Für 6:0-Sieg in Oldenburg reichte starke erste Hälfte

Obwohl den Bremern nicht geschenkt wurde, hier wird Leon Andreasen hart attackiert, setzten sie sich in der ersten Halbzeit souverän durch. (Bild: Nordphoto)
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Werder Bremen konnte die Rückreise nach dem dritten Testspiel im Rahmen der Vorbereitung auf die Saison 2007/2008 wieder mit einem Sieg im Gepäck antreten. Im Marschweg-Stadion besiegten die Grün-Weißen vor etwa 9.000 Zuschauern den Fünftligisten VfL Oldenburg mit 6:0 (5:0). Für Werder trafen Daniel Jensen (2), Frank Löning (2), Leon Andreasen und Markus Rosenberg. Trotz des erfreulichen Ergebnisses erhielten die Werderaner einen sportlichen Dämpfer. Patrick Owomoyela musste mit Verdacht auf Muskelfaserriss ausgewechselt werden und droht mehrere Wochen auszufallen.

 

Daniel Jensen traf gleich doppelt beim 6:0-Erfolg gegen den VfL Oldenburg.

Werder startete entgegen der Trainingsbelastung der letzten Tage mit Schwung in die Partie und setzte bereits in der 6. Spielminute in Person von Daniel Jensen ein erstes Warnsignal. Nach einem Eckball von Tim Borowski sprang Jensen der Ball vor die Füße, sein Schuss war aber kein Problem für VfL-Schlussman Thomas Wegmann. Nur zwei Minuten später zappelte das Leder dann aber doch im Netz. Diesmal klappte das Zusammenspiel von Borowski und Jensen noch besser. Nach “Boros“ Vorarbeit schob der Däne trocken ins linke Eck ein. Die Bremer gönnten dem VfL in der Folgezeit keine Ruhepause. Markus Rosenberg erkämpfte sich den Ball, ging alleine auf den Oldenburger Schlussmann zu, der sich nur mit einem Foul zu helfen wusste und den Schweden von den Beinen holte – Elfmeter. Wieder war es Jensen, der mit seinem zweiten Treffer auf 2:0 erhöhte.

 

Mutige Oldenburger stecken nicht auf

 

Zwischenzeitlich konnten aber auch die Gastgeber für Furore sorgen. Der VfL steckte nicht auf und gab in der 15. Spielminute das erste Lebenszeichen von sich. Ein Freistoß aus dem Halbfeld, getreten von Tim Steidten, fand in Christian Brüntjen einen Abnehmer. Dessen Kopfball ging aber knapp über das Tor von Werder-Keeper Tim Wiese. Auf der Gegenseite machten es die Bremer besser. Pierre Wome legte nach einer Standardsituation für Leon Andreasen ab, der fackelte nicht lange und hielt einfach drauf. 3:0 (26.). Sein Glück war allerdings, dass VfL-Torwart Wegmann die Kugel zu spät gesehen hatte und den Schuss ins eigene Tor lenkte.

 

Oldenburg versuchte, den wenigen Raum den die Bremer ließen, für Vorstöße zu nutzen. So auch in der 30. Minute, als Christian Claaßen mit einem Drehschuss nur knapp das Tor verfehlte. Die Bemühungen blieben ohne Wirkung, Werder nutze seine Chancen dagegen konsequent aus. Eine Wome-Ecke verwandelte Frank Löning zum 4:0 (34.), bevor Rosenberg kurz vor der Halbzeitpause noch einmal seine Klasse aufblitzen ließ. Der Schwede nahm einen langen Ball aus dem Mittelfeld im vollen Lauf an, tanzte die VfL-Abwehr aus, um das Leder sogleich mit dem linken Fuß in die kurze Ecke einzunetzen. Zur Pause stand es somit 5:0 aus Werder-Sicht.

 

Voller Entschlossenheit zog Markus Rosenberg bei seinem Treffer ab, die Kugel schlug im kurzen Eck ein. (Bild: Nordphoto)

Der VfL kam mit mehr Dampf aus der Kabine, die erste Möglichkeit gehörte aber wieder den Werderanern. Cheftrainer Thomas Schaaf hatte seine Elf in der Halbzeit fast komplett umgestellt und so flankte Nachwuchstalent Norman Theuerkauf von der linken Seite auf Löning, der per Volleyabnahme ins gegnerische Gehäuse traf und auf 6:0 erhöhte (51.) Im Anschluss begann die beste Phase der Gastgeber. Sebastian Ferruli marschierte allein aufs Tor zu (54.), bevor Sebastian Schröer über die rechte Seite zu einer aussichtsreichen Möglichkeit kam (55.). Beide scheiterten aber am gut aufgelegten Christian Vander.

 

Schrecksekunde für Werder – Owomoyela verletzt

 

In der 65 Minute stockte den Zuschauern der Atem als Patrick Owomoyela nach einem Kurzsprint verletzt am Boden liegen blieb. Der Werder-Profi war ohne Fremdeinwirkung im Rasen hängen geblieben und musste das Feld mit Verdacht auf Muskelfaserriss vorzeitig verlassen. Werder kickte aufgrund mangelnder Einwechselspieler fortan zu zehnt weiter, worunter der Spielfluss der Grün-Weißen sichtbar litt. Die Schaaf-Elf schaltete mehr als einen Gang zurück, die letzte Chance des Spiels gehörte den Gastgebern aus Oldenburg, doch der stramm getretene Freistoß von Henrik Bemboom bereitete Vander keine ernsthaften Probleme.

 

Werder gelang mit dem 6:0-Erfolg gegen Oldenburg und den Begegnungen mit Pewsum (7:2) und einer Ostfriesland-Auswahl (9:0) im Rücken der dritte deutliche Testspielsieg in Folge, doch ab sofort stehen weitaus schwierigere Aufgaben an. Mit den Tests gegen den FC Basel (14.07.2007), den FC Liverpool (17.07.2007) und gegen den FC Everton (31.07.2007) warten echte Prüfsteine auf die Hanseaten.

 

von Timo Strömer

 

Werder Bremen 1. Halbzeit: Wiese – Fritz, Niemeyer, Hessel, Wome – Baumann, Andreasen, Jensen, Borowski – Löning, Rosenberg.

 

Werder Bremen 2. Halbzeit: Vander – Owomoyela, Stallbaum, Niemeyer, Theuerkauf – Baumann, Bischoff, Vranjes, Jensen – Löning (57. Almeida), Rosenberg.

 

Vfl Oldenburg: Wegmann(46. Pollmann, 83. Reinke) – Bury (46. Schnabel), Tammen (83. Zosel), Attoh (80. Hofmann), Schicke (80. Klatte) – Noack (62. Wöhlecke), Steidten (72. Bemboom), Epp (46. Schröer), Claaßen (62. Bollmann) – Brüntjen (38. De Souza), Ferulli (72. Pezük).

 

Schiedsrichter: Axel Wendt (Basdahl)

 

Marschweg-Stadion: 9.000 Zuschauer