Was macht man den ganzen Tag als Trainee, Clemens Fritz?

Der Ehrenspielführer in Episode IV des Werder-Podcast

Der langjährige Kapitän Clemens Fritz ist seit März Management-Trainee bei den Grün-Weißen (Foto: Nordphoto).
Profis
Mittwoch, 12.09.2018 // 16:40 Uhr

von Maximilian Hendel

Nein, diesmal lag es ganz sicher nicht an Thomas Schaafs rauer Lieblinginsel Norderney mit all ihren frühmorgens tief getretenen Sandstrandpfaden, dass Clemens Fritz im Frühling ziemlich geschlaucht von den anfänglichen Arbeitstagen ungewollt zeitig in der Waagerechten wegdämmerte. „Ganz ehrlich; in der ersten Woche bin ich regelmäßig 21.30 Uhr auf dem Sofa eingeschlafen. Ich war schon ziemlich kaputt“, gesteht Werders jüngster Ehrenspielführer in der neuesten Episode des – von Media Markt präsentierten – „Werder-Podcast“. Schon lange jedoch hat sich der 37-Jährige wieder bestens akklimatisiert im Weser-Stadion.

Dorthin ist Fritz im vergangenen März zurückgekehrt. Nur eben, dass er nun nicht mehr in Erwartung der jeweils anstehenden Trainingseinheiten den Kabinenbereich im Bauch der Ostkurve betritt. Werders früherer Kapitän nimmt jetzt täglich den Fahrtstuhl in den Geschäftsstellenturm, wo er seit über sechs Monaten bereits seinen Rollenwechsel vollzieht und ein vielgestaltiges Programm als Management-Trainee bei den Grün-Weißen absolviert. Im neuen Job sei es „definitiv etwas anderes, weil – klar – man ist körperlich nicht so ausgelastet“, sagt Fritz. Von Unterforderung kann dabei allerdings keine Rede sein: „Für mich ist das eine ganz andere Seite. Ich war lange als Spieler hier, ich kannte viele, habe auch viel mitbekommen im Verein, aber jetzt auch noch mal so nah dran zu sein", da könne er gar nicht sagen, welcher einzelne Unternehmensteil, welche sich dahinter verbergenden Aufgaben spannender seien. „Jeder Tag ist irgendwie anders, und das ist das schöne, es ist auf keinen Fall langweilig“, bekräftigt der gebürtige Erfurter.

Die geistige Arbeit steht im Fokus, wenn er systematisch in den organisatorischen und verwaltungstechnischen Maschinenraum des Klubs einsteigt, das Marketing, den Vertrieb, die Kostenprozessstelle oder – wie derzeit – die Medien- und Kommunikationsabteilung ausgiebig kennenlernt. Nichtsdestotrotz, „sicherlich mein Steckenpferd ist natürlich der sportliche Bereich“, weiß der EM-Teilnehmer von 2008. Kaderplanung, Spiel- und Spielerbeobachtung, Analyse, Transferaktivitäten für das Bundesligateam, die U23 und das NLZ, dazu die gegenwärtig richtungsweisenden Strukturmaßnahmen für den letztgenannten Bereich. Geschäftsführer Frank Baumann hat gar nicht erst gezögert, seinen einstigen Mitspieler umgehend mitten ins aufwendige Tagesgeschäft hineinzuwerfen. Es ist also wenig verwunderlich, dass Clemens Fritz schon nach erst einem knappen halben Jahr zweifellos weiß: „Ich bin unheimlich dankbar, so einen intensiven Einblick zu bekommen.“

Wer noch viel mehr als nur aus Clemens Fritz’ neuem Joballtag erfahren möchte, beispielsweise einen ausführlichen Rückblick auf den Abschied von seiner eindrucksvollen Profikarriere sowie auf die Prioritätenverschiebung als Jungvater einer kleinen Tochter, sollte sich auch die vierte Folge des „Werder-Podcast“ – dem neuen Audio-Medium in der grün-weißen Online-Familie keinesfalls entgehen lassen. Der Podcast verbindet die schönste Nebensache der Welt mit dem geilsten Verein der Welt. Hier wird nicht nur über alles, was das grün-weiße Herz höher schlagen lässt, sondern wir sprechen mit Werder. Die neue Episode gibt es auf dem offiziellen Soundcloud-Profil, dem iTunes-Account und dem Spotify-Kanal des SV Werder. Hört mal rein!

 

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