"Nach dem 1:0 haben wir balla balla gespielt"

Die Abwehr um Naldo & Co. stand gegen die Augsbuger weitestgehend sicher. Auch wenn in dieser Szene Jens Hegeler den Brasilianer im Kopfballduell überspringt.
Profis
Mittwoch, 24.03.2010 / 02:07 Uhr

Abwehr-Spezialist Per Mertesacker pustete nach dem Abpfiff einmal tief durch. Diese Augsburger waren ein ganz hartes Stück Arbeit, das Werder aber letztlich souverän meisterte ...

Abwehr-Spezialist Per Mertesacker pustete nach dem Abpfiff einmal tief durch. Diese Augsburger waren ein ganz hartes Stück Arbeit, das Werder aber letztlich souverän meisterte. Die Erleichterung war dennoch überall zu spüren. "Alles andere als der Aufstieg in die Bundesliga für die Augsburger wäre eine Lüge. Augsburg war eine schwere Prüfung für uns. Sie haben sehr ordentlich gespielt.

Erst nach dem 2:0 waren wir durch, weil wir die etwas cleverere Mannschaft waren. Aber 75 Minuten lang war es richtig hart. Wir haben sie nach unserem 1:0 in Ruhe gelassen und da haben sie sofort gezeigt, was sie können."

 

Dabei hatte für die Grün-Weißen alles scheinbar leicht begonnen. Kapitän Torsten Frings verwies auf die bärenstarke Startphase der Werderaner. "Da wusste der Gegner ja gar nicht was mit ihm passiert. Da hatten wir sie im Griff. Das ging so bis wir 1:0 in Führung gingen. Danach sind wir etwas zu nachlässig geworden. Aber es war auch kein Wunder, in dieser Phase haben wir fast jeden Zweikampf gewonnen und sie hatten noch keinen einzigen Torschuss. Da lässt du einfach ein bisschen nach. Da haben wir sie ins Spiel zurück geholt. Allerdings haben sie uns dann ein offenes Spiel geboten."

 

Eine Partie, in deren weiterem Verlauf die Grün-Weißen auch Glück hatten, vor allem beim Pfostenschuss von Michael Thurk. "Das waren schon bange Momente als der Ball gefühlt sekundenlang auf der Linie rollte. Da hieß es Ruhe bewahren und klären", sagte Per Mertesacker.

Torhüter Tim Wiese grummelte trotz eines "Zu Null"-Spiels: "Trotzdem hatten wir heute auch wieder einige Nachlässigkeiten dabei." Auch in der Offensive krankte das Werder-Spiel wieder an der mangelhaften Chancenverwertung, fand Mesut Özil. "Uns war klar, dass Augsburg nicht umsonst im Halbfinale steht, deswegen haben wir so stark beginnen, aber es ist uns wieder nicht gelungen unsere Chancen besser zu verwerten. Gut, dass dann doch noch das 1:0 gefallen ist."

 

Torjäger Claudio Pizarro meinte ebenfalls, dass Werder früher den Sack zu machen musste: "Nach dem 1:0 haben wir balla balla gespielt. Der Sieg muss viel früher feststehen. Das 1:0 war sehr gefährlich für uns. Ich war dann sehr froh, als ich mit meinem Tor alles klar machen konnte." Ein Lob des Peruaners ging für die Vorarbeit an Torsten Frings. "Da hat er sehr gut geschaltet, gesehen, dass ich auf den Ball gelauert habe und den Freistoß schnell ausgeführt."

 

Große Anerkennung gab es nach der Partie auch zwischen beiden Trainern. Jos Luhukay vom FC Augsburg erkannnte den verdienten Sieg der Bremer an. "Es war ein Traum von uns weiterzukommen, aber Werder steht zu Recht im Finale. Sie haben ihre Chancen genutzt und hätten in der Anfangs- und Endphase der Partie noch einige Treffer erzielen können. Wir hatten zu Beginn zu großen Respekt. Unsere beste Phase lag unmittelbar vor der Pause. Ich wünsche Thomas und seinem Team viel Glück in Berlin."

 

Thomas Schaaf bedankte sich genau so fair: "Einen Traum konntet ihr euch nicht erfüllen, für den anderen drücken wir die Daumen und dann sehen wir uns nächstes Jahr wieder hier in Bremen." Dass Augsburg das Potenzial dazu hat, davon ist der Bremer Coach überzeugt: "Sie haben verhalten begonnen, aber dann gezeigt, dass sie schnell und mutig nach vorn spielen können. Ich bin sehr froh, dass wir uns trotzdem durchsetzen konnten."

 

 

 

von Michael Rudolph und Marco Niesner

 

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