Baumann: "Hartnäckig geblieben"

Florian Kohfeldt, Davy Klaassen und Frank Baumann bei der offiziellen Präsentation (Foto: nordphoto).
Profis
Freitag, 27.07.2018 // 17:20 Uhr

Von Yannik Cischinsky

Einen Transfer dieser Größenordnung hat es in Werders Transferhistorie noch nicht gegeben. Seit Freitag ist Davy Klaassen Werderaner. Der niederländische Nationalspieler und langjährige Ajax-Kapitän kommt aus der Premier League, mit jeder Menge internationaler Erfahrung – und ist für die Grün-Weißen eine überaus renommierte Neuverpflichtung. „Wir haben immer betont, dass wir, wenn das Gesamtpaket komplett passt, auch mutig agieren und bereit sind, höhere Transferausgaben zu tätigen“, erklärte Frank Baumann.

Dabei hatte Werders Geschäftsführer Fußball zu Beginn noch erheblichen Zweifel, ob er Klaassen nach Bremen lotsen könne. „Wir haben erst nicht daran geglaubt, dass ein direkter Kauf möglich ist“, sagte Baumann auf der offiziellen Pressekonferenz. Anfang März hatte er sich erstmals nach Klaassen erkundigt. Niklas Moisanders Berater war damals zu Gesprächen in Bremen. Er berät auch Klaassen. Auf „sehr klein“ hatte Baumann selbst die Chancen damals noch taxiert, „aber wir sind hartnäckig geblieben“.

Er hat mehr mit Tim Steidten und mir gesprochen als mit seiner Frau
Frank Baumann über Klaassens Berater

Erst als Thomas Delaney den Verein zu Beginn der Transferphase verließ, war klar: Werder und Klaassen, das soll etwas Dauerhaftes werden. Eine feste Beziehung und keine Affäre für eine Saison. Für den „absoluten Wunschspieler“ legten sich die Verantwortlichen mächtig ins Zeug. „Sein Berater meinte, er habe mehr mit Tim Steidten und mir gesprochen als mit seiner Frau“, erklärte Baumann schmunzelnd.

Auch finanziell ist der Transfer für Werder „eine Herausforderung“, die aber „vernünftig“ geregelt sei, wie Baumann zu Protokoll gab. Die Preise auf dem Markt steigen kontinuierlich. Allein der Blick auf die vermeintlichen Rekordtransfers der Klubs zeigt das. Nicht wenige gingen in den letzten zwei, drei Jahren über die Bühne. Eins stellte Baumann dann aber klar: Transfers dieser Größenordnung wird es nicht jede Saison geben.