Claudios Traum-Comeback

Claudio Pizarro erlebte einen Traum-Einstand bei seinem dritten Debüt für die Grün-Weißen (Foto: nph).
Profis
Sonntag, 13.09.2015 // 19:19 Uhr

Was für ein Comeback von Claudio Pizarro. 1.226 Tage nach seinem letzten Spiel für den SV Werder wurde der Peruaner in der 82. Minute beim Spielstand von 1:1 für den ausgepowerten Ulisses Garcia eingewechselt. Zehn Minuten später war das Spiel vorbei und Pizarro trug in seinem 160. Bundesliga-Spiel für die Grün-Weißen maßgeblich dazu bei, dass aus dem 1:1 ein 3:1-Sieg für Werder wurde.

"Das war ein sehr gutes Comeback für mich. Ich habe im Kopf gehabt, dass ich der Mannschaft helfen kann und wir das Spiel noch gewinnen können." Und so kam es dann bekanntlich auch. In der 84. Minute war "Piza" bei einem Querpass von Fin Bartels noch einen halben Schritt zu spät, in der Schlussminute machte er dann alles richtig. "Das war ein Traum. Ich wollte eigentlich schießen, aber dann habe ich Tony gesehen und es war klar, dass ich passen muss. Den Rest macht er super", so Pizarro, der sich sehr über seinen ersten Bundesliga-Einsatz in der laufenden Saison freute.

"Ich freue mich immer, wenn ich spielen darf. Natürlich hätte ich am liebsten länger gespielt, ich habe gestern extra noch mehr trainiert als die Kollegen. Für meine aktuelle Fitness waren die zehn Minuten aber genau richtig." Und so fieberte der 36-Jährige bis zu seiner Einwechslung von außen mit. "Ich bin ein emotionaler Typ - auf dem Platz und auch auf der Bank. Ich möchte versuchen der Mannschaft mit meiner Erfahrung zu helfen, das hat heute geklappt. Ich hoffe, dass wir auch in den nächsten Spielen daran anknüpfen können. Dann werden wir eine schöne Zeit miteinander haben."

Dazu werden auch die Fans ihren Anteil beitragen - wie beim Comeback von Pizarro, das sie mit lauten Sprechchören begleiteten. "Das nimmt man natürlich wahr und diese Unterstützung freut mich sehr. Die Werder-Fans sind immer sehr gut, ich freue mich schon auf das Heimspiel nächste Woche." Dann gibt es hoffentlich ein ähnlich erfolgreiches Comeback im Weser-Stadion.

Aus Sinsheim berichtet Dominik Kupilas