1:1 - Werder entführt einen Punkt aus der LTU-Arena

Sekunden vor der Leverkusener Führung: Barnetta holt zum Schuss aus und trifft unhaltbar zum 0:1.
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Claudio Pizarro konnte in der 33. Minute den 1:1-Ausgleich erzielen - sein 16. Saisontor.

Werder Bremen und Bayer 04 Leverkusen trennten sich am Ostersonntag in der Düsseldorfer LTU-Arena leistungsgerecht mit 1:1 (1:1). Bereits in der zwölften Minute brachte Tranquillo Barnetta die Gastgeber durch ein Traumtor in Führung. Werders Top-Torjäger Claudio Pizarro egalisierte diesen Treffer jedoch noch vor dem Seitenwechsel, als er nach einer Flanke von Aaron Hunt zum 1:1 einköpfte und den Grün-Weißen damit den Punkt sicherte. In der zweiten Halbzeit ließen beiden Mannschaften gute Gelegenheiten auf den Siegtreffer aus, so dass es beim Remis blieb.

 

Im Spiel gegen die Rheinländer veränderte Cheftrainer Thomas Schaaf die Aufstellung im Gegensatz zum Hinspiel des UEFA-Cup-Viertelfinals gegen Udinese Calcio unter der Woche auf zwei Positionen. Verletzungsbedingt musste Schaaf auf den zuletzt überragenden Spielmacher Diego verzichten. Für den Brasilianer rückte Aaron Hunt in die Startformation der Grün-Weißen und Kapitän Frank Baumann, der gemeinsam mit Torsten Frings das defensive Mittelfeld der Grün-Weißen bildete, ersetzte Alexandros Tziolis.

 

Einmal Pfosten und ein Tor auf jeder Seite

 

Mit dem 3:1-Erfolg gegen Udinese Calcio im Rücken begannen die Werderaner druckvoll und hatten bereits in der 3. Spielminuten die erste Chance. Claudio Pizarro wurde im Strafraum von Manuel Friedrich angeschossen, doch den daraus resultierende Schuss konnte Renè Adler noch über den Querbalken lenken und die anschließende Ecke brachte ebenfalls nichts zählbares ein, weil der Kopfball von Pizarro über das Tor flog. Umso überraschender fiel in der 12. Minute die Führung für Leverkusen. Mit einem „Sonntagsschuss“ in den linken Torwinkel überwand Tranquillo Barnetta Keeper Tim Wiese aus 18 Metern Torentfernung zum 1:0 für die Gastgeber, die danach besser ins Spiel fanden, ohne jedoch Gefahr auszustrahlen.

 

Glück für Werder: Stefan Kiessling traf in der 40. Minute nicht das leere Tor, sondern den Pfosten.

Werder hätte nach einer halben Stunde hingegen den Ausgleich markieren können, doch Hugo Almeida zielte nach feinem Zuspiel von Özil zu genau und traf nur den Pfosten. Besser machte es Sturmpartner Claudio Pizarro nur drei Minuten später, als er eine schöne Flanke von Aaron Hunt aus kurzer Distanz per Kopf zum verdienten 1:1 einnetzte (33.). In der 40. Minute hatte Werder dann aber noch einmal Glück, als Stefan Kießling nach Steilpass von Rolfes zunächst Tim Wiese umkurvte und anschließend nicht ins leere Tor, sondern an den Pfosten schoss.

 

Viele Chancen, aber keine Tore

 

Kießling war es auch, der auf Seiten der Leverkusener zu Beginn des zweiten Durchgangs erneut eine gute Gelegenheit vergab, als er im Strafraum der Bremer leichtfertig den Ball verstolperte (48.). Die erste große Gelegenheit der Grün-Weißen nach dem Wechsel hatte Abwehrhüne Per Mertesacker. Der Nationalverteidiger war nach einer Ecke des engagierten Mesut Özil in der 69. Minute zur Stelle, traf aus kurzer Distanz und im Fallen aber nur Leverkusen-Keeper Adler. Doch diese Gelegenheit sollte jedoch der Auftakt für eine ganze Reihe von Chancen beider Teams sein.

 

Per Mertesacker vergab in der 69. Minute eine Chance zur Führung.

Zunächst zielte Toni Kroos nach Zuspiel von Stefan Kießling über das Tor von Tim Wiese (72.) und wenig später scheiterte Aaron Hunt mit einem trockenen Schuss nach tollem Zusammenspiel von Özil an Adler (73.). Die dickste Gelegenheit der Werderaner hatte zwei Minuten später jedoch Clemens Fritz. Doch der Nationalverteidiger traf wie in der ersten Halbzeit schon Hugo Almeida nur den Pfosten. Auf der Gegenseite klärte Tim Wiese gleich zweimal stark für sein Team. Zunächst lenkte er einen Schuss von Toni Kroos noch um den Pfosten (76.) und zehn Minuten vor dem Ende behielt er gegen den völlig freistehenden Patrick Helmes die Oberhand. Und weil der eingewechselte Renato Augusto in der 86. Minute auch die letzte Chance des Spiels vergab, blieb es beim 1:1-Unentschieden.

 

von Dominik Kupilas