Filbry: "Wir können zufrieden sein"

Neue TV-Gelder-Verteilsystematik

Klaus Filbry ist zufrieden mit der neuen Verteilungssystematik der TV-Gelder (Foto: nordphoto).
Klaus Filbry
Donnerstag, 24.11.2016 // 15:11 Uhr

Der Vorstand der Deutschen Fußball Liga (DFL) hat am Donnerstagnachmittag die neue Systematik zur Verteilung der TV-Gelder vorgestellt. Klaus Filbry, Vorsitzender der Geschäftsführung des SV Werder und Mitglied des DFL-Präsidiums, hat in den vergangenen Wochen selbst an der Ausarbeitung der neuen Systematik mitgewirkt und freut sich darüber, dass die inhaltliche Arbeit eine positive Veränderung bewegt hat.

WERDER.DE: Herr Filbry, wie bewerten sie den neuen Modus zur Verteilung der TV-Gelder?

Klaus Filbry: "Das DFL-Präsidium hat durch die neue TV-Verteilsystematik die Wettbewerbs- und Wachstumsfähigkeit der Bundesliga und 2. Bundesliga nachhaltig gestärkt. Die Entscheidung der DFL führt zu einer moderneren und gerechteren Verteilung. Als Vertreter des SV Werder Bremen begrüße ich es, dass eine ganz neue Systematik eingeführt wird. Sie besitzt viele verbindende Elemente und führt die Standpunkte der unterschiedlichen Interessengruppen, die im Vorfeld sehr emotional diskutiert wurden, konstruktiv und ausgewogen zusammen. Wir können zufrieden sein."

WERDER.DE: Was sind die größten Unterschiede im Vergleich zur alten Regelung?

Klaus Filbry: "Die neue Regelung trägt zum Beispiel mit der Belohnung der Klubs, die auf junge in Deutschland ausgebildete Spieler setzen beziehungsweise mit einer Teil-Ausschüttung im Rahmen einer 20-Jahres-Wertung, der Idee Rechnung, neue ergänzende Kriterien zu integrieren. Hier wurden Anreize für Klubs eingebaut, sich im Sinne einer hohen Attraktivität der Bundesliga weiterzuentwickeln."

WERDER.DE: Also ist die neue Verteilung ein großer Schritt nach vorne für die Bundesliga und Werder?

Klaus Filbry: "Man kann bei einer Lösung, die die Interessen von 36 Klubs berücksichtigen soll, nicht davon ausgehen, dass jeder Vorschlag 1:1 berücksichtigt wird. Wichtig war es uns, Anreize zu setzen, die neben der rein sportlichen Performance auch Anreize für eine positive Entwicklung der Bundesliga setzt und den Wettbewerb erhöht. Das ist gelungen. Die neue Verteilungssystematik wirkt sich auch wegen dieser ergänzenden Aspekte in den nächsten vier Jahren wirtschaftlich positiv auf den SV Werder Bremen aus."