Marko Marin gefährlich. Der Schuss des Nationalspielers flog letztlich jedoch am VfB-Gehäuse vorbei (56.).

 

Eiskalt verwandelt: Torsten Frings traf sicher vom Punkt.

Werder belohnt sich durch Treffer von Almeida und Frings für unermüdlichen Kampfgeist

 

Werder war jedoch zu jeder Zeit bemüht den Anschlusstreffer zu erzielen, kam in dieser Phase des Spiels gegen kompakte Stuttgarter allerdings zu keinen zwingenden Torchancen. Ein Schussversuch von Marko Marin nach einer guten Stunde konnte von Tasci – wohl auch mit der Hand – abgeblockt werden, ein Schuss von Özil landete deutlich neben dem Tor der Gäste und Aaron Hunt zielte mit einem Volleyschuss aus 13 Metern zu hoch (69.). Das sollte sich eine Viertelstunde vor dem Abpfiff jedoch ändern. Der eingewechselte Hugo Almeida erzielte mit einem satten Linksschuss vom linken Strafraumeck den 1:2-Anschlusstreffer und entfachte noch einmal neue Euphorie bei Werder.

 

Neun Minuten vor dem Abpfiff wurden die Grün-Weißen für die unermüdlichen Bemühungen belohnt. Nach einem Foul von Celozzi an Marin verwandelte Kapitän Torsten Frings den fälligen Strafstoß sicher zum 2:2-Ausgleich. Doch auch mit diesem Remis gaben sich die Grün-Weißen nicht zufrieden, sondern spielten weiter auf Sieg. Doch weil Delpierre in der 83. Minute im Laufduell in höchster Not gegen Almeida klärte, der Portugiese einen Kopfball über das Tor setzte und ein Rückpass von Marin kein Abnehmer fand, teilten sich am Ende beide Mannschaften die Punkte.

 

von Dominik Kupilas