"Ich mag Werder schon seit Micoud"

Lamine Sané schaute am Donnerstagnachmittag kurz im Weser-Stadion vorbei (Foto: WERDER.DE).
Profis
Donnerstag, 04.08.2016 // 18:49 Uhr

Von Yannik Cischinsky

Am Ende ging alles fix – und es musste auch schnell gehen. Der Vertragsunterschrift folgten noch ein kurzer Fototermin und ein Interview mit WERDER.TV, dann ging es für Neuzugang Lamine Sané schon wieder mit dem Flieger zurück nach Frankreich. Erst am Wochenende wird der großgewachsene Innenverteidiger wieder von Bordeaux nach Bremen reisen. Werder und die Bundesliga sind dem 29-Jährigen aber trotz des Blitz-Besuchs schon bestens bekannt. „Ich verfolge die Bundesliga schon länger. Natürlich auch, weil mein kleiner Bruder Salif in Hannover spielt. Werder mag ich, seitdem ich ein kleiner Junge bin, damals als Johan Micoud hier gespielt hat. Da fiel es mir nicht schwer, mich für Werder zu entscheiden“, erzählt Sané.

Lamines Bruder, Salif Sané, der seit 2013 bei Hannover 96 unter Vertrag steht, hat ihm aber dennoch bei der Entscheidungsfindung geholfen. „Er hat mir viel über Deutschland und die Kultur hier erzählt. Vor allem aber über die Bundesliga mit den vollen Stadien, der Stimmung und der Art, wie man hier Fußball spielt“, so Werders neuer Defensivmann.

Ein weiterer Informant des erfahrenen Abwehrroutiniers war Papy Djilobodji. Sanés Landsmann, der in der vergangenen Rückrunde das Abwehrzentrum des SVWs beackerte, wurde natürlich sofort kontaktiert. „Ich habe mit ihm ja gemeinsam für den Senegal gespielt und ihn deshalb zu Werder befragt. Er konnte mir eine ganze Menge erzählen. Außerdem habe ich gegen Sambou Yatabaré gespielt, als er noch in Bastia war“, berichtet Sané, der es seit seinem Debüt 2010 auf 31 Einsätze in der Landesauswahl seiner Heimat bringt.

Zweimal trafen Yatabaré und Sané mit Bastia und Bordeaux aufeinander. Beide konnten je einen 1:0-Sieg Sieg in Frankreichs Fußball-Oberhaus einfahren. Zukünftig laufen beide gemeinsam für die Grün-Weißen in der Bundesliga auf. „Werder ist ein Verein mit einer großen Tradition in Deutschland, den ich schon verfolge, seitdem Johan Micoud hier gespielt hat und als Valerien Ismael Teil der Mannschaft war“, sagt Sané. Alles andere will er dann ab dem Wochenende entdecken. „Dann kann ich die neuen Teamkollegen kennenlernen und ich freue mich auch schon darauf, die Stadt zu erkunden.“