Erneuter 1:0-Sieg - Werder im "Goldenen Herbst"

Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Mit einem 1:0-Sieg in Rostock erreicht der SV Werder Bremen seinen zweiten Auswärtssieg in dieser Saison. Damit blicken die Hanseaten auf einen "Goldenen Herbst" zurück. Fünf Siege aus den letzten sechs Spielen katapultierten die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf auf Platz sechs der Bundesligatabelle und lässt sie weiter das Ziel Europapokalplatz anvisieren.

Im Rostocker Ostseestadion gehört schon die erste Halbzeit den Jungs um Frings, Baumann und Co. Von Anfang an sind sie die engagiertere Elf, die die Hansa-Spieler schon in deren Hälfte attackiert und ihren Spielaufbau empfindlich stört. Die Rostocker Ballverluste nutzen die Bremer zu schnellen Angriffen insbesondere über Krisztian Lisztes und Torsten Frings. In der 19.Minute verhindert nur das Glück der Gastgeber den Führungstreffer, sowohl Marco Bode als auch Frings treffen nur den Pfosten des Rostocker Tores. Die Bemühungen der Hansa-Elf bleiben auch anschließend zu umständlich, so dass sie keine Chance verzeichnen und statt dessen weiter auf ihr Glück oder Keeper Mathias Schober setzen. Der Torhüter vereitelt Chance um Chance der überlegenen Bremer. Erst entschärft er einen gefährlichen Freistoß von Lisztes, dann einen strammen 16 Meter-Schuss von Ivan Klasnic. Torlos ging es in die Kabinen.

Zu Beginn der zweiten 45 Minuten wirken die Hausherren etwas engagierter und versuchen durch aggressiveres Zweikampfverhalten das Spiel in den Griff zu bekommen - es gelingt ihnen nur zeitweise. Die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel setzt nicht entscheidend nach und die Grün-Weißen kämpfen sich zurück ins Spiel. In der 71. Minute werden sie dafür belohnt: Wieder ist es Stalteri, der auf das Hansa-Tor zielt. Schober lenkt den Schuss an den Pfosten, sieht beim Nachschuss durch Klasnic aber nicht gut aus und muss sich geschlagen geben - 1:0 für Bremen und zugleich der Premierentreffer für Klasnic. Hansa verstärkt danach seine Angriffsbemühungen, ohne die Bremer in allzu große Verlegenheiten zu bringen. Trotzdem hätte es noch zu einem Unentschieden reichen können. Nur Rostocks Markus Lantz sorgte bei den Bremern noch einmal für Atemstillstand, traf jeodch in der 89. Minute aus 20 Metern nur die Latte.