Ein Septembernachmittag in München

Tim Borowski in Episode #10 des WERDER-PODCAST

Tim Borowski und die Werder-Fans haben denkwürdige große und kleine Momente gemeinsam erlebt (Foto: Nordphoto).
Profis
Donnerstag, 01.11.2018 // 08:00 Uhr

von Maximilian Hendel

„Es gibt so viele überragende, interessante, bewegende Momente“, die Tim Borowski zeit seiner „nie langweiligen“ Profilaufbahn gesammelt hat. Er war fester Bestandteil von Werders Double-Siegern 2004, erzielte einen Doppelpack beim 3:2 im Pokalfinale über Alemannia Aachen. Während der Heim-WM 2006 stand der Mittelfeldspieler für die DFB-Elf lediglich nicht im Spiel um Platz 3, sonst durchweg auf dem Feld. An ein aus Bremer Sicht ebenso denkwürdiges und außergewöhnliches Erlebnis wird er in der aktuellen Episode des – von Technikpartner Media Markt präsentierten – WERDER-PODCAST erinnert. Nur stand Borowski damals auf der Gegenseite.

Bloß eine Saison lang war 'Boro' kein Teil der Grün-Weißen, für die er ansonsten 210 seiner insgesamt 236 Bundesliga-Einsätze bestritt. 2008 hatte er den Sprung zum FC Bayern gewagt. Ausgerechnet beim Wiedersehen mit den langjährigen Kollegen erlebte Borowski eines „dieser Spiele“, von denen „ich in meiner Karriere ganz, ganz wenige nur hatte“, sagt er am Mikrofon von Moderator Markus Biereichel. Einen zwischenzeitlichen 5:0-Vorsprung hatten Markus Rosenberg (2x), Naldo, Mesut Özil und Claudio Pizarro bis zur 67. Minute herauskombiniert. Wie sämtliche grün-weiße Anhänger konnte es auch der Spielberichterstatter von WERDER.DE im September vor zehn Jahren kaum fassen: „Sämtliche Superlative“ würden nicht ausreichen, um zu beschreiben, was sich an jenem Samstagnachmittag in München ereignete. „Das war kein Spiel auf Augenhöhe“, weiß Tim Borowski noch heute neidlos anzuerkennen. Er habe jetzt noch vor Augen, wie „es da eine Ballpassage über Diego, ‚Pizza’, Özil und am Ende Rosenberg gab, über 60 Meter Hacke, Spitze, eins, zwei, drei. Das war so ein Moment, wo man wirklich gesagt hat, ‚oha, was passiert hier eigentlich gerade?’“


Die historische Szenerie noch komplett auf die Spitze trieb Tim Borowski selbst. Zur Halbzeit von Trainer Jürgen Klinsmann eingewechselt, wurde der damals 28-Jährige zu einem der wenigen Bayern-Akteure, die sich gegen die Pleite stemmten und sollte mit zwei Treffern in der Schlussphase ein noch größeres Debakel seines Teams gegen den späteren DFB-Pokalsieger und UEFA-Cup-Finalisten verhindern. Doch fast noch mehr blieben die anschließend nicht alltäglichen Szenen in seinem Gedächtnis haften: „Nach dem Spiel haben die 8.000 Bremer Fans meinen Namen gerufen, da bekomme ich jetzt noch Gänsehaut“, gesteht der heutige Co- von Cheftrainer Florian Kohfeldt. Dass die Zuneigung und Anerkennung zwischen ihm und den Werder-Fans auf Gegenseitigkeit beruht, dafür steht stellvertretend unter anderem jene Anekdote aus dem darauffolgenden Sommer 2009, auf die Borowski gegen Ende des Podcast noch angesprochen wird. Zufällig war in den Tagen nach einer Bremer Niederlage am Weser-Stadion ein paar Anhängern beim Grillen begegnet, kam ins Plaudern und lud sie spontan auf eine Kiste Bier von der Tankstelle ein. Oftmals sind es dann eben gerade auch die kleinen Momente.

Träumt er auch mal von Werder nach so vielen Jahren im Verein, wie sieht er seinen weiteren Weg als Trainer und woran probiert sich Tim Borowski eigentlich kulinarisch aus, wenn er daheim selber den Grill anwirft? Das und noch viel mehr hört ihr in Episode #10 des WERDER-PODCAST mit dem aktuellen Co-Trainer der Bundesliga-Mannschaft. Der Podcast verbindet die schönste Nebensache der Welt mit dem geilsten Verein der Welt. Hier wird nicht nur über alles geredet, was das grün-weiße Herz höher schlagen lässt, sondern wir sprechen mit Werder. Die neue Folge gibt es auf dem offiziellen Soundcloud-Profil, dem iTunes-Account und dem Spotify-Kanal des SVW.

 

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