Pizarro: "Den jungen Spielern weiterhelfen"

Am Montagmorgen absolvierte Rückkehrer Claudio Pizarro den obligatorischen Medizincheck (Foto: WERDER.DE).
Profis
Montag, 07.09.2015 // 11:54 Uhr

Gestern Abend, am Sonntag um kurz nach 23 Uhr landete Claudio Pizarro in Bremen. Der Peruaner wurde von mehreren hundert Werder-Fans mit Sprechchören am Airport Bremen empfangen. Am Montagmorgen dann ...

Gestern Abend, am Sonntag um kurz nach 23 Uhr, landete Claudio Pizarro in Bremen. Der Peruaner wurde von mehreren hundert Werder-Fans mit Sprechchören am Airport Bremen empfangen. Am Montagmorgen konnte dann Vollzug gemeldet werden: Der Stürmer kehrt zum SV Werder zurück und schließt sich den Grün-Weißen nach 1999 und 2008 zum dritten Mal an.

WERDER.DE begleitete den 36-Jährigen zum obligatorischen Medizincheck und nutzte die Gelegenheit für einen ersten 'Schnack'.

WERDER.DE: Claudio, herzlich willkommen zurück in Bremen, willkommen zurück beim SV Werder. Das war gestern ein unglaublicher Empfang für dich, den es in dieser Form noch nie zuvor gegeben hat bei Werder. Was ging dir durch den Kopf, als du die vielen Fans gesehen hast?

Claudio Pizarro: "Ich war etwas müde von dem langen Tag, aber das war ein sehr herzlicher Empfang, der sehr schön war. Meine Freunde haben mich hinterher gefragt, ob da ein Rockstar angekommen ist. Ich möchte mich für den Empfang bedanken. Das hat mir gezeigt, warum ich mich hier immer so wohlgefühlt habe."

WERDER.DE: Du wechselst schon zum dritten Mal zu Werder. Kannst du uns erklären, was der Wechsel für dich bedeutet?

Claudio Pizarro: "Ich bin jemand, der sich immer voll mit dem identifiziert, was er macht. Als ich damals als sehr junger Spieler hierher gekommen bin, war Werder mein erster Verein in Europa. Damals wurde ich sehr gut aufgenommen und ich habe mich schnell sehr wohlgefühlt in Bremen und bei Werder. Die Leute haben mich und meine Familie immer super aufgenommen und der Verein ist fest in meinem Herzen. Es freut mich, wieder hier zu sein. Ich hoffe, dass wir möglichst viele Siege miteinander feiern werden."

WERDER.DE: Siege hast du in deiner Laufbahn einige eingefahren und du verfügst auch sonst über jede Menge Erfahrung. Wie wird deine Rolle bei Werder aussehen?

Claudio Pizarro: "Ich gehöre tatsächlich zu den älteren Spielern bei uns in der Mannschaft (lacht). Der Mannschaft und vor allem den jungen Spielern mit meiner Erfahrung und meiner Qualität weiterzuhelfen, ist sicher eine der Hauptaufgaben."

WERDER.DE: Viktor Skripnik, Torsten Frings und Christian Vander waren früher deine Mitspieler, jetzt bilden sie gemeinsam mit Florian Kohfeldt den Trainerstab. Wird es da Probleme geben?

Claudio Pizarro: "Probleme? Es wird einfach für mich (lacht). Ich habe zu allen eine gute Beziehung, kenne die drei schon sehr lange. Es ist natürlich etwas anderes, weil sie jetzt keine Mitspieler mehr sind, sondern Trainer, aber ich freue mich auf die Zusammenarbeit und glaube, wir werden gemeinsam eine tolle Zeit haben."

WERDER.DE: Kannst du nach dem tollen Empfang das erste Spiel im Weserstadion überhaupt noch erwarten?

Claudio Pizarro: "Ich habe eine ungefähre Vorstellung wie das sein wird (lacht). Ich habe schon einige Male im Weser-Stadion gespielt und es war immer etwas ganz Besonderes. Ich kann es wirklich kaum erwarten und bin sehr gespannt."

WERDER.DE: Und dann wirst du nicht mehr mit der Rückennummer 24, sondern mit der 14 auflaufen. Was bedeutet dir diese Zahl?

Claudio Pizarro: "Die Nummer hat mich meine ganze Karriere begleitet. Als ich 2001 das erste Mal von Werder weggegangen bin, hatte ich danach bei Bayern und später bei Chelsea immer die Nummer 14. Damals bei Werder habe ich die 24 genommen, weil die 14 besetzt war. Jetzt hat sich die Möglichkeit ergeben, die 14 zu tragen. Auch die Rückennummer ist eine Sache, mit der ich mich sehr identifiziere."

Das Interview führte Dominik Kupilas