Kein Test, kein Freundschaftsspiel

Der SV Werder trifft in der ersten Runde des DFB-Pokals auf Richard Weil und die Würzburger Kickers (Foto: nph).
DFB-Pokal
Donnerstag, 06.08.2015 // 17:24 Uhr

Von Svend-Philipp Kallmayer

Am Samstag ist die Saisonvorbereitung offiziell beendet. In der ersten Runde des DFB-Pokals treffen die Grün-Weißen in der Flyeralarm Arena auf die Würzburger Kickers. Das Spiel gegen den Drittliga-Aufsteiger beginnt um 15.30 Uhr (ab 15.15 Uhr im Live-Ticker auf WERDER.DE). Das Ziel für das erste Pflichtspiel der neuen Spielzeit ist für Geschäftsführer Thomas Eichin klar definiert: „Es wird hart, aber wir werden weiterkommen!"

Die Grün-Weißen können auf eine harte Vorbereitung mit attraktiven Gegnern und durchaus positiven Ergebnissen zurückblicken. Der SV Werder blieb elf Mal ungeschlagen und besiegte Traditionsvereine wie West Ham United und den FC Sevilla. Während der ersten Saisonvorbereitung von Viktor Skripnik als Bundesliga-Coach ist auch „der Charakter der Mannschaft stärker und geschlossener geworden", so Skripnik. Das Team wächst jeden Tag fester zusammen, die Entwicklung stimmt. Doch ein Selbstläufer wird die Partie gegen den Drittligisten aus Würzburg keinesfalls. „Es ist kein Test und kein Freundschaftsspiel. Von uns wird viel erwartet. Diesem ersten Druck müssen wir jetzt standhalten", weiß der Werder-Coach.

Kein Masterplan für Runde eins

Thomas Eichin und Viktor Skripnik bei der Pressekonferenz zum DFB-Pokal-Spiel gegen die Würzburger Kickers (Foto: nph).

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es für den DFB-Pokal und gerade auch die erste Runde keinen Masterplan gibt. „Sonst würden nicht so viele erstklassige Mannschaften ausscheiden. Die erste Aufgabe der Saison ist immer schwierig", erklärt Thomas Eichin. Doch einen Blick zurück werfen will der Geschäftsführer Sport nicht. „Wir werden unser Ziel erreichen", ist der 48-Jährige überzeugt.

Der Gegner, die Würzburger Kickers, spielt zwar in der 3. Liga, kann jedoch eine steile Entwicklung vorweisen. Als Erster der Regionalliga Bayern qualifizierten sich die Würzburger sowohl für die dritthöchste Spielklasse, als auch für die erste Runde des DFB-Pokals. Im Pokal trat der im Jahr 1907 gegründete Verein bereits vier Mal an und konnte in den Spielzeiten 1980/1981 sowie 2014/2015 sogar in die zweite Runde vorstoßen.

Wiedersehen mit alten Bekannten

Der Würzburger Clemens Schoppenhauer spielte bis zur Saison 2014/2015 für den SV Werder (Archivfoto: nph).

Am Samstag kommt es für einen ehemaligen Werderaner zum Wiedersehen mit alten Bekannten. Innenverteidiger Clemens Schoppenhauer spielte bis zur Saison 2014/15 für den SV Werder, ehe er von Werders U 23 zu den Kickers wechselte. „Ich blicke auf viele schöne Erinnerungen beim SV Werder zurück und möchte die Zeit in Bremen auf keinen Fall missen", so der 23-Jährige im Interview mit WERDER.DE. Natürlich freut sich Schoppenhauer auch auf die Partie im DFB-Pokal und weiß: „Als Drittligist haben wir gegen einen großen Namen aus der Bundesliga nichts zu verlieren."

Für die Würzburger könnte es das Spiel des Lebens sein. Das ist auch Werder-Coach Viktor Skripnik bewusst: „Wir nehmen dieses Spiel gerade deswegen sehr, sehr ernst." Auf den Trainer der Grün-Weißen freut sich Schoppenhauer besonders: „Viktor Skripnik war während meiner letzten Saison in Bremen bei der U 23 mein Trainer. Er ist ein sehr guter Coach und er vertraut vor allem jungen und unerfahrenen Spielern. Wenn man sich im Training anbietet, bekommt man bei ihm seine Chance. Werders Aufwärtstrend im Verlauf der letzten Spielzeit kommt daher für mich nicht von ungefähr", erklärt Schoppenhauer.

Für Neuzugang Aron Johannsson kommt das Spiel in Würzburg dagegen zu früh. Der Stürmer hatte laut Skripnik „wenig Urlaub und die letzten Tage viel Stress". Er wird sich erst in der kommenden Woche mit der Mannschaft auf den Bundesliga-Auftakt gegen den FC Schalke 04 vorbereiten.