Schaaf: "Kein Grund St.-Etienne zu unterschätzen"

Cheftrainer Thomas Schaaf sieht keinen Grund dafür, dass seine Mannschaft den AS.St-Etienne unterschätzen könnte.
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Am Donnerstagabend empfängt Werder Bremen im Hinspiel des UEFA-Cup-Achtelfinals den AS St.-Etienne im Weser-Stadion. Nach dem der große AC Mailand in der Runde der letzten 32 ausgeschaltet wurde, wartet nun also der 17. der französischen Ligue 1 auf die Grün-Weißen. „Es gibt keinen Grund diese Mannschaft zu unterschätzen“, warnt Cheftrainer Thomas Schaaf in aller Deutlichkeit. „Sie stehen derzeit zwar in der Tabelle nicht so gut da, aber man braucht sich nur die Ergebnisse der Vorrunde und besonders die beiden Spiele gegen Olympiakos Piräus anzuschauen“, so Schaaf weiter. „Gegen Piräus haben wir in der vergangenen Saison ja unsere eigenen Erfahrungen gesammelt.“

 

Torsten Frings fehlte den Grün-Weißen am Samstag in Hoffenheim verletzungsbedingt. Morgen kann er sein Team wieder dirigieren.

Diesen Worten des Trainers schloss sich nach dem Abschlusstraining auch Torsten Frings an. „Wer gegen Piräus so deutlich in die nächste Runde einzieht, den kann man nicht auf die leichte Schulter nehmen. St.-Etienne hat einen Gegner ausgeschaltet, an dem wir in der letzten Saison gescheitert sind“, so der 32-Jährige. Für viele Zuschauer ist der Gegner von Werder wahrscheinlich eine große Unbekannte, eine Mannschaft ohne bekannte Stars wie Beckham, Ronaldinho oder Kaka. Die Bremer gehen aber bestens vorbereitet in diese Partie.

 

„Natürlich haben wir einige Spiele von St.-Etienne gesehen, haben auch die französische Saison regelmäßig verfolgt und hatten daher schon einige Informationen. In den letzten Spielen war dann zusätzlich immer jemand von uns dabei“, so <b<Schaaf</b>, dem dabei auch nicht entgangen ist, dass die Franzosen verstärkt mit Gegentoren bei Standardsituationen zu kämpfen haben. „Sie haben zwar nicht nur am Wochenende gegen Nantes ein Kopfball-Gegentor nach einer Standardsituation bekommen, aber wir sind in erster Linie auf unsere Stärken ausgerichtet. Wir werden morgen alles berücksichtigen, was uns weiterhilft und dazu gehören eben auch die Standards“, so der Trainer.

 

„Es wird vor allem wichtig sein, den Gegner unter Druck zu setzen und uns dadurch erst Chancen und Standardsituationen zu erarbeiten. Dafür brauchen wir ein gutes Spiel.“ Routinier Torsten Frings, der am Samstag beim Bundesliga-Spiel gegen Hoffenheim wegen muskulärer Probleme fehlte, weiß ebenfalls, worauf es ankommt. „Für uns ist es wichtig, ein gutes Ergebnis vorzulegen. Ein Sieg wäre da natürlich besonders schön, dafür müssen wir aber unsere Chancen besser nutzen als zuletzt.“ Das gilt auch für Top-Torjäger Claudio Pizarro, der ähnlich wie in Mailand, als er mit seinen beiden Toren im San Siro erst den Einzug in dieses Achtelfinale ermöglichte, auch morgen wieder eine entscheidende Rolle spielen könnte.

 

Claudio Pizarro freut sich auf das Spiel gegen den AS.St.-Etienne.

„Wir sind froh, dass wir in die nächste Runde eingezogen sind und nun noch ein internationales Spiel im Weser-Stadion haben", freut sich der Peruaner. "Es wird zwar nicht einfach gegen St.-Etienne, aber wir sind gut drauf." Mit Mesut Özil muss Thomas Schaaf gegen „Les Verts“ allerdings auf einen anderen wichtigen Offensivakteur verzichten. „Mesut hat gestern und heute nicht trainieren können. Wir hatten zwar noch die Hoffnung, dass es sich bessert, aber dieser Fall ist nicht eingetreten, weil er nach der Ruhepause wieder verstärkte Probleme hatte.“

 

Zu einem Ergebnis-Tipp ließ sich Thomas Schaaf auf der Pressekonferenz zwar nicht hinreißen, aber er verriet, dass er „ein Ergebnis erzielen möchte, das hilft, im Rückspiel eine gute Leistung abzuliefern und in die nächste Runde einzuziehen.“ Dieses Ziel möchte der Cheftrainer mit folgenden 18 Spielern erreichen: Wiese, Vander – Boenisch, Pasanen, Naldo, Baumann, Fritz, Rosenberg, Diego, Hunt, Prödl, Tziolis, Jensen, Frings, Almeida, Pizarro, Niemeyer, Mertesacker

 

von Dominik Kupilas