Kein Clown, kein Kasper

Hält aus Überzeugung an seinem Weg fest: Viktor Skripnik (Foto: nordphoto).
Profis
Donnerstag, 14.04.2016 // 18:36 Uhr

Von Yannik Cischinsky

Fragen nach Veränderungen gab es zuhauf an diesem Donnerstag: Was haben Sie im Alltag anders gemacht? Was haben Sie im Training umgestellt? Was haben Sie verändert, Herr Skripnik? Die Antwort des Cheftrainers auf all diese Fragen war dabei so kurz wie eindeutig: fast nichts. Für den Werder-Coach war es in der Woche nach der bitteren Niederlage gegen Augsburg und vor dem wichtigen Heimspiel gegen Wolfsburg wichtig, den Weg fokussiert, konzentriert und ruhig weiter zu gehen. „Ich sehe keine Sinn darin, irgendetwas grundsätzlich zu verändern. Die Situation ist kritisch, das ist jedem Spieler klar. Wir sind sehr unzufrieden und wollen die Lage ändern. Dafür haben wir hart trainiert“, machte Skripnik deutlich.

 

Das Training oder gar sich selbst öffentlichkeitswirksam zu verstellen, davon hält der Cheftrainer rein gar nichts. „Ich muss nicht den Kasper geben oder Clown sein, der sich plötzlich anders gibt“, positionierte sich Skripnik klar. „Viktor brauch keine Gesten aufführen, die er sich vorher ausgedacht hat“, pflichtete ihm Thomas Eichin bei. Der Geschäftsführer Sport, der in dieser Woche jedes Training auf dem Platz beobachtete, hatte nach dem Augsburg-Spiel mehrfach betont, dass er „aktionistische Handlungen für fehl am Platze“ hielte.

Dem Trainerteam war in der Aufarbeitung des 1:2 neben der gewohnten Ruhe auch der trainingsfreie Montag wichtig. „Diese Abläufe sind bewusst gleich geblieben. Wir haben der Mannschaft gesagt: Männer, Montag ist frei. Ihr müsst abschalten und Kopf frei kriegen“, erklärte Skripnik seine Entscheidung. Seit Dienstag liegt der Fokus jetzt voll und ganz auf dem VfL und damit dann doch auch eine kleine Änderung im Wochenplan. Den der kommende Gegner war am Dienstagabend in der Champions League gegen Real Madrid gefordert und  „natürlich sollten sich alle das Spiel der Wolfsburger genau ansehen“, so Skripnik.