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Yuya Osakos Kurzbesuch in Bremen und der "Kindheitstraum" WM

War nur kurz bei Werder zu Besuch: Yuya Osako wird ab dem Sommer für den SVW auflaufen (Foto: WERDER.DE).
Profis
Donnerstag, 17.05.2018 // 13:01 Uhr

Konnichiwa, Yuya Osako! Sayonara, Yuya Osako! Es war ein Kurzbesuch von Werders neuem Japaner in Bremen, ehe sich der 27-jährige Mittelfeldspieler schon wieder auf den Weg in die Heimat machte. Doch das Wichtigste ließ sich auch an diesem einen Tag am Weser-Stadion erledigen. Nach Medizincheck, Leistungstest und Interview mit WERDER.TV unterzeichnete Osako seinen neuen Kontrakt bei Werder. „Ich freue mich riesig. Werder ist ein großer Klub“, sagte Osako im Anschluss.

Nach Yasuhiko Okudera ist Yuya Osako der zweite Japaner, der das Trikot des SV Werder tragen wird. Okudera, ein Pionier und für Osako bis heute „eine echte Legende“, kam 1977 als erster Japaner in die Bundesliga – und zwar zum 1. FC Köln. Den gleichen Weg vom Rhein an die Weser schlägt Osako nun im Sommer ein. „Ich brauchte nicht lange überlegen und habe mich schnell für Werder entschieden. Ich habe mit dem Trainer gesprochen und hatte sofort ein gutes Gefühl“, verrät Osako im Interview mit WERDER.TV.

Neben den Gesprächen mit Florian Kohfeldt habe ihm vor allem Werder-Ikone Claudio Pizarro am Geißbockheim nur Gutes von den Grün-Weißen berichtet: „Er hat mir gesagt, dass Werder ein guter Verein ist und der Trainer gut ist.“ Doch bevor Osako ganz eigene Erfahrungen am Osterdeich sammeln kann, hat er ein ganz anderes Event vor Augen: die Weltmeisterschaft in Russland. Osako, der bereits 26 Länderspiele absolvierte, steht im erweiterten 35-köpfigen Kader von Nationaltrainer Akira Nishino. Nach dem Freundschaftsspiel gegen Ghana am 30. Mai muss dieser dann daraus 23 Akteure bestimmen, die die letzten Tests gegen die Schweiz und Paraguay bestreiten dürfen. 

Bei der WM trifft Japan auf Kolumbien, den Senegal und Polen. Dass Osako in diesen Duellen das Trikot seines Heimatlandes trägt, ist nicht allzu abwegig. Bereits 2014 stand er im Aufgebot. Die Teilnahme in Russland wäre trotzdem die wiederholte Erfüllung eines „Kindheitstraums“, wie er sagt. „Es werden ganz schwere Partien. Vor allem das erste Duell müssen wir gewinnen, um eine Chance aufs Weiterkommen zu haben“, vermutet Osako. Und wie weit am Ende der Weg Japans führen wird, mit dem Ende der Weltmeisterschaft rückt dann auch Werder wieder in den Fokus. Statt eines Kurzbesuchs wird es dann hoffentlich eine lange und erfolgreiche Zeit an der Weser für Yuya Osako.